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Incekum Su (ehemals Aska Baran)  Homepage

Panoramabild 5

Es war März 2006, kurz nach Mitternacht, als ich das Hotel betrat. Mein Zimmer lag im 4. Stock. Mit der Magnetkarte öffnete der „Kapıcı“ (Portier) die Tür zu 403 und schob sie danach in den Kontakt, der unsere Beleuchtung aktivieren sollte. Dann ließ er mich allein. Ich begutachtete das Zimmer. Es war ausreichend groß. Und wenn ich die beiden Einzelbetten zusammenschob, würde es noch geräumiger aussehen. Auch das Bad mit Badewanne war sauber und großzügig bemessen. Aber bevor ich den Koffer auspackte, öffneten ich die Tür zum Balkon und trat hinaus. Keine 40 Meter vor mir befand sich die Hauptverkehrsstrasse nach Alanya. Hell erleuchtet und laut. Das war es nicht! Wie sollte ich hier bei geöffnetem Fenster schlafen können? Ich machte auf den Hacken kehrt und fuhr nach unten, um mir ein anderes Zimmer zuweisen zu lassen. Es gelang mir auch ohne Probleme. Jetzt bezog ich das Zimmer 513 auf der anderen Hausseite im 5. Stock. Es lag auch nicht im vorderen Teil, zur Strasse hin, sondern in dem Flügel, der zum Strand zeigte. Leider war der eingebaute Kleiderschrank nicht sehr groß, bzw. es fehlte an Ablageflächen. Für einen mehrwöchigen Urlaub war hier nur sehr schwer die notwendige Bekleidung unterzubringen.
Das Restaurant: Im linken Bereich standen die kleinen Tische mit jeweils vier bis sechs Polsterstühlen. Rechts das kalte Buffet. Dahinter die Warmhalteschalen. Und noch weiter hinten war ein Koch damit beschäftigt „Lahmacun“, die kleinen gefüllten Teigschiffchen, zuzubereiten. Unmittelbar daneben die Brotbar mit „Ekmek“ und Weizenbrötchen. Das „Süße Buffet“, welches für ein Hotel dieser Größenordnung recht üppig bestückt war, befand sich am Ausgang zur überdachten Terrasse.
Im seitlichen Gartenteil befand sich eine Minigolfanlage mit 5 Löchern, die aber mal gründlich überholt werden müßte und ein größeres, offenes Gartenhaus, welches bereits mit Mobiliar bestückt war. Daran schloß sich ein kleines, dreistöckiges Nebengebäude (die “Villa”) mit 36 Zimmern an. Rechter Hand befand sich der Pool (vor der Überdachung des Innenpools) mit ausreichend Stellfläche für die Liegen. Vor dem Nebengebäude, zum Meer hin befand sich die Poolbar mit mehreren, teilweise beschatteten Sitzgruppen. Zum Strand mußte ich ein paar Stufen hinabgehen. Der Sandstrand war nicht sehr breit. Höchstens 20 Meter. Aber für zwei bis drei Reihen Liegestühle reichte es allemal. Linker Hand, neben unserem Strandabschnitt, stand ein weißer Container, in welchem ein Masseur (bis 2009) seine Dienste anbot. Der feine Sandstrand verlief sich nach etwa 150 Meter an einer aufgeschütteten Mole, die ins Meer hinaus ragte und deren Ende sich leicht zum Ufer hin krümmte. Dadurch bildete sich ein kleines Hafenbecken, in dem mehrere Fischer- und Ausflugsboote lagen.
Vom Strand aus betrachtet gab es auf der linken Seite eine Wiese mit “Sportgeräten” und einen kleinen Kinderspielplatz, dahinter, etwas erhöht, der Pool mit den Liegen und Sonnenschirmen. Hinten links die Schwimmhalle, direkt neben dem Eingang zum Basisgeschoß, durch den man auch zu Hamam, Frisör, Shop und Tagungsräumen gelangte. Darüber die Terrasse und das Restaurant. Und über dem Ganzen erhob sich das gelbe Bettenhaus mit seinen sechs Stockwerken (inkl. Dachgeschoß).

Fazit:
Dieses Hotel ist für Leute, die es gern ruhig haben, sehr zu empfehlen! Und es hat zurecht die vier Sterne!
Lage:
Direkt gegenüber von Avsallar. Am eigenen Sandstrand.
Gäste: sehr viele Stammgäste (älteres Publikum) aus Deutschland und deutschsprachigem Westeuropa. Dieses Hotel ist nicht unbedingt jüngerem Publikum zu empfehlen. Wenig Osteuropäer!
Zimmer und Zimmerservice: sehr gut. Safe im Wandschrank (2 EUR/Tag)
Restauration: selbst für ein 4-Sterne-Domizil üppig
Sportmöglichkeiten: Fitnessraum, Tischtennis, Poolbillard, Wassersport am Strand (Fremdanbieter)
Strand: schmaler, mit feinem Sand ausgestatteter Strandabschnitt, der sanft ins Meer abfällt. Wer allerdings weiter hinausschwimmt sollte aufpassen - es gibt auf der linken Seite einige felsige Untiefen.
Wellness: schönes Hamam, Hallenbad, Sauna
Unterhaltung: ein nicht aufdringliche Animation, Wassergymnastik, Darts, Tischtennis, Beachvolleyball, Boule und andere unaufgeregte Beschäftigungen anbot. Jeden Abend gab es Unterhaltung: auch mal Disco oder eine “Künstlergruppe” von außerhalb. Die Lobbybar (bis 24 Uhr) war immer gut besucht
Sprachkenntnisse des Personals: ausreichend bis gut
Service: immer freundlich, humorvoll, aufmerksam und hilfsbereit. Fast schon “Betreutes Wohnen”. Stammgäste erwartet besonders aufmerksamer Service (ab 3. Besuch).
Anmerkung: Wer bei geschlossener Tür schlafen kann, dem wird die Nähe zur D400 nicht viel ausmachen. In den dem Meer zugewandten Zimmern, bzw. etwas von der Straße entfernten Räumen (x08 bis x15) ist dagegen ruhiger.
Auch die Zimmer in den Nebengebäuden sind angenehm ruhig.

Im April 2008 war ich wieder im Aska Baran und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Das mir zugewiesene (im Dachgeschoß gelegene, mit vielen Schrägen versehene) Zimmer (617) wurde am nächsten Tag anstandslos getauscht. Ich bezog das Zimmer 309 (mit herrlichem Meerblick). Auch ansonsten habe ich mich in diesem Urlaub wieder “sauwohl” gefühlt. Meiner Meinung nach war es sogar noch besser als im März 2006.

Im Oktober/November 2009 bin ich erneut im Aska Baran abgestiegen. Mitten in der Nacht angekommen, mußte ich erst einmal intervenieren, um ein “ruhiges” Zimmer zu erhalten (511). Jetzt bereits als “Stammgast” (andersfarbiges Armband). Am Hotel gab es wieder einmal nichts auszusetzen.

Im April 2011 war ich wiederum im Aska Baran. Und wieder hatte ich nichts zu bemängeln. Untergebracht wurde ich in der “Villa”. Denn ich hatten per Internet “Gartenblick” gebucht und das war lt. Katalogsprache eigentlich ein Zimmer in den neu dazugekommenen kleinen Häusern der ehemaligen **-“Yuvam App.” Das hatte ich mir aber so nicht gedacht. Mit dem Zimmer im EG der Villa war ich dann aber zufrieden. Auch weil weit ab von der Baustelle des “Özkaymak Select”.

Nach gründlicher und notwendiger Renovierung durch die neuen Besitzer wurde dieses Haus 2014 als “Incekum Su” wiedereröffnet.
Der Charakter als Hotel mit vielen Stammgästen blieb nicht nur erhalten, sondern wurde auch vom neuen Eigentümer gefördert, was sich auch auf facebook, in der Gruppe “Hotel Incekum-Su” dokumentiert.
Im Winter 2014/15 wurden ebenfalls die Zimmer in den Nebengebäuden (sowie der Poolbereich) modernisiert, sodaß für die neue Saison 152 komfortable Zimmer zur Verfügung stehen.


https://www.youtube.com/watch?v=8VO4Ocq-ink

Im Oktober 2015 war ich endlich mal im Incekum Su. Und dieser Besuch hat sich wirklich gelohnt. War ich schon im Baran zufrieden, so hat mich der Service unter dem neuen Besitzerpaar endgültig überzeugt. Viele ehemalige (Baran-)Gäste sind dem Haus treu geblieben. Verträge wurden und werden nur mit westeuropäischen Reiseveranstaltern geschlossen!
 

© Heinz-Ulrich Hartung                         letzte Überarbeitung: 07.12.2015