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Aska Just In Beach (ehemals Justiniano Beach - Bildmitte, rechts vom Antik-Hotel - direkte Strandlage)  Homepage

Panoramabild 3

Juni 2009
Eigentlich hatte ich per Internet für eine Woche (last minute) das Aska Buse Resort gebucht. Aber gleich nach meiner Ankunft im Aska Buse wurde mir mitgeteilt, daß das Hotel überbucht sei. Ich sollte daher in das Aska “Justiniano Beach” (heute Aska Just In Beach) verbracht werden.
Ich war einverstanden. Einmal, weil das Justiniano viel näher an Avsallar lag und andererseits, weil ich bei einer Besichtigung Anfang April von dem frisch renovierten Hotel bereits einen positiven Eindruck gewonnen hatte.
Allerdings fiel die Begrüßung durch das Management dann doch nicht so freundlich aus, wie ich es bei meinem überfallartigen Besuch im April in Erinnerung hatte. Ich sollte nur eine Nacht bleiben! Nach Intervention meinerseits und einem klärenden Telefonat mit dem Aska Buse bekam ich dann doch die Bestätigung, meinen Urlaub komplett im Justiniano verbringen zu dürfen.
Nachdem ich die Inhalte des Koffers in den großzügig bemessenen Schränken verstaut, die Einzelbetten zusammengeschoben und mich mit Klimaanlage und Safe vertraut gemacht hatte, führte mein erster Gang, wie üblich, zum Hamam, um die Preise auszuhandeln und ggf. die Anwendungen für die nächsten Tage.zu buchen. Allerdings war dieser Wellnessbereich um 19:00 Uhr bereits geschlossen!
Daher wanderte ich in die Außenanlage, begutachteten den Strand; trank an der Beachbar ein “Radler” und erkundeten die Räumlichkeiten (Disco, Shops) im Untergeschoß und die sonstigen Angebote (Pool, Tennisplatz). Den Innenpool nebst Fitnessraum hatte ich mir bereits im April angeschaut.
Da schon viele Gäste ins Restaurant strömten, schloß ich mich an. Das große Restaurant kannte ich bereits, aber die sehr schöne, überdachte Terrasse war jetzt vollständig möbliert. Dort bekam ich noch einen guten Platz. Von hier hatte ich einen herrlichen Blick über das Meer und den langen Sandstrand. Gleichzeitig vermittelte mir die Lage meines Tisches das Gefühl, über dem Meer zu sitzen. Aber schau doch selbst in den virtuellen Rundgang der Homepage,
Diese beschauliche Atmosphäre wurde allerdings getrübt, als ich den Kellner - selbst in 3-Sterne-Anlagen üblich - freundlich bat, mir Rotwein zu bringen. Antwort: “Rotwein gibt es da hinten.” Und es war kein Joke!. Denn es passierte später noch einmal, als ich bei einem Abendessen höflich um Kaffee bat.
Zur Ehrenrettung des Servicepersonals muß ich allerdings bemerken, daß nicht alle Mitarbeiter solch stoffeliges Verhalten an den Tag legten. Aber es war auffällig, daß russische (oder osteuropäische) Gäste bevorzugt behandelt wurden und ich das Gefühl hatte, nur geduldet zu sein. Und ich war nicht der einzige deutsche Gast, den dieses Gefühl beschlich.
Diese Behandlung und der Empfang an der Rezeption sorgte dann auch dafür, daß sich meine positive Grundeinstellung diesem Hotel gegenüber radikal änderte. Durch meine Besuche im Aska Baran war ich von der Aska Gruppe bisher eine freundlichere Aufnahme gewohnt.
Durch dieses Fehlverhalten hatten es die anderen Bereiche des Hotels natürlich nicht so leicht, mich zu überzeugen. Trotzdem muß ich den Zimmermädchen und der Küche ein Lob aussprechen. Auch das Animationsteam verdient ein Schulterklopfen. Unaufdringlich, aber engagiert.
Allerdings gibt es doch noch einen negativen Aspekt. Denn, obwohl überall im Hotel mehrsprachig ausgehängt war, daß die Liegen an Strand und Pool nicht vor 8:00 Uhr reserviert werden dürfen, wurde gegen die Unbelehrbaren nicht vorgegangen - die teilweise sogar Liegen am Pool und am Strand gleichzeitig reservierten. Ein Fehler des Managements! Dabei wäre es ganz einfach gewesen, z. B. um 7:45 Uhr alle Handtücher einzusammeln, die sich bereits auf den Liegen befanden. Bei den 10 Euro Kaution pro Handtuch ein lukratives Nebengeschäft.

Fazit:
Obwohl deutsche Gäste zumindest in der Hauptsaison in der Unterzahl sind, kann dieses Hotel empfohlen werden!
Lage:
 Direkt am Sandstrand (Block A + B, Block C auf der gegenüberliegenden Strassenseite der D400 mit 76 Standartzimmer), ca. 23 km bis Alanya, 1 km bis Avsallar
Gäste: Juni - Gefühlte 80 % Russen. Tatsächlich wohl 60 % Osteuropäer, 10 % Türken, 30 % Westeuropäer (davon 20 % Deutsche). Hauptsaison fast nur noch Osteuropäer. April, Mai und ab September überwiegt der Deutschanteil.
Zimmer und Zimmerservice: 248 Zimmer, 550 Betten. Mit Minibar, SAT-TV, Telefon, Safe (2 EUR/Tag), Bad mit Dusche oder Wanne und Föhn. Service sehr gut. Freundlich und akkurat..
Restauration: Fast perfekt. Mittags und am Abend mehrere Fleischangebote sowie frisch gegrillte oder gebackene Leckereien. Sehr viel Salate und Desserts. Das Restaurant mit Innen- und Außenbereich faßt 500 Personen. An der Pool-/Beachbar gibt es mittags ein eingeschränktes Angebot (Fritten, Hamburger, Salate). “A-la-card”-Restaurant mit Innen- und Außenbereich für 50 Personen.
Sportmöglichkeiten: Tennis, Fitness, Wassersport am Strand, Darts, Tischtennis, Poolbillard und mehr
Strand: Schöner feiner Sandstrand, ganz flach ins Meer übergehend. Allerdings gab es meiner Ansicht zu wenig Liegen am Strand. Oder sie waren von Urlaubern reserviert, die es sich auch am Pool bequem machten.
Wellness: Hamam, Sauna (sehr schön gegliederter Bereich mit herrlichem Hararet), Hallenbad
Unterhaltung: Täglich Kinderdisco bis 21 Uhr und Abendprogramm ab 21 Uhr (in der neuen “Arena” auf der Strassenseite des Hotels), jeden zweite Nacht Disco bis 2 Uhr (die anderen Abende fährt ein Bus zu einer Großraumdisco nach Konakli), tagsüber sanfte Animation (Spiel und Sport). Snack-, Beach-, Lobby- und Disco-Bar bis 24 Uhr.
Sprachkenntnisse des Personals: ausreichend bis gut (wenn dazu aufgelegt), russisch bevorzugt
Service: an den Bars freundlich und aufmerksam, im Restaurant mit Mängeln (siehe oben). Da hilft es auch nicht, wenn man die abreisenden Gäste am letzten Abend gesondert einlädt, plaziert und aufs höflichste bedient. Zumal einige Gäste vergessen wurden.
Anmerkung: So geringschätzig wurden wir bisher noch in keinem Hotel von Angestellten behandelt. Wenn das Management und Teile des Personals bereits in der Vorsaison überfordert sind, wie soll das erst in der Hochsaison werden?!
Aber im Laufe des Jahres 2009 wurde dieser Mißstand behoben und das Management ausgewechselt!
In der Abreisenacht (ich wurde überpünktlich per Taxi zurück ins Aska Buse gebracht) konnten ich mich noch einmal in dem eigentlich gebuchten Resort umschauen. Ich glaube, hier wäre ich besser aufgehoben gewesen!
Das Aska Just In Beach könnte eventuell in der Vorsaison oder im Winter seine Vorzüge ausspielen. Nämlich dann, wenn nicht komplett belegt. Dann gibt es für das (inzwischen ausgetauschte) Management auch keinen Stress bzgl. Überbuchungen.

© Heinz-Ulrich Hartung                         letzte Überarbeitung: 07.12.2015