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Antalya ist immer eine Tagesreise wert

Antalya ist eine der größten und belebtesten Städte der Türkei. An der türkischen Mittelmeerküste ist Antalya das touristische, aber auch das kulturelle Zentrum. Die Hafenstadt hat lange Kieselsteinstrände mit sehr klarem, türkisblauem Wasser.
Am Abend findet man in Antalya zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten wie Discos, Casinos (beides zum Beispiel im Falez Hotel Antalya) sowie natürlich jede Menge Restaurants und Bars. Antalya ist einer der wenigen Ferienorte an der Südküste der Türkei, in denen man zudem klassische Konzerte erleben kann. In der modernen Großstadt kann man aber auch hervorragend einkaufen.

Antalya ist relativ jung: Erst König Attalos  II. von Pergamon baute 158  v.  Chr. den kleinen Naturhafen aus und gründete auf dem 30  m hohen Steilufer die nach ihm benannte Stadt Attaleia. 133 v.  Chr. fiel sie mit dem Reich von Pergamon an Rom und wurde 25  v.  Chr. Hauptstadt der römischen Provinz Pamphylia. In frühbyzantinischer Zeit war sie Residenz eines Bischofs, doch erst unter der Herrschaft der Seldschuken gewann sie wieder größere Bedeutung.
Die Entwicklung Antalyas seit 1970 ist atemberaubend. Rund um das Zentrum schießen Wohnsilos in die Höhe und die Zahl der “Nüfüs”, der Einwohner, stieg von 51 000 im Jahr 1968 auf geschätzte 1,7 Millionen 2004, darunter ca. 6000 Deutsche. Und der Zustrom der Bevölkerung hält an.(aus wissen.de)

Äußerst sehenswert ist der historische Teil von Antalya. Hoch auf einem Felsen thront die Altstadt Kaleici. Von dort oben hat man einen tollen Blick auf den Hafen und das Meer. Außerdem befindet sich hier das Wahrzeichen von Antalya - das im 13. Jahrhundert erbaute Yivli-Minarett. Das Yivli Minarett ist ein über 40 Meter hoher, spitz zulaufender Turm, der aussieht, als bestünde er aus mehreren, ganz eng zusammenstehenden Säulen. Verziert wird das Yivli Minarett mit blauen Kacheln.
Eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit ist das Hadrianstor. Es wurde anläßlich eines Besuchs des Kaisers im Jahre 130 n. Chr. errichtet und ist somit fast 2000 Jahre alt. Das Hadrianstor steht an der prächtigen Flaniermeile Atatürk Cad. Heute markiert das Tor mit seinen massiven Marmorbögen den Übergang vom modernen Teil der Großstadt Antalya hinein in die historische Altstadt.
Inmitten der Altstadt von Antalya steht das Kesik Minare - übersetzt: "das abgebrochene Minarett". Es ist eines der ältesten Bauwerke, vermutlich aus der gleichen Bauzeit wie das Hadrianstor. Seinen Namen erhielt das Kesik Minare, weil es vor mehreren Jahrhunderten abgebrochen ist.
Sehr schön ist auch ein Bummel entlang des Yachthafens von Antalya. Hier kann man in einem der Cafés oder Restaurants eine Pause einlegen und die herrliche Aussicht über den Hafen genießen. Im Hafenviertel gibt es außer den Lokalen auch viele Geschäfte, so daß es hier immer recht lebhaft zugeht.
Im Museum (Müzesi) von Antalya befindet sich eine Sammlung vieler historisch bedeutender Funde. Zur Ausstellung gehören Plastiken der römischen und griechischen Götter sowie einige beeindruckende Sarkophage.
Ein Spaziergang durch die Altstadt von Antalya lohnt sich nicht nur wegen der vielen historischen Bauten, sondern auch wegen des wunderbaren Blicks auf die Bucht und den Hafen. Außerdem gibt es in Antalya viele schön angelegte Gärten und Parks.
Ein Tagesausflug nach Antalya ist bei den Reiseveranstaltern meist inklusive. Du wirst dann zu einer Lederwarenfabrik und zu einer Schmuckmanufaktur gekarrt. Das ist mal ganz interessant - kaufen mußt du ja nicht. Hierbei geht natürlich viel Zeit verloren, aber die Reiseleitung sorgt dafür, daß du noch einen ausführlichen Bummel durch die Altstadt und den Hafen machen kannst. Auch bleibt dir noch genügend Zeit, um über den Bazar zu schlendern, denn dort ist auch der Treffpunkt für die Rückfahrt.
Neben einem Mittagessen (meist in einem Lokal an der Steilküste) wirst du auch noch zum imposanten Düden- Wasserfall am Meer gefahren. Der dürfte somit wohl zum meistfotografierten Wasserfall der Türkei geworden sein.
Mit einem Leihwagen bin ich noch nicht bis in die Innenstadt gefahren. Zu Fahrten auf “eigene Faust” nach Antalya habe ich bisher immer einen Dolmus bemüht. Allerdings fährt ein Überlanddolmus nicht bis zum Hafen oder Bazar. Daher mußt du weiter draußen (oder am Busbahnhof) umsteigen. Von Kemer kommend kannst du dir an der Haltestelle auch ein Taxi nehmen. Bei zwei Personen ist es kaum teurer, als ein erneuter Einstieg in einen Dolmus (handeln!!). Oder du gehst die Strasse in Richtung Hafen ein paar hundert Meter hinunter und steigst in die “alte” Strassenbahn (von der Partnerstadt Nürnberg gespendet). Die Altstadt (Kaleici) ist wirklich sehenswert. Viele alte, verfallene Häuser wurden renoviert und beherbergen teilweise sehr schöne Hotels. Auch ein Spaziergang um das Hafenbecken herum und eine Wanderung durch den Atatürk - Park hat seine Reize. Von dort ist es zum Bazar auch nicht mehr weit. Und wenn du vor dem Bazar stehst, wirst du auf der anderen Seite ein Café entdecken, welches von einer Deutschen (Isabell) geführt wird. Vielleicht freut es dich, wenn du mal wieder typisch deutsche Gebäckstücke und Torten konsumieren kannst. Der dort ausgeschenkte Bohnenkaffee schmeckt übrigens wie daheim!
Anmerkung: An der Stelle des Bazar klafft (seit 2008) ein großes Loch, in welchem sich jetzt Archäologen tummeln. Hier soll irgendwann ein Einkaufszentrum entstehen. Seither hat auch Isabell ihr Cafe aufgegeben.

 

1 Konakturm (Uhrenturm)
2 Yivli Minare
3 Hadrianstor
4 Stadtmauer
5 Hafen
6 Kesik Minare
7 Hidirlik Kules

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© Heinz-Ulrich Hartung                         letzte Überarbeitung: 07.12.2015