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Ferienregion Kemer - Berge, Meer und Osteuropa

Lage: Südtürkei / Riviera / Lykien
Zeitzone: MEZ + 1 Stunde
Flugzeit: Frankfurt-Antalya ca. 3 Stunden 20 Minuten
Transfer: Kemer ca. 40 min
Die beste Reisezeit: April bis Juni und September / Oktober. Wer im Juli oder August dort Urlaub macht, darf sich über die Hitze und den hohen Anteil von Osteuropäern nicht beklagen.

Kemer ist ein Badeort an der so genannten „Türkischen Riviera“ und liegt etwa 45 km von Antalya entfernt im historischen Lykien und ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Bezirks.
Dieser Ort wird heute fast ausschließlich durch den Tourismus geprägt.
An der Küste von Kemer reichen an vielen Stellen die Felsen des bis zu 3000 Meter aufsteigenden Taurus - Gebirge bis ans Meer heran. Das ist zwar landschaftlich reizvoll, aber leider versinkt die Sonne in den Herbst- und Frühjahrsmonaten schon sehr früh hinter den Bergen.
Das ist sicherlich auch der Grund, weshalb die Pauschalangebote zu diesen Zeiten die günstigsten sind.
Feinsandige Strände findet man in Kemer kaum. Statt dessen dominiert ein Strand mit groben Kieseln und teilweise auch felsigen Stellen im Wasser, der sich bis in die nördliche Region (Göynük, Beldibi) fortsetzt. Sandstrände finden sich südlich von Kemer (Kiris, Camyuva, Tekirova).

In der Antike hieß der Ort Idyros und befand sich etwas südwestlich des heutigen Stadtzentrums (einige Ruinen, z. B. die der Basilika sind noch unter dem Gestrüpp auszumachen). Leider ist die Stadtverwaltung nicht willens, dieses Kulturdenkmal touristisch zu erschließen!
Um 1910 hieß Kemer noch Eski Köy (dt. das alte Dorf) und war durch eine Sumpflandschaft mit Seen umgeben, die durch die Schmelzwasser des Gebirges entstanden sind. Die damaligen Bewohner erbauten in den Ausläufern des Gebirges eine 23 km lange Mauer aus Steinen, um sich vor den Überflutungen zu schützen. Wegen dieser Mauer wurde Eski Köy auf Kemer (dt. Bogen oder Gürtel) umbenannt.
Der ursprüngliche Hafen befand (und befindet) sich an der Bucht des “Moonlight-Strandes”, zu Füssen des Yörük- Park. Der Yachthafen (Marina) entstand erst mit dem Ausbau der Stadt zum Ferienort.
Bis in die 60er Jahre war Kemer nur über den Seeweg zu erreichen. Nach 1980 wurde Kemer mit einer Landstrasse angebunden und bekam von einer UNO - Organisation genügend Geld, um von einem traditionellen Fischerdorf zu einer ausschließlich auf Tourismus ausgerichteten Stadt ausgebaut zu werden.
Es besteht eine Partnerschaft mit Schwabach bei Nürnberg.

Urlaubsorte im Bereich Kemer: (Reihenfolge von Antalya kommend)
Beldibi
liegt zwischen Kemer und Antalya - ca. 15 km nach Antalya und 20 km nach Kemer. Zu beiden Orten bestehen Dolmus-Verbindungen. Auch wenn sich in diesem langgestreckten Ort inzwischen verschiedene Lokale und kleine Shops angesiedelt haben, so beschränkt sich das Sport- und Unterhaltungsangebot doch in erster Linie auf die Hotels. Der Strand besteht aus groben bis sehr groben Kieselsteinen und wurde in 2009 zu einem der schlechtesten Stände der Welt gekürt. Der größte Hotelkomplex  mit über 400.000 m² ist das hochklassige “Sun Gate Port Resort”.
Göynük 
Vor dem imposanten Panorama des Taurus-Gebirges erstrecken sich weite Buchten mit Kieselstränden. Weitläufige, in die Natur eingebettete Club- und Hotelanlagen säumen diesen Küstenabschnitt. Nach Kemer (ca.7 km) bestehen sehr gute Dolmusverbindungen. Erlebnisreich der Wochenmarkt und eine Wanderung in die Göynük - Schlucht. Es entstehen ständig neue und imposante Hotelanlagen welche das ursprünglich reizvolle Dorf zu einem Retorten-Ort verkommen lassen.
Kemer
ist der am besten ausgebaute Urlaubsort in dieser Region mit Hotelanlagen aller Klassifizierungen. Shops, Bekleidungs- und Schmuckgeschäfte säumen die Strassen und Fußgängerzonen. Es gibt mehrere Diskotheken, Bars und Restaurants sowie ein empfehlenswertes Hamam im Ortszentrum. Vom “Marina” starten die Gulets zu den “Blauen Reisen”.
Kiris
ca. 6 km von Kemer entfernt, getrennt durch den “Hausberg” von Kemer - den mit den Funkmasten -, besteht dieser Ort fast ausschließlich aus (sehr schönen) Hotelanlagen, welche an feinen Kieselstränden liegen. Mit dem Dolmus ist Kemer gut zu erreichen. Man kann aber auch zu Fuß nach Camyuva wandern, da dieser Ort etwas mehr zu bieten hat.
Camyuva
ist ca. 8 km von Kemer entfernt. Auch hier bilden das Taurus-Gebirge und das endlos scheinende Meer eine eindrucksvolle Kulisse. Lange, feine Kieselstrände bestimmen das Bild. Hier sind in vergangener Zeit einige Bars und Restaurants entstanden. Auch gute Einkaufsmöglichkeiten sind gegeben. Für heftige Unterhaltung und zum Großeinkauf fährt man besser nach Kemer.
Tekirova
Dieser Ort ist berühmt für seinen schönen, breiten und teilweise flach abfallenden Strand an diesem Küstenabschnitt. Dem vorgelagert sind die "Drei Inseln", ein beliebter Zielort für Taucher und Yachttouren. Im kleinen Zentrum gibt es Geschäfte und Restaurants - mehr Abwechslung findet man allerdings im 20 km entfernten Kemer.

Lohnende Ausflugsziele und Aktivitäten im Bereich Kemer:
Phaselis, Olympos, Strand von Cirali, brennende Steine von Chimaera, Tahtali, Termessos, Antalya, Wanderung durch die Kuzdere- und Göynük-Schlucht, Jeep-Safari, eine Tour nach Kas (über Demre/Nikolaus)

Wir waren in den Jahren 2002 bis 2005 in diesem Feriengebiet. Und hatten dabei die Häuser Majesty Kemer Beach, Lukullus, Golden Lotus (alle in Kemer), Palm Beach (Beldibi), Elize und Pine House (Camyuva) gebucht.
Nicht zufrieden war ich mit dem Lukullus und dem Palm Beach. Aber das “Golden Lotus” (hier die Homepage) in Kemer und das in Camyuva gelegene “Pine House” (hier die Homepage) sind mir - nicht nur wegen der mir angenehmen Größe - in sehr guter Erinnerung geblieben. Beide Häuser kann ich ohne Einschränkung weiterempfehlen.

© Heinz-Ulrich Hartung                         letzte Überarbeitung: 07.12.2015