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Avsallar - lebendig, aber keine Touri-Hochburg

liegt unmittelbar an der türkischen Riviera, ca. 25 km nordwestlich von Alanya und etwa 90 km vom Flughafen Antalya entfernt. In nördlicher Richtung liegt das Taurusgebirge.
Das türkisfarbene Meer lädt von (April) Mai bis November zum Baden ein. Im Mai könnte man im nahen Taurusgebirge noch Ski laufen und eine Stunde später im Meer baden.
Bei guter Sicht ist die gegenüberliegende Gebirgskette (mit dem Tahtali - “lykischer Olymp”) von Kemer zu sehen. Aber ganz sicher kann man am Abend deren schwarze Silhouette erkennen, wenn im Frühjahr und Herbst dahinter der rote Ball der Sonne untergeht. Im Sommer geht sie leider weiter östlich hinter den Bergen unter.
Ein Wermutstropfen gibt es allerdings. Der Abschnitt, den die viel befahrene D400 für eine Bebauung mit Hotels am Strand übrig gelassen hatte, ist so schmal, daß der Strassenlärm einem nachts den Schlaf rauben kann, wenn man denn gewohnt ist, bei offenem Fenster zu schlafen. Dabei ist es egal, ob sich die Hotels links oder rechts von der Fernstrasse befinden. Die Hotelanlagen, die sich auf einer kleinen Landzunge ausbreiten konnten und daher weiter von der Strasse entfernt liegen, sind in der Minderheit.
Einige Hotels liegen daher auch auf der dem Strand abgewandten Seite der Fernstrasse. Aber es sind viele Fußgängertunnel und Brücken vorhanden, die den Strandbesuchern ein gefahrloses Queren der D400 ermöglichen. Welches Hotel wo liegt kannst du auf dem Hotellageplan nachvollziehen.
Und der ganz flach ins Meer abfallende Strand ist - abgesehen von einigen felsigen Stellen - wirklich aus dem Material, das uns der Name “Incekum” verspricht: aus ganz feinem Sand.
Außerdem sind die “Sonnen”-Tage länger als auf der anderen Seite der Antalya Körfezi im Bereich Kemer.
Denn das ist ein weiterer Vorteil gegenüber Kemer: Während in Kemer die Sonne am späten Nachmittag hinter den nahen Bergen verschwindet, bleibt sie Avsallar noch viel länger sichtbar. Dadurch bleibt es bestimmt gute 30 Minuten länger hell (und warm). Außerdem gelingen (im Frühjahr und Herbst) ganz tolle Sonnenuntergangsfotos am Strand.

Avsallar Panorama

Früher war Avsallar ein kleiner Fischerort am türkischen Mittelmeer (Akdeniz), doch in den vergangenen zehn Jahren avancierte der Ort zu einem beliebten, aber noch nicht völlig überlaufenem Urlaubszentrum mit inzwischen etwa 12.000 Einwohnern. Und es ist bekannt, daß inzwischen viele Europäer hier eine Wohnung oder ein Haus gekauft haben und bereits über 1.000 ausländische Mitbürger - darunter auch viele Deutsche - ganzjährig in Avsallar leben, bzw. viele Monate im Ort verbringen. Auch kommen noch die meisten Urlauber aus Deutschland. Lediglich in der Hochsaison (Juni bis Anfang September) besteht der Urlauberanteil zum überwiegenden Teil aus Osteuropäern (den ehemaligen GUS-Staaten).
Große Pinienwälder bieten nicht nur Schatten, sondern laden auch zu interessanten Exkursion auf “Schusters Rappen” in das gebirgige, dörfliche Hinterland ein.
Es sind auch unvergeßliche Erlebnisse, mit einem Mietfahrzeug die Bergregionen hinter Avsallar zu “erfahren”.

Der Ort bietet eine breite Palette an Lokalen, Bars, Hotels aller Kategorien, schön angelegter Parkanlagen sowie deutsch sprechenden Apotheker und Ärzte. Im Ort gibt es inzwischen zahlreiche Geschäfte und Restaurants sowie einen jetzt mittwochs stattfindenden Bauern- und Textilmarkt (neben der Moschee). Die Haupteinkaufsstraße ist zu einer Fußgängerzone ausgebaut worden. Aber es lohnt sich auch, die Nebenstrassen zu besuchen. Hier findest du Geschäfte, in denen so manche Dinge preiswerter zu erstehen sind. Sogar einen Supermarkt wirst du vielleicht entdecken, der dir “deutsches” Brot und Brötchen anbietet und etliche andere “deutsche” Produkte - falls die danach gelüstet.
Insgesamt gesehen ist Avsallar, selbst in der Hochsaison, immer noch ein ruhiger Urlaubsort, in dem man(n)/frau tagsüber und in den Abendstunden gut lustwandeln und shoppen kann. Zahlreiche gemütliche Straßencafes und Restaurants laden zum Verweilen ein. Und in den vielen Geschäften wird man jedes Jahr die gleichen Verkäufer wiederfinden, die dann auch gleich die “Stammkunden” freundlich begrüßen und zu einem “cay” einladen.

Und für die jungen Feriengäste, die in einem kleinen, preiswerten Hotel ohne Disco abgestiegen sind, bietet Avsallar im Bereich Incekum sogar eine kleine Diskothek neben dem Hotel “Alara Kum”. Seit 2013 neu eröffnet als: “Ocean Club Disco”. Siehe Karte (OCD).
Ein größerer Beatschuppen befindet sich gegenüber der Karawanserei “Sarapsu han”. Diese liegt so ziemlich in der Mitte zwischen Avsallar und Alanya in Konakli. Also etwa 12 km entfernt. Zu erreichen mit einem Taxi (Taksi), bzw. durch einen hoteleigenen Bustransfer (Animateure fragen).

Und wenn du die Umgebung und das Hinterland kennenlernen möchtest. Reiseveranstalter vor Ort bieten viele interessante Touren an:

- eine Rafting-Tour auf dem Köprü cayi - nasses Abenteuer pur
- eine Fahrt in das Taurus-Gebirge (Dörferfahrt) - sehr archaisch
- eine Bootstour zu den Delfinen - oooch, sind die Tiere niedlich
- eine Jeep-Safari in das Taurus-Gebirge - sehr viel Spaß und ggf. viel Staub
- eine Fahrt nach Manavgat mit Marktbesuch - ist bei der nächsten Fahrt inkl.
- eine Bootstour auf dem Manavgat-Fluß - mit Markt- und Wasserfallbesuch
- eine “Blaue Reise” nach Alanya - mit Stadt- und Marktbesuch sowie “Grotten-watching”
- einen Tauchkurs absolvieren - klar, das Rote Meer bietet mehr Farben
- eine Fahrt nach Anamur (über 400 Kurven) - spitzenmäßig, schöne Landschaften, viel alte Kultur
- eine “1001 Nacht”-Veranstaltung im Sarapsu Han - auch zu empfehlen, sehr gute Akteure
- einen Besuch von “Fire of Anatolia” oder “Troy” in der Gloria Aspendos Arena - leider nicht mehr im
  ehrwürdigen Aspendos Theater
- eine Tour zur Tourismushauptstadt Alanya (Bauernmarkt, Burg) - ein “Muß” für jeden Urlauber
- eine Fahrt zum Sapadere Canyon - zur Zeit in aller Munde und auf allen Werbetafeln
- eine 3-Tages-Fahrt nach Kappadokien - sehr zu empfehlen, ein absolutes “Highlight”
- oder für 2 Tage zu den weißen Sinterterrassen in Hirapolis genannt Pamukkale

Du kannst aber auch selbst mit dem Dolmuş (sprich Dolmusch) - einem Kleinbus - preisgünstig Ziele der Umgebung erreichen. So kostet beispielsweise die Fahrt ins 25 km entfernten Alanya, der bekannten, großen Stadt am Mittelmeer mit vielen Sehenswürdigkeiten und dem berühmten Kleopatra - Strand, nur 2 bis 2,50 Euro! (mit TL wird es etwas billiger!)
Und wenn du ganz mutig bist, dann miete dir doch mal einen Pkw oder Jeep und toure selbst durch die Gegend. Anders als bei den geführten Touren kannst du dich spontan entscheiden, in welche Richtung es weiter gehen soll. Außerdem kommst du im Hinterland auch ohne Sprachkenntnisse gut durch. Die Menschen sind wirklich überaus freundlich und hilfsbereit. Tips dazu gibt es HIER.
Die Strassenkarten, die du bei uns bekommst, sind allerdings nicht besonders detailgetreu. Viele befestigten Wege und Strassen fehlen. Ortsnamen, bzw. Hinweise auf Sehenswürdiges sind falsch eingezeichnet oder fehlen ganz.
Selbst in einer 1:150.000er Karte, die ich gefunden habe, sind nur die wichtigsten Strassen eingezeichnet (und es haben sich auch dort haufenweise Fehler eingeschlichen). Ob da noch das türkische Militär seine Hand drauf hat? Ganz sicher!
Außerdem sind Hinweisschilder nicht immer “up to date”, bzw. selten vorhanden.
Als am wenigsten fehlerbehaftet habe ich die ADAC Länderkarte Türkei empfunden (1:750.000). Und es gibt (leider nicht für alle Gebiete in guter Auflösung) noch eine Möglichkeit über Google Earth die zu erkundenden Gebiete einzusehen und ggf. als Karte auszudrucken.
Aber wozu gibt es denn Einheimische? Mit “Händen und Füßen” kann man sich doch auch ganz passabel verständigen.

© Heinz-Ulrich Hartung                                                 letzte Überarbeitung: 30.04.2017