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Der “Döner” auf dem Tünek Tepe

Wer auf dem Flughafen Antalya angekommen ist, wird “ihn” sicher schon gesehen haben: Den Berg mit dem schönsten Ausblick auf Antalyas Bucht, den Tünek Tepe.
Du siehst ihn im Westen. Er liegt direkt über dem Überseehafen und muß besonders denen auffallen, die auf der Strasse von Antalya nach Kemer unterwegs sind. Auf diesem meernahen Berg steht ein weißes Gebäude. Es ist das Magic Mount Hotel. Von hier oben hast du den schönsten Ausblick über die Bucht von Antalya. Bei guter Fernsicht kannst du sogar bis nach Side sehen. Diese Fahrt kannst du allerdings nur auf eigene Faust mit dem Mietwagen oder Taxi unternehmen. Im Frühjahr oder Herbst (temperaturbedingt) kann man es auch mal per Pedes versuchen.
Wir haben diese Tour, die uns schon immer gereizt hatte, mit einem Mietwagen unternommen (mit dem wir aber noch andere Sehenswürdigkeiten angefahren hatten).
Von Antalya kommend, fanden wir die Einfahrt zum Magic Mount Hotel kurz vor dem Berg. Die schmale, aber geteerte Strasse führte in Serpentinen steil nach oben. Wenn es das Gelände zuließ, waren Ausweichbuchten eingebaut, denn selbst zwei Pkw hätten sich auf dieser Strasse nur schwerlich begegnen können.
Oben angekommen, bot sich uns eine grandiose Sicht auf Antalya und die Küste. Keine Wolke war am Himmel. Hellblau das Firmament und etwas dunkler im Ton das ruhig daliegende Mittelmeer. Die leider etwas diesige Luft verhinderte, daß wir bis Side und die dahinter befindlichen Bergen sehen konnten. Aber Antalya mit seiner Steilküste und der Einfahrt zum Altstadthafen lag klar und deutlich vor uns. Selbst die Buchten von Beldibi und Kemer auf der anderen Seite konnten wir sehr gut einsehen. Den besten Blick hatten wir aber auf die umliegenden Berge und den direkt unter uns liegenden Überseehafen. Dort lagen nur drei größere Pötte am Pier. Der Marinehafen beherbergte überhaupt kein Schiff und auch im separaten Becken des Yachthafens war nur wenig los. Wir wanderten durch die Hotelanlage und genossen immer wieder die tolle Aussicht, die sich uns bot.
Das Hotel selbst war (jetzt im April) noch nicht wieder in Betrieb. Der Swimmingpool wurde gerade renoviert und die Gebäude mit den Fremdenzimmern wurden erst für die neue Saison vorbereitet. Aber das Restaurant im drehbaren Turm (daher der von Einheimischen benutzte Name “Döner” ) hatte geöffnet.
Wir gingen den sanft ansteigenden Wendelgang nach oben und setzten uns an einen Tisch, der uns wiederum einen tollen Blick auf Antalya bot. Wir waren die einzigen Gäste. Als der Wirt kam und die Bestellung entgegennahm, bestellten wir uns eine gemischte Platte mit Lammfleisch. Und aufgrund der 0,0‰ – Grenze verzichtete ich auf ein „Efes“, sondern ließ mir einen Kaffee bringen. Das Essen war sehr schnell zubereitet und schmeckte vorzüglich. Auch die abschließende Rechnung überraschte uns in positivem Sinne. Für ein Restaurant in dieser Lage und der Auswahl war der uns in Rechnung gestellte Preis wirklich nicht zu hoch. Dafür hätten wir in einem deutschen Schnellrestaurant sicherlich mehr zahlen müssen. Aber leider hat der Wirt den Turm nicht zum Drehen gebracht (360° = 1 Std.).
Nach dieser Stärkung ging es über die Serpentinen wieder nach unten. Gott oder in diesem Fall besser, Allah sei Dank kam uns kein Fahrzeug entgegen.

ps. Vor der Kommunalwahl (2010) hatte der dann gewählte Bürgermeister von Antalya den Bau einer Seilbahn auf den Tünek Tepe versprochen! Aber wie so oft - nix, niente, nothing, yeǧen ist passiert.

© Heinz-Ulrich Hartung                         letzte Überarbeitung: 07.12.2015