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Bauernmärkte (Bazar) in der Türkei - ein Muß für jeden Urlauber

In jedem halbwegs größeren Ort gibt es einmal wöchentlich einen Markt, türkisch "bazar". In großen Städten hat jeder Stadtteil seinen eigenen Markt. Mein Tip: Frag nach. Jeder im Ort weiß den Markttag und kann dir den Weg dorthin beschreiben. Ein Besuch lohnt in jedem Fall. Alleine schon die quirlige, bunte mediterrane Atmosphäre ist überwältigend! DAS Erlebnis für jeden Touristen, einmal live dabei zu sein. Das bunte Treiben und die Vielfalt des Angebots werden immer in deiner Erinnerung bleiben. Laß dir aber kein X für ein U vormachen, alle hier angebotenen Uhren oder Parfums sind Fälschungen.
Angefangen von Obst, Gemüse und Haushaltswaren, Handarbeiten, von lebenden Hühnern, bis zu manchmal auch qualitativ guten Kopien der Boss oder Calvin Klein Jeans, der Markenhemden und Poloshirts, alles wird feilgeboten. Hier kommen viele Leute aus den umliegenden Dörfern und verkaufen ihre Waren und Erzeugnisse.
In der Türkei werden fast alle Obst- und Gemüsesorten angebaut. Die Märkte spiegeln diesen Reichtum wieder: Von den schönsten Pfirsichen über reife Granatäpfel und Melonen bis zu blauen Feigen und frischen Wal- und Haselnüssen findest du je nach Saison alles, was dein Herz begehrt. Vom Gemüse ganz zu schweigen. Eine umfassende Aufzählung würde den Rahmen dieser Tips sprengen. Gehe einfach auf einen Wochenmarkt und überzeuge dich selbst. Es gibt auch Käsestände. Oliven in allen Variationen. Eier, Honig, etc., etc., einfach alles. Für Selbstversorger im Ferienappartement ist der Markt natürlich besonders interessant. Zwar lassen sich alle frischen Sachen auch problemlos im Supermarkt Marke "Migros" oder neuerdings auch “-,real” erstehen, aber die Qualität sowie der Preis ist dort wesentlich schlechter und fast schon vergleichbar mit dem unreif geernteten und geschmacklos bleibenden Obst und Gemüse im deutschen Supermarkt. Schließlich muß “Migros” seine Waren auch beim Großhändler einkaufen und zwischenlagern. Dies wirkt sich natürlich auf die Frische der Produkte aus. Weiterhin haben die meisten Wochenmärkte zusätzlich Non-Food Produkte, sinnvolle und weniger sinnvolle Souvenirs, Kleidung, Tischdecken.
Noch einen kleinen, aber wichtige Tipp: Paß bitte auf beim Wechselgeld. Gerade bei den, mit der Landeswährung nicht vertrauten Touristen „verrechnet" man sich gern.

Wann gibt es wo die Wochenmärkte?

Montag

Manavgat (Bauern- und Touristenmarkt), Köycegiz, Oba, Kemer (Bauernmarkt)

Dienstag

Fethiye (sehenswert), Kadriye b. Belek (Bauernmarkt), Bodrum (Touristenmarkt), Anamur (Bauernmarkt), Alanya (Fischmarkthalle) im Zentrum, Mahmutlar, Kemer (Touristenmarkt)

Mittwoch

Antalya (Isiklar Cadd.), Iςmeler, Ortakent, Gümüşlük (sehr klein), Çamyuva, Avsallar (Bauern- u. Touristenmarkt)

Donnerstag

Mugla, Marmaris, Manavgat (Bauernmarkt), Kuzdere (bei Kemer), Tosmur

Freitag

Ortaca (bester Markt d. Region), Myra (Bauernmarkt), Kaş, Bodrum (Bauernmarkt), Alanya (Bauernmarkt am Dolmuş-Bahnhof), Serik b. Belek, Göynük (Wochen- u. Touristenmarkt), Kumluca, Gazipaşa

Samstag

Turgutreis, Side (sehr touristisch), Datςa, Anamur, Tekirova, Finike, Belek, Cikcilli, Mahmutlar

Sonntag

Antalya (Anafartala Cadd.), Gümbet (touristisch), Mumcular (Bauernmarkt), Alanya (Yayla Yolu), Türkler

Feilschen auf dem Bazar
Feilsche nach Herzenslust. Wer den Preis von Anfang an akzeptiert, kauft weit überteuert. Bei größeren Anschaffungen wie Teppichen sollte man sich vorher informieren. Über Qualitätsunterschiede und übliche Preise. Information hilft dir, um nicht über den Tisch gezogen zu werden. Alle Händler sind “Schlitzohren” - wie bei uns.
Beim Einkaufen auf Märkten und in den Geschäften (auch in den „Reisebüros“) gilt, …
... akzeptiere niemals den eingangs genannten Preis. Du kaufst zu teuer ein und bringst den Verkäufer um den Spaß des Feilschens!
Aber
nicht unter 50 % des Angebotspreises einsteigen. Das ist unhöflich. Aber ansonsten Feilschen! Feilschen! Feilschen!
20 bis 40 % sind immer drin!
Und bleib hart in der Sache, aber immer freundlich.
Und wenn es dir nicht liegt zu handeln (in Deutschland kannst du das ja auch kaum üben), zeige Desinteresse wenn dir der Preis zu hoch erscheint. Oder deute an, daß du den Laden verlassen willst und kein Interesse mehr an dem Stück hast. Der Händler wird dann schon von selbst im Preis nachlassen und ggf. sogar noch hinter dir herlaufen.
Bei Lebensmitteln auf dem Bauernmarkt ist Handeln allerdings verfehlt. Erstens ginge es um Kuru
ş - Beträge und zweitens sind die Preise vieler Produkte vorgeschrieben. Und zahle in Lira. Denn der Preis der dir genannt wird (und der auch oft - allerdings häufig noch mit 6 Nullen mehr (alte Lire) - angeschlagen ist) bezieht sich nicht auf unseren Euro. Es ist schon ein erheblicher Unterschied, ob du 2,50 YTL für ein Bündel Bananen zahlst oder dem Händler 2,50 Euro (inzwischen ca. 8 YTL) in die Hand drückst.

© Heinz-Ulrich Hartung                         letzte Überarbeitung: 07.12.2015