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Freie Hansestadt Bremen

Bremen ist das kleinste deutsche Bundesland und ein Zwei-Städte-Staat, der aus der Stadt Bremen und dem ca. 60 km flußabwärts liegendem - in jüngerer Vergangenheit als Hafen der Amerikanischen Besatzungsmacht dienendem - Bremerhaven besteht. Die Stadt ist die Heimat der weltberühmten Stadtmusikanten und eine Stadt mit vielen Facetten, in der sich Tradition und Geschichte mit High-Tech und Wissenschaft vereinen.
Vor über 1.200 Jahren gegründet, hat Bremen durch die Jahrhunderte seine Traditionen und seine Unabhängigkeit bewahren können. Eindrucksvoll repräsentiert wird diese Geschichte durch das Rathaus im Stil der Weserrenaissance sowie die gegenüber befindliche Roland-Säule. Der ganze Marktplatz ist seit 2004 UNESCO-Welterbe. Das Schnoorviertel, ältestes Stadtviertel Bremens, sowie die Böttcherstraße mit ihrer ungewöhnlichen Architektur, ziehen täglich große Besucherströme an.
Die Weser als Wasserstrasse hat Bremens Rolle als Handelsmetropole erst begründet und nach wie vor spielt der Handel über die Weser eine wichtige Rolle, denn trotz harter Konkurrenz hat Bremen seine Stellung unter den Nordseehäfen behaupten können. Die bremischen Häfen gehören zu den leistungsfähigsten und schnellsten der Welt.
Sehr vielfältig ist die Kulturlandschaft Bremens. Auf Kunstliebhaber warten die Kunsthalle und das Neue Museum Weserburg, Deutschlands größtes Museum für zeitgenössische Kunst. Zu den traditionsreichsten Museen gehört das Überseemuseum, das auf die Schätze zurück geht, die Bremer Kaufleute von ihren weltweiten Seefahrten mitbrachten. Heute zählt es zu den weltweit renommiertesten Museen in den Bereichen Natur-, Völker- und Handelskunde. Dagegen noch relativ neu ist das Universum Science Center im Univiertel, das auf moderne Art mit zahlreichen interaktiven Exponaten und Simulationsgeräten Naturwissenschaften zum Anfassen und Ausprobieren präsentiert und durch seine auffällige Architektur in Walform besticht.
Als kulinarische Spezialitäten gelten in Bremen natürlich - wie auch im Oldenburger Land - Grünkohl mit Pinkel, aber auch “Bremer Knipp”. Knipp muß man aber nicht mögen - sieht aus, wie schon mal gegessen. Dazu trinkt man entweder Haake Beck Pils oder Becks Bier.
Auch das 60 km entfernte, an der Mündung der Weser in die Nordsee liegende Bremerhaven, bietet zahlreiche Ausflugsziele. Dazu gehören das Deutsche Schifffahrtsmuseum, das 2005 errichtete Deutsche Auswandererhaus und der Zoo am Meer.
Nicht weit entfernt, östlich von Bremen, liegt das Teufelsmoor bei Worpswede, ein Ausflugsziel für viele Bremer. Eigentlich hat das Teufelsmoor mit dem Teufel nichts zu schaffen. Das flache Land zwischen den Flüssen Wümme und Oste war ein “doves”, ein unfruchtbares Land, das Siedler ab Mitte des 18. Jahrhunderts systematisch kultivierten. Die Arbeit war hart, das Leben karg, da mag es schon angehen, daß das “dove Moor” im Sprachgebrauch zum Düvelsmoor, dem Teufelsmoor wurde.
Heute erzählen die stillen Kanäle, die einst der Entwässerung und dem Transport von Torf dienten, Geschichten einer vergangenen Zeit. Die alten farbenfrohen Höfe auf ihren flutsicheren Wurten vermitteln Wärme und Geborgenheit. Nur wenige Meter erhebt sich das Teufelsmoor über Normalnull. Manche Wiesenlandschaften liegen sogar unter dem Meeresspiegel. Ohne Deiche, Sperr- und Pumpwerke würde das Wasser aus der Nordsee alle 12 Stunden über die Ufer in die weite Ebene schwappen.
Die Landschaft hat dem Ort Worpswede das Besondere gegeben, die Kunst aber etwas Einmaliges. Seit mehr als 120 Jahren ist Worpswede Künstlerkolonie. Maler haben nicht nur den Ort berühmt gemacht, sondern auch den Reiz der Landschaft des Teufelsmoores entdeckt, die Worpswede weithin umgibt.

© Heinz-Ulrich Hartung                         letzte Überarbeitung: 07.12.2015