Bisher

Erstbesucher

Avsallar-Banner

Ferienregion Incekum - an der Türkischen Riviera

L
age: Südtürkei / Türkische Riviera
Zeitzone: MEZ + 1 Stunde
Flugzeit: Frankfurt - Antalya ca. 3 Stunden 20 Minuten
Transfer: Antalya - Incekum ca. 100 min
Die ideale Reisezeit: Ende März bis Anfang Juni und Mitte September bis Mitte November.
Wer von Mitte Juni bis Ende August dort Urlaub macht, darf sich über die Hitze (und osteuropäische Urlauber) nicht beschweren.
Urlaubsorte im Bereich Incekum: Von Çenger über Okurcalar, Incekum, Avsallar bis Türkler.  Weiter südöstlich beginnt das Urlaubsgebiet von Konaklı
und Alanya, welches sich bis Kargicak erstreckt. Nordwestlich - also vor “Incekum” - liegt Kizilot und Kizilagaç (bzw. Manavgat Strand).

Incekum

Incekum bedeutet “feiner Sand” und ist eigentlich nur ein ca. 1.000 m langer Strandabschnitt (siehe Hotelkarte) mit einer kleinen Ortschaft zwischen Okurcalar und Avsallar. Aber inzwischen  bezeichnet man eine ganze Ferienregion zwischen Çenger und Türkler als Incekum.

Küste Incekum


Die Hotelanlagen liegen in weiten, halbmondförmigen Buchten mit sehr feinen Sandstränden und klarem Wasser.
Sonnenbaden und Wassersport werden hier groß geschrieben, aber auch Spaß und Unterhaltung in und außerhalb der Hotelanlagen kommen nicht zu kurz.
Mehr durch Zufall sind wir auf diese Urlaubsregion gestoßen. Bisher hatten wir immer die große Entfernung zum Flughafen gescheut. Die Transferzeit zum Hotel raubte uns einfach zuviel von unserer kostbaren Urlaubszeit. Das war auch der Hauptgrund, weshalb wir den Bereich Alanya bei unserer Urlaubsplanung vorher nie ins Auge gefaßt hatten, obwohl es gerade dort günstige Angebote gab.
Aber einmal mußte es das erste Mal sein, zumal wir den Katalogseiten entnehmen konnten, daß “Incekum” etwa 20 - 40 Kilometer vor Alanya lag.
Auch war es uns wichtig, in unmittelbarer Nähe einer größeren Ortschaft untergebracht zu werden, falls es uns im Hotel zu langweilig werden würde. Dies war mit dem Ort Avsallar ebenfalls gegeben.
Daher buchten wir im Frühjahr 2006 “testweise” einen einwöchigen Urlaub in “Incekum”. Und wir wurden überrascht. Der Transfer verlief verhältnismäßig schnell. Belek, Side und die anderen Urlaubsregionen wurden nicht angefahren. Und nur in wenigen Hotels - diese aber schon im Bereich “Incekum” - wurden Urlauber abgesetzt.
Auch von der Landschaft waren wir angetan. Die mit Pinien und Zedern bewachsenen Ausläufer der Taurusgebirges reichten bis ans Meer heran. Und da wir auch noch Glück mit unserem Hotel (Aska Baran) hatten, waren wir von Avsallar sofort eingenommen. Das Städtchen Avsallar entpuppte sich als quirliger, aber noch nicht überlaufener Ferienort. Vom Massentourismus wie in Side, Kemer oder Alanya spürten wir nichts, obwohl schon viele, auch große Hotels den Strand säumten. Und es war vergnüglich, diesen Ort und natürlich seine landschaftlich reizvolle Umgebung zu erwandern und zu “erfahren”.
Die beste Reisezeit ist Ende März bis Mitte Juni. Dann folgt die große Hitze- (bis weit über 40° C) sowie die Urlauberwelle aus Osteuropa. Und ab Mitte September bis Anfang November sind nicht nur die Temperaturen für uns Mitteleuropäer wieder erträglich. Daher ist der Oktober auch der stärkste “deutsche” Monat.
Im Frühjahr ist das Meer zwar noch recht kühl (etwa 18 bis 20° C), aber das ist für Nordseeurlauber ja gerade richtig! Ich bevorzuge im Frühjahr allerdings ein Hotel mit Innenpool.
Im Herbst dagegen (bis weit in den November hinein) läßt sich im “Akdeniz” (bei noch bis zu 26° C Wassertemperatur) herrlich schwimmen. Auch wenn es aufgrund der ersten “Herbststürme” - selbst in weiter Entfernung - mal zu stärkerer Dünung kommen kann.
Und schau dich ruhig mal in den Ortschaften um. Shoppen, in einem Lokal einkehren, spazieren gehen, mit den Einheimischen Kontakt aufnehmen - das erweitert deinen Horizont.
Und wem es in den Hotelanlagen zu langweilig wird, hat selbstverständlich genügend Möglichkeiten, das Umland zu erkunden. Meine Tips für eigenständige Touren:

- eine, bzw. mehrere Tagestouren durch das Gebirge hinter Avsallar und Alanya
- ganz toll eine Tour bis nach Taskent - traumhafte, ständig wechselnde Landschaften
- oder über Anamur nach Ermenek - faszinierend und sehenswert
- eine Fahrt nach Selge, entlang des Köprü cayi (Köprülü Milli Parki)
- eine Tagestour zum “Green Canyon” und die umliegenden Dörfer
- eine Tour zum Dim cayi (Forelle essen und die Dim Höhle besichtigen) und zum neuen Dim-Stausee
- und weiter nach Alacami, um zur Dim-Quelle zu wandern
- auch eine Tour zur Tinaz Tepe Höhle, verbunden mit
- einem Besuch der Sesam-Wassermühle bei Murtici ist ein Erlebnis
- oder eine Fahrt zum Rast- und Picknickplatz am Arkicca-Wasserfall und auf der Rücktour
- die Karawanserei Alara Han nebst Alara Kale (Burg) besuchen, für eine Tagesfahrt zu wenig, aber unbedingt sehenswert. Für die Besteigung des Burgberges solltest du mind. 2 Std. einplanen. Danach schmeckt die Forelle aus dem Alara Fluß, die du am Fuße des Berges serviert bekommst, noch mal so gut.

Schau halt unter die Rubrik “Touren”. Dort habe ich eine Vielzahl von Ausflügen beschrieben. Und ich bin sicher, daß die Lektüre dieser Unternehmungen den Forschergeist in dir weckt. Und du wirst nicht enttäuscht sein - das verspreche ich dir!

Allerdings solltest du nicht ganz auf die örtlichen Reisebüros verzichten. Deren Angebotspalette ist umfangreich und erheblich preiswerter als bei “unseren” Reiseveranstaltern. Einige dieser Touren und Veranstaltungen habe ich unter “Avsallar” aufgelistet.

Du kannst deshalb nicht darauf verzichten, weil einige Unternehmungen über diese “Reisebüros” erheblicher günstiger ausfallen, als wenn du allein “losbretterst” ( z.B. Kappadokien: für 2 Personen ca. 100 EUR oder nach Denizli (Pamukkale) für 35 EUR p.P. plus Nebenkosten). Versuch das mal mit einem gemieteten Pkw zu realisieren). Und in Ermangelung vernünftiger Strassenkarten und ausreichender sachlicher Informationen bist du mit einem kundigen “Führer” besser bedient. Denn ohne diesen Begleiter wirst du vieles nicht sehen (manche Dinge abseits der Route werden dir aber leider trotz Führer aus Bequemlichkeit vorenthalten). Aber du siehst die wichtigsten Orte und lernst deren Bedeutung und Geschichte kennen.

© Heinz-Ulrich Hartung                                                 letzte Überarbeitung: 30.04.2017