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Türkeinachrichten

Dalyan, Januar 2015
Wieder ein Stück Paradies abhanden gekommenIztuzu-klein

Iztuzu Beach in Mugla steht bei der Listung der weltbesten Strände immer ganz oben.
Jetzt ist es wieder einmal soweit. Der Strand gefiel einem Unternehmer, der die entsprechenden Beziehungen hatte so gut, dass sie über eine Ausschreibung auf 49 Jahre an ihn verpachtet wurde.
Jetzt fliegen die Gerichtsentscheide hin und her. Am Ende, auch wenn es lange dauern sollte, wird dort ein Hotel stehen und der Strand nicht mehr öffentlich sein.
WWF verfolgt die Entwicklung ebenfalls, zumal der Strand auch der Lebensraum der Caretta-Caretta Schildkröten ist.

Ankara/Berlin, November 2014
Türkei-Urlauber aufgepasst!!!

Touristen
Ab dem 01.01.2015 brauchen deutsche Touristen, die in die Türkei reisen (Erwachsene UND Kinder), jeweils eigene Reisepapiere (Personalausweis oder Reisepass) die NOCH MINDESTENS 6 MONATE nach Einreise gültig sind.
Das ist neu, also bitte prüft, wie vor jeder Reise, unbedingt rechtzeitig die Gültigkeit eurer Pässe/Ausweise und die aktuellen Einreisebedingungen!

Istanbul, November 2014
Eurasia-Tunnel in Istanbul wird schneller fertig als geplant

Eurasia-TunnelEurasia-Tunnel 2Die Bauarbeiten zum Autobahntunnel zwischen Istanbuls europäischer und asiatischer Seite, deren Beendigung ursprünglich für August 2017 anvisiert war, werden voraussichtlich bereits zum Ende 2016 abgeschlossen werden können. Dies teilte Transportminister Lütfi Elvan während einer Baustellenbegehung am 28. Oktober mit.
Auf diesem Wege solle die angespannte Verkehrssituation in Istanbul entschärft werden. Das Verkehrsaufkommen in Istanbul ist seit 1990 um 70% angestiegen, die Infrastruktur konnte damit nicht Schritt halten. Nun sollen die dritte Bosporusbrücke und der Eurasia-Tunnel Erleichterung schaffen. Dieser soll 5,4 Kilometer lang sein, von denen 3,34 unterirdisch verlaufen werden. (Quelle: dtj)

Istanbul, September 2013
Türkei eröffnet Eisenbahntunnel unter dem Bosporus

Marmaray
Das auf dem Grund der Meerenge verankerte Bauwerk verbindet laut dpa die europäische und die asiatische Seite der Millionenmetropole Istanbul.
Im Zwei-Minuten-Takt verkehrende S-Bahnen sollen stündlich bis zu 75.000 Menschen befördern können, erklären die Betreiber. Von 2015 an sollen auch Züge im Fernverkehr durch den Bosporustunnel fahren.
Mit dem Bau der Strecke war 2004 begonnen worden. Das als „Marmaray“ bezeichnete Projekt zählt wegen des technischen Aufwandes zu den weltweit größten Infrastrukturprojekten.
Auf Drängen von Ministerpräsident Erdoğan wurde die feierliche Eröffnung des Tunnels trotz erheblicher Mängel vorverlegt. Von Kritikern wurde Erdoğan vorgeworfen, vom Nationalfeiertag (29.10), den die “Kemalisten” im Überschwang feiern, ablenken zu wollen.
Während der ersten beiden Wochen soll die Nutzung der S-Bahn kostenfrei bleiben.
Die Türkische Kammer der Maschinenbauingenieure TMMOB kritisiert das Projekt heftig wegen der zu frühen Einweihung, da auf dringend notwendige Sicherheitseinrichtungen und –vorkehrungen verzichtet wurde, und sagt eine Katastrophe mit dem Verlust einer hohen Zahl von Menschenleben voraus.
Bestätigt wurde diese Einschätzung durch eine auf halber Strecke liegengebliebene S-Bahn. Menschen kamen zwar nicht zu Schaden, aber die Passagiere mußten zu Fuß den Rest der Strecke bewältigen.

Bodrum, September 2013
Jetzt kommt die Abrißbirne über die Urlaubsorte
Mit der zu Ende gehenden Sommersaison rücken an manchen Teilen der türkischen Sonnenküsten die Bagger und Abrißbirnen an. Wie türkische Medien meldeten, begann in der Umgebung von Bodrum an der Ägäisküste der Abriß von illegal gebauten Hotels und Feriensiedlungen.
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Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hatte laut sda im Sommer den Abriß der Schwarzbauten angeordnet, die Teile der malerischen Küste um Bodrum verschandeln.
Teile eines Hotels in Göltürkbükü bei Bodrum machten bei der Abrißaktion den Anfang. Weitere 16 Ferienanlagen seien geschlossen und amtlich versiegelt worden, berichtete die Zeitung „Zaman“.
Das Bauministerium in Ankara wolle die Aktion aber nicht auf die Region um Bodrum begrenzen, sondern nehme auch Küstenabschnitte bei Izmir an der Ägäis und im südtürkischen Urlaubsort Antalya unter die Lupe.
An der Schwarzmeerküste sollen demnach ebenfalls illegale Bauten abgerissen werden. Türkische Küstenstädte sind in den vergangenen Jahren explosionsartig gewachsen. Dabei wurden umfangreiche Küstenabschnitte zubetoniert - offenbar nicht immer legal.

Türkei, September 2013
Einschränkungen beim Alkoholverkauf ab 9.9.2013 in Kraft

alkohol_245xNeben dem Verbot des Verkaufs von Alkohol in der Nacht zwischen 22:00 und 06:00 Uhr früh wird auch die Werbung für Alkohol deutlich eingeschränkt. Auch dürfen alkoholische Getränke in den Geschäften nicht mehr so positioniert werden, daß man sie von außerhalb sehen kann.
Restaurants und Hotels sind von dem Verbot, Alkohol nach 22:00 Uhr zu verkaufen, ausgenommen, sie dürfen Alkoholika auch nachts ausschenken.
Verboten wurde nicht nur die Werbung für Alkohol, sondern auch von Alkoholherstellern gesponserte Veranstaltungen. Deshalb ist eines der wichtigsten Open-Air-Festivals der Türkei, das bisher von Efes Pilsen finanziert wurde, bereits eingestellt worden.
In einem Land, in dem traditionell ein alkoholisches Nationalgetränk, der „Rakı“ getrunken wird, und in dem dennoch nur geringe Probleme mit Alkoholismus herrschen, weisen die neuen Restriktionen des Alkoholverkaufs darauf hin, daß es sich hierbei eher um eine ideologisch begründete Maßnahme aus der islamistischen Ecke handelt.

Istanbul, August 2013
Historischer Basar droht einzustürzen
Er gilt als das pulsierende Herz des historischen Istanbul, für Touristen ist er ein Muß: Der Große Basar (Kapalı Çarşı). Mit seinen verschlungenen Ladenstraßen, den unzähligen Geschäften, in denen feilschende Händler von antiken Möbeln über Textilien und Gewürze bis hin zu Gold- und Silberschmuck alles anpreisen und die staunenden Touristen mit einem heißen Çay oder einem „Good price, good price“ zum Kauf überreden wollen, versprüht der Große Basar ein überwältigendes orientalisches Flair.
Großer BasarSeit 2009 unterzieht die Istanbuler Stadtverwaltung den historischen Großen Bazar einer Generalrestauration. Dabei wurde nun festgestellt, daß viele Ladenbesitzer durch illegale, selbst durchgeführte Bauarbeiten die Stabilität der Baustruktur des Bazars massiv beeinträchtigt haben.
Insgesamt sollen 135 Läden durch Wanddurchbrüche im Basar illegal erweitert worden sein, in 242 Fällen wurden in teils tragende Wände Löcher gehauen, um Abstellkammern oder zusätzliche Arbeitsflächen zu schaffen. In 926 Geschäften wurde die Ladenfläche durch das Aushöhlen oder die Verdünnung der Wände vergrößert und in 52 Fällen wurden illegal Keller unter den Läden errichtet und Stahlbalken aufgestellt. Durch diese oft unprofessionellen illegalen Arbeiten droht der berühmte Basar der Zeitung zufolge in jedem Moment zusammenzubrechen. (Quelle: Zaman)

Alle Regionen, Mai 2013
Residenten aufgepaßt - Führerschein muß nicht umgeschrieben werden
FS1001
Auf Anfrage teilte die Verkehrsbehörde in Antalya mit, daß Residenten ihren deutschen Führerschein nicht mehr umschreiben lassen müssen. Es reicht aus, wenn sie eine notariell beglaubigte Übersetzung ihres detschen Führerscheines mitführen.
Für Kurz- oder Langzeiturlauuber (bis 90 Tage) wird weiterhin die amtliche deutsche Fahrerlaubnis anerkannt. (Quelle: Mike Michels)

Alle Regionen, Mai 2013
Alkohol und Rauchen am Steuer in Türkei verboten

Null Promille galten in der Türkei für das Autofahren schon lange. Ein Verstoß dagegen kostet 700 TL. Nun ist auch das Rauchen am Steuer ab sofort verboten.Rauchen_verb
Das umstrittene neue „Alkoholgesetz“ der Türkei ist vom Parlament in abgeänderter Form verabschiedet worden. Nun führt es im Gegensatz zu den Bestimmungen einer ersten Fassung nicht dazu, daß Urlauber in Hotels auf alkoholische Getränke verzichten müssen.
Die Strafen für das Fahren unter Alkoholeinfluß ist indessen erheblich erhöht worden: Auch ohne Unfall genügt ein Wert über 0,0 Promille bereits für eine empfindliche Ordnungsstrafe in Höhe von 700 TL, umgerechnet ca. 300 Euro.
Aber auch Rauchern wird es in der Türkei immer schwerer gemacht. Urlauber, die sich einem Mietwagen leisten oder gar mit dem eigenen Auto in die Türkei einreisen, sollten daher aufpassen: Ab sofort steht auch das Rauchen am Steuer eines Fahrzeugs unter Strafe.
Beachtet werden sollte dabei, daß in der Türkei auch tabak- und nikotinfreie E-Zigaretten als verbotene Tabakwaren gewertet werden.

Istanbul, Mai 2013
Ab 15. Mai gilt eine ‘Moscheebesuchs-Einheitsbekleidung’ für FrauenMoschee-Uniform

Wie die türkische Onlineportal „TurizmGüncel“ berichtet, werden Frauen, die eine der berühmten Moscheen Istanbuls (z.B. „Blaue Moschee“ oder „Süleymaniye Moschee“) besuchen wollen, ab dem 15. Mai 2013 eine Art Einheitsbekleidung anlegen müssen, bevor sie in das Gebäude gelassen werden.
Dieses, in Zusammenarbeit vom Amt des Muftis, dem Amt für Kultur und Tourismus sowie der Kammer der Reiseführer Istanbul entwickelten Einheitskleidungsstück zur züchtigen „Bedeckung“ des Körpers soll Frauen der Zugang zu den wichtigen historischen Moscheen der Stadt ermöglichen. Bisher war dies bereits mit Anlegen eines Kopftuchs und Verwendung eigener Kleidungsstücke möglich, die auch Arme und Beine bedeckten.
Die Präsentation der aufgezwungenen Bekleidung zeigt, daß es sich um ein Kleidungsstück handeln, in dem man sich ähnlich wie einer Perserin im Tschador fühlt: „Das Kleidungsstück, daß den Körper inklusive der Arme von Kopf bis Fuß bedeckt, weist auch eine Art Kapuze auf, die als Kopftuch dienen soll,“ heißt es in dem Bericht. Dieser „Blickschutzmantel“ wird in den Farben beige, weiß, lila, türkis und schwarz zur Verfügung gestellt.

Kaş, Mai 2013
Sieg für den Tierschutz: Delphinarium in Kaş geschlossen
Das Schicksal zweier in Gefangenschaft lebender Delphine in einer Anlage in Kaş hatte Tierschützer auf den Plan gerufen. So, wie die Tiere dort behandelt würden, darin war man sich einig, konnte es nicht weiter gehen. Schritt für Schritt werde die Anlage nun demontiert. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.
Zyunusuvor waren die beiden Meeressäuger eigentlich aus Bodrum nach Kaş verfrachtet worden, um sich hier zu erholen. Tatsächlich, so das Blatt weiter, wurden sie hier jedoch für Showzwecke eingesetzt.
Unter der Federführung des über die Petitions-Webseite Change.org gegen den Park in Kaş gesammelt. Die Anlage hat bereits heftige Reaktionen und Proteste in der Türkei und auf der ganzen Welt geerntet. renommierten türkischen Schriftstellers Buket Uzuner wurden darauf hin 20.000 Unterschriften Bereits zweimal wurde sie geschlossen, weil sie ohne Lizenz Publikum hinein ließ.
In Kaş ist die Sache nun offenbar ausgestanden. Doch die Sorge um die Tiere bleibt. Vor wenigen Tagen, am 25. April, wurden die zwei Delphine nun in das „Moonlight Delphinarium“ in Kemer gebracht. Dort sollen sie nun von einem Tierarzt in Augenschein und unter speziellen gesetzlichen Schutz genommen werden. (Quelle:DTN)

Istanbul, April 2013
Bau der zweitgrößten Hängebrücke der Welt begonnen
Izmitbrücke
Wie der deutschsprachige Nachrichtenservice des türkischen staatlichen Fernsehsenders TRT meldet, hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan am Wochenende den Grundstein für den Bau der zweitgrößten Hängebrücke der Welt gelegt.
Die fast drei Kilometer lange Hängebrücke (Avsallar Post berichtete bereits Sept. 2010 darüber) wird den Golf von Izmit östlich von Istanbul an seiner engsten Stelle bei Altınova überspannen und ist Teil eines Autobahnprojekts, mit dem die Strecke zwischen Istanbul und Izmir auf 433 Kilometer und eine Fahrzeit von 3,5 Stunden verkürzt wird.
Der Teilabschnitt Istan
bul-Bursa soll bis 2015 fertiggestellt werden.

Gümüşlük, März 2013
Ex-Kanzler Schröder wird „Türke“
Bodrum Schröder
Wie die türkische
„Stargazete“ meldet, soll sich Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder eine Villa im Ferienort Gümüşlük unweit des als türkisches „St. Tropez“ bekannten Bodrum auf der gleichnamigen Halbinsel im Südwesten der Türkei gekauft haben.
Gleichzeitig soll Schröder, der von Journalisten beim Fisch-Essen in einem Lokal in Gümüşlük „erwischt“ wur
de, gesagt haben, er plane, einen großen Teil des Jahres in Bodrum zu verbringen.
Schröder soll während eines einwöchentlichen Urlaubs in Bodrum eine Luxusvilla mit eigenem Swimmingpool für ca. 300.000 Euro erstanden haben. Die Villa liegt in der sogenannt
en „Feriensiedlung Berggruen“, die von dem Schweizer Unternehmen Berggruen in Partnerschaft mit Pamir-Soyuer A.Ş. 2008 angelegt wurde und deren 40, vornehmlich von Schweizern und Deutschen bewohnten Villen einen Blick auf das Meer und die einst zwischen der Türkei und Griechenland umstrittenen Insel Kardak bieten.

Alle Regionen, März 2013
Schon bald 6 Monate Aufenthalt?

NeubauDie türkische Regierung plant die Aufenthaltserlaubnis für Ausländer in der Türkei auf bis zu ein Jahr zu erweitern. Angekurbelt werden soll dadurch der Verkauf von Immobilien. Der Bauunternehmer Ali Ağaoğlu plädiert sogar für eine Aufenthaltsdauer für Ausländer von zehn Jahren.
In den vergangenen Jahren wurde in der Türkei unaufhörlich gebaut. Die Immobilienpreise stiegen rasant. Nun will die türkische Regierung ausländische Käufer in die Türkei locken. Der Minister für Umwelt und Städtebau, Erdoğan Bayraktar, sagt, daß die Regierung plane, ausländischen Käufern künftig eine Aufenthaltserlaubnis zwischen sechs und zwölf Monaten zu geben. „Wir erarbeiten derzeit eine Gesetzesvorlage“, zitiert die Hürriyet auch Vizepremier Ali Babacan auf der weltweit größten Immobilien-Messe in Cannes.
Der Vorsitzende des Unternehmens Ağaoğlu Şirketler Grubu, Ali Ağaoğlu, meint, daß die Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung sich sogar auf zehn Jahre erstrecken müsse. Das müsse insbesondere für diejenigen gelten, die sich dauerhaft in der Türkei aufhalten oder Leben möchten.
Zu erwähnen ist hier, dass die schnell und konstant ansteigende Überbewertung von Immobilien in der gesamten Türkei zu einer landesweiten Krise führen könnte. (Quelle: DTN)

Alle Regionen, März 2013
Mallorca und Türkische Riviera spalten Deutschland
wohin fliegt D
Deutschland ist zweigeteilt. In den Städten auf einer Linie zwischen Mainz und Bremen wird am liebsten Mallorca gebucht. Der Rest der Republik bevorzugt die Türkische Riviera.
Dies ergab eine Untersuchung des Reiseportals Holidaycheck.de, das mehr als 149.000 Buchungen aus den Städten ausgewertet hat.
Die Studie zeigt ein überraschendes Bild. Wie an einer Perlenschnur aufgefädelt liegen die Mallorca-Fans beieinander. Mainz, Saarbrücken, Koblenz, Bonn, Köln, Düsseldorf und über Essen, Bochum, Dortmund, Münster, Osnabrück, Oldenburg nach Bremen. Neben dieser Linie wird bevorzugt die Türkische Riviera gebucht. So wie auch ganz im Westen in Aachen, Neuss und Moers und weiter nördlich in Duisburg, Oberhausen und Recklinghausen.
Auffallend sind zwei Ausnahmen. Freiburg und Stuttgart. Während im ganzen Rest Deutschlands sowie in Wien und in den Schweizer Städten Winthertur und Zürich zuallererst Ziele an der Türkischen Riviera gebucht werden, bevorzugen die Menschen in den beiden baden-württembergischen Städten der Deutschen Lieblingsinsel Mallorca. (Quelle: tourexpi)

Kappadokien, Februar 2013
Merkel von Kappadokien begeistert
Wie das türkische Tourismusportal “Turizm Güncel” berichtet, wurde die deutsche Bundeskanzlerin in einem der zentralen Orte Kappadokiens, Ürgüp, durch einen Heißluftballon des türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus mit der Aufschrift “Willkommen” begrüßt.
Merkel-KappadokienMerkel sagte während ihres Besuchs in der Landschaft der Feenkamine und Höhlenklöster: “Ich wollte, ich hätte mehr Zeit und könnte länger in Kappadokien bleiben und auch andere Orte in der Türkei besuchen. Kappadokien hat mich sehr begeistert.”
Atilla Nilgün, der Merkel als professioneller Reiseleiter betreute, sagte Turizm Güncel:
“Die Bundeskanzlerin hat ... sich das Freiluftmuseum Göreme angesehen. Dort gibt es eine ganze Reihe von Kirchen, von denen wir die Karanlik Kilise besuchten, dann gingen wir zur Kirche mit der Schnalle weiter. Dort gab es ein Treffen mit Journalisten. Man fuhr über Zelve nach Ürgüp, und durch Nevcehir hindurch nach Gülsehir. Dort besuchten wir die Johannes-Kirche. Dann endete die kleine Tour auf dem Flughafen. Ich habe der Kanzlerin eine Karte der Türkei überreicht, die die Sehenswürdigkeiten zeigt. Sie hat sich bei mir nach Antiochien, Adana und Mardin erkundigt. Ihr zweiter Vorname lautet Dorothea, und das sei eine Heilige, die in Kayseri lebte, sagte sie mir. Ich habe ihr die Lebensgeschichte der Heiligen erzählt, was ihr sehr gefallen hat. Sie war sehr zufrieden mit ihrem Ausflug nach Kappadokien. Ich glaube, dass sie noch einmal zu einem längeren Besuch kommen wird.”
Urlauber an der Türkischen Riviera sollten sich so einen Besuch in Kappadokien auch nicht entgehen lassen! Inspirationen findest Du HIER.

Alle Regionen, Februar 2013
Unverbindliche Flugzeiten im Kleingedruckten sind unzulässig

Man hat seine Reise gebucht und plötzlich gibt der Reiseveranstalter bekannt, daß der Flug jetzt erst einige Stunden später oder mehrere Stunden früher geht. Bisher war das legal, denn die Reiseveranstalter hatten im Kleingedruckten vor Änderungen der Flugzeiten gewarnt. Dem wurde nun einen Riegel vorgeschoben.
LandungReiseveranstalter dürfen sich nach einem Gerichtsurteil im Kleingedruckten ihrer AGB künftig nicht mehr Änderungen der Flugzeiten vorbehalten. Das OLG Celle erklärte in einem am 12. Februar 2013 bekannt gemachten Urteil, solche Klauseln für unwirksam. Damit gab der für das Reiserecht zuständige 11. Zivilsenat des Oberlandesgericht einem Unterlassensbegehren des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen gegen unverbindliche Flugzeiten statt.
Die fraglichen Klauseln brächten gegenüber Reisenden zum Ausdruck, die Flugzeiten könnten jederzeit ohne Begründung geändert werden. Neue Flugzeiten führten aber zu einer Änderung der vertraglichen Leistung und müßten zumindest durch zuvor konkret beschriebene triftige Gründe überschaubar sein. Zudem dürfen Reiseveranstalter dem Urteil zufolge in Pauschalreiseverträgen Informationen über Flugzeiten durch Reisebüros nicht mehr als unverbindlich bezeichnen (Az 11 U 82/12).

Alle Regionen, Februar 2013
Nur drei Reiseportale mit “gut” bewertet
Immer mehr Menschen buchen ihren Urlaub nicht mehr im Reisebüro, sondern über das Internet. Die Auswahl an Reiseportalen ist groß, und manche Urlauber verbringen viele Stunden damit, die Angebote zu vergleichen.
Kunden, die auf eine Beratung angewiesen sind, haben aber mit Schwierigkeiten zu kämpfen: Die Hotlines sind wenig kompetent besetzt und E-Mails werden nicht zufriedenstellend beantwortet. Nur drei Anbieter schnitten denn auch im Test mit der Gasamtnote "gut" ab. Die drei besten Portale waren demnach Lastminute.de, Travelscout24.de und Travelchannel.de.
Strand-FußInteressant ist, dass alle von Stiftung Warentest im Juni und Juli 2012 geprüften Portale ihre Buchungen über einen einzigen Anbieter abwickeln. Die Buchungssoftware mit Reiseinformationen und -preisen liefert die Aachener Firma Traveltainment. Auch wenn es aufgrund unterschiedlicher Module, die Traveltainment den Reiseportalen anbietet, bisweilen Differenzen bei den Preisen gibt, sind diese doch weitestgehend dieselben.
Kaum Probleme mit der Onlinebuchung einer Pauschalreise haben diejenigen, die bereits genau wissen, was sie für einen Urlaub machen wollen. Doch auch hier gibt es Unterschiede. So bieten laut Stiftung Warentest zum Beispiel Lastminute.de und Weg.de mehr Möglichkeiten für eine individuelle Auswahl der Reiseziele als die anderen Portale.
Durchgefallen, bzw. nur mit ausreichend bewertet wurden die Portale von Unister (Reisen.de, Ab-in-den-Urlaub.de, Travel24.de) sowie Expedia.

Rüsselsheim, Dezember 2012
Hannover statt Hamburg? Dann gilt der Flug als annulliert

LandungLandet der Ferienflieger nicht am vorgesehenen Zielort, dann gilt der gebuchte Flug rein rechtlich als nicht durchgeführt. Die Passagiere haben Anspruch auf Ausgleichszahlungen.
Landet ein Flugzeug nicht am vorgesehenen Ziel, sondern auf einem Ausweichflughafen, gilt das reiserechtlich als Annullierung. Die Fluggäste haben Anspruch auf Ausgleichszahlungen nach der EU- Fluggastrechteverordnung, entschied das Amtsgericht Rüsselsheim. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht aktuell".
In dem Fall war ein Flugzeug von der griechischen Insel Santorin nach Hamburg außerplanmäßig in Hannover gelandet und hatte den Flug auch nicht fortgesetzt. Dieser Umstand reiche aus, um den Flug als nicht durchgeführt zu betrachten, urteilte das Gericht. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die Passagiere mit Bussen nach Hamburg gebracht wurden
Amtsgericht Rüsselsheim, Aktenzeichen 3 C 1132/12

Alle Regionen, Dezember 2012
Nina Öger bringt es auf den Punkt
“(An der Türkischen Riviera) … werden ständig neue Grundstücke zugewiesen, obwohl Antalya gar keine weiteren Betten mehr braucht. Anstelle von neuen Anlagen bräuchte man Pläne, wie die bestehenden vermarktet werden sollen.“
NinaÖger
„Das wichtigste im Tourismus ist die Gästezufriedenheit, und die erzielt man nicht, indem man dem Gast etwas besonders Gutes zu essen gibt. Der Gast muß auch außerhalb der Hotelanlage die gleiche Qualität wie drinnen vorfinden. Die meisten Touristen, die nach Antalya kommen, wissen gar nicht, wo sie sind, sie kennen nur ihr Hotel und wissen, was sie dafür bezahlt haben. Sie wissen nicht, wohin sie da überhaupt gereist sind. Das ist ein großes Problem…“, erklärte Nina Ögerin in einem Interview, welches sie dem Tourismus-Portal “TurizmGüncel.com” gab.
Und weiter: „Wichtig ist doch, das Produkt weiterzuentwickeln. Ich war 12 Jahre alt, als mein Vater zum ersten Mal einen Masterplan forderte. Diese Forderung stellt er heute immer noch. Es hat sich nichts geändert. In Belek gibt es außergewöhnlich hochwertige Anlagen, aber das Städtchen Kadriye gleich nebenan ist ein schrecklicher Ort. Wohin soll ein Urlauber, der in Göynük oder Beldibi bei Kemer ist, denn gehen? Es darf nicht nur darum gehen, die Hotelanlagen zu vermarkten.“

Alle Regionen, November 2012
Autoreisen in die Türkei immer beliebter
Auto-Urlaubsgepäck
Auch in 2012 standen Ziele im eigenen Land ganz oben auf der Hitliste deutscher Autoreisender. Wie eine Auswertung des ADAC von rund 1,3 Millionen Routenanfragen ergeben hat, führten mehr als 35 Prozent aller Pkw-Reisen zu einer Destination in der Bundesrepublik. Auf Rang zwei landete Italien (18,4 Prozent), gefolgt von Kroatien (7,6 Prozent) und Österreich (6,8 Prozent). Die Türkei (6,2 Prozent) verdrängte Frankreich von Platz fünf.
Interessant ist die Türkei für Langzeiturlauber, die sich vor Ort eine Ferienwohnung anmieten und nicht auf Mobilität verzichten wollen. Aber auch für Wohnmobilisten lohnt sich eine Tour durch Anatolien - wenn man genügend Zeit mitbringt. Denn drei Tage sollte man allein für die Strecke bis Istanbul schon einplanen. Selbst wenn die Transitstrecke durch Serbien und Bulgarien immer besser ausgebaut wird. (e.B.)

Alle Regionen, November 2012
Urlaubsland Türkei: Jetzt schon Platz 4 im europäischen Vergleich

Türkei-SehenswürdigkeitenWie der türkischen Minister für Kultur und Tourismus Ertuğrul Günay im Zuge einer Veranstaltung der Handelskammer von Marmaris verlauten ließ, sei die Türkei mittlerweile auf Platz vier der Top Ziele in Europa aufgestiegen. Im weltweiten Vergleich läge das Land immerhin sogar auf Platz sechs. Nun gelte es, weitere Eigenverantwortung für die Natur des Landes zu übernehmen und die Marke “Türkei” auf der ganzen Welt zu präsentieren.
Um die Türkei als Tourismus-Destination weiter voranzubringen, verweist Günay auf das Potential abseits der ohnehin schon beliebten Küstenstädte. “Wir haben wunderbare Küsten, doch wir müssen auch dafür sorgen, diese zu schützen. Wir haben wundervolle grüne Dörfer, deren Charakter wir erhalten müssen. Wir müssen sicherstellen, dass wir die Natur nicht durch den Tourismus zerstören.”
Er fuhr fort: “Als wir mit dem Tourismus begannen, da waren unsere Konkurrenten Griechenland und Ägypten. Heute beherbergen wir zweieinhalb Mal so viele Touristen wie Griechenland und drei Mal so viele wie Ägypten. Unsere Konkurrenten sind jetzt Italien, Spanien und Frankreich.” Was auch immer sie an Gutem hätten, die Türkei müsse dies auch haben. Darauf gelte es nun hinzuarbeiten. (Quelle: DTN)

Alle Regionen, Oktober 2012
Pamukkale strahlt wieder im alten Glanz
Viele Jahre sprudelten die Quellen kaum. Die riesigen Sinterterrassen von Pamukkale in der Türkei hatten einen schmutzigen Grauschleier. Dank abgerissener Hotels und einem Badeverbot strahlen sie heute wieder in schönstem Weiß - auch nachts.
pamukkale1Wie dpa berichtet, feiern die meisten Urlaubsgäste am Abend in den Hotels. Sie verpassen, wie schön die Kalksinterterrassen von Pamukkale in der Dunkelheit sind. Der Mond scheint hell. Laternen sorgen für reichlich Licht. Die Kalkablagerungen glänzen in Weiß und Hellgrau. Ein bisschen sieht es aus wie im Alpenvorland bei Schneeschmelze. Oder auch wie ein Schloss aus Baumwolle, was Pamukkale übersetzt bedeutet. Am See quaken Frösche. Etliche türkische Familien und wenige Touristen genießen den spektakulären Blick.
Tagsüber dagegen stürmen sie das Weltkulturerbe. Am frühen Nachmittag erreichen die letzten der unzähligen Ausflugsbusse von den Badeorten der türkischen Küste Pamukkale.
Pamukkale - das sind zwei Sehenswürdigkeiten für ein Eintrittsticket: Da sind zum einen die Reste des antiken Hierapolis mit restauriertem Amphitheater, Nekropole, Apollotempel und Stadttor. Und da sind natürlich vor allem die Sinterterrassen. Schon vor knapp 2000 Jahren suchten Kreislauf-, Rheuma- und Herzpatienten hier Linderung für ihre Leiden. Seine Blütezeit als Kurort hatte Hierapolis im zweiten und dritten Jahrhundert. Da ließ es sich unbeschwert im warmen Thermalwasser baden.pamukkale2
Seit gut 15 Jahren ist das nun verboten. Überall herumtrampelnde und badende Touristen hatten den Kalkstein schwer beschädigt. Auch heute gibt es leider noch Unverbesserliche! In der Regel sind nur die Wege am Rande der Anlage und ein markierter Pfad begehbar. Hier muss jeder die Schuhe ausziehen.
Auf die Umweltsünden vergangener Jahrzehnte hatte die Natur empfindlich reagiert. In den 1960er Jahren waren am oberen Sinterrand Hotels und eine Straße quer durch das Naturwunder gebaut worden. Die Ferienanlagen zapften die Quellen an. Teils wurde Schmutzwasser zurück auf die Terrassen geleitet. Fließt das reine Quellwasser aus Hierapolis spärlicher nach unten, führt das zu weniger mineralischen Ablagerungen(Sinter). Aus Weiß wird Grau.
Umweltschützer schlugen Alarm. Die UNESCO wollte den Welterbestatus entziehen. “Zum Glück konnte das verhindert werden. Politiker und Behörden reagierten”, erinnert sich Cihan Meshur, ein Restaurantbesitzer. Seit 1996 ist Schluss mit dem wilden Baden in den Naturbassins mit dem wohlig warmen Wasser, das Kohlensäure und Kalziumkarbonat enthält. Seitdem ist auch das Begehen der Anlage streng reguliert. Wenig später wurden die Hotels abgerissen und mit Reparatur und Restaurierung der Anlage begonnen.

Alle Regionen, Oktober 2012
Türkei hat die höchsten Spritpreise der Welt
Mit einem Literpreis von 4,93 TL (2,12 Euro im Bezirk Antalya) zahlen die türkischen Autofahrer den höchsten Benzinpreis der Welt. Auch der Dieselkraftstoff erreicht einen Höchststand: 4,38 TL (1,89 EUR). Die türkische Regierung versucht damit ihr Haushaltsdefizit auszugleichen. Die türkischen Konsumenten lassen das Auto immer öfter stehen.oel-ro-lukoil-tanke-bf
Mit der jüngsten Steuererhöhung stößt die Türkei nunmehr Norwegen vom Thron des am meist belasteten Autofahrers ab. Die beiden Staaten haben jedoch verschiedene wirtschaftliche Voraussetzungen: Während beispielsweise das Pro-Kopf-Einkommen der Türkei bei jährlich 10.000 Dollar liegt, ist es in Norwegen zehnmal höher. Kein Wunder, dass die Türken ihr Auto immer öfter stehen lassen. Der Literpreis von über zwei Euro ist für einen Normalverdiener einfach nicht mehr zu bewerkstelligen.
Daher ist es auch nicht verwunderlich, daß immer mehr Fahrzeuge auf Gasbetrieb - Diesel-Pkw spielen kaum eine Rolle - umgerüstet werden. Obwohl auch dieser Treibstoff mit 3,47 TL (1,50 EUR) das Familienbudget erheblich belastet.

Alle Regionen, September 2012
Hotels müssen ihre Strände allgemein zugänglich machen

Wie das türkische Tourismusportal Turizm Güncel berichtet, hat das türkische Ministerium für Kultur und Tourismus einen Erlaß an alle 81 Provinzverwaltungen des Landes sowie an die Verbände TÜROFED, TUROB und TYD verschickt, in dem die Hotels dazu aufgefordert werden, der Bevölkerung Zugang zu den „Privatstränden“ zu gestatten.
Pegasos1Wie es in dem Erlaß heißt, sollen die Hotels Hinweisschilder und auch Zäune entfernen und ab sofort auch auf den Einsatz von Personal zum Fernhalten der Bevölkerung von den „Privatstränden“ der Hotels verzichten, sodaß die Bevölkerung alles Strände nutzen kann.
In dem Erlaß 2012/09 heißt es:
„Aufgrund der Entscheidung des Petitionsausschusses der Nationalversammlung vom 27.06.2012 und Entscheidung Nr. 12 der Generalversammlung, werden alle durch unser Ministerium zugelassenen und von uns kontrollierten touristischen Betriebe angewiesen, sämtliche Hinweisschilder, alles Sicherheitspersonal und trennende Elemente wie Zäune oder Mauern, Strandliegen, die das Betreten und die Nutzung der Uferbereiche einschränken, zu entfernen, da diese den Bestimmungen widersprechen. […] Außerdem sollen Hinweisschilder aufgestellt werden, die der Bevölkerung in gut sichtbarer Form deutlich machen, daß sie die Strände im Rahmen der Bestimmungen frei nutzen können.

Alle Regionen, August 2012
Warum nicht mal eine Entschädigung bei Flugverspätungen verlangen?
Sicherlich hat jeder Pauschalurlauber schon mal mehrere Stunden auf einem Airport verbracht, weil es zu Flugverspätungen kam. Es war nervig und teuer.
Flugverspätung
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, wissen viele Fluggäste gar nicht, daß ihnen in bestimmten Fällen, vor allem aber bei Verspätungen und Annullierungen von Flügen, Ausgleichzahlungen von den Fluggesellschaften zustehen. Wer darüber informiert ist, wird von den Airlines hingehalten und scheut meist den Weg zum Gericht.
Dabei sind Schätzungen zufolge 2 Prozent aller Fluggäste anspruchsberechtigt, was alleine bei Flügen vom Flughafen Frankfurt am Main eine Summe von 200 Millionen Euro ergeben würde – würden die Beträge denn gezahlt.
Dabei stehen die Fluggäste mit ihren Ansprüchen im Zweifelsfalle gar nicht alleine da: Fairplane, Euclaim und Flightright heißen die Portale, deren Rechtsanwälte gegen eine im Erfolgsfalle abzuführende Provision in Höhe von 27 Prozent Passagieren zu ihrem Recht verhelfen. Haben sie keinen Erfolg, entstehen dem Passagier keine Kosten.
Hintergrund: Fluggäste haben bereits einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung, wenn ihr Flugzeug mehr als drei Stunden verspätet war (die Höhe variiert nach Länge der Strecke und Dauer der Verspätung). Gleiches gilt für Flugannullierungen und Überbuchungen.

Karlsruhe, Juni 2012
Auf dieses Urteil haben die Pauschalurlauber gewartet
Wenn der Reiseveranstalter den Rückflug eines Pauschalurlaubs eigenmächtig mehrere Stunden vorverlegt, dann können Urlauber auf Kosten des Veranstalters einen eigenen Rückflug organisieren.
bgh-khWie das “Versicherungsjournal” meldet, gab der Bundesgerichtshof einem Kläger Recht, der die Vorverlegung seines Rückflugs bei einem Pauschalurlaub in der Türkei nicht einfach hinnehmen wollte.
Der Kläger hatte für sich und seine Begleiterin einen Urlaub von einer Woche Dauer gebucht, bei dem der Rückflug um 16:40 Uhr stattfinden sollte. Den Rückflug verlegte der Veranstalter jedoch auf 5:15 Uhr morgens am selben Tag. Dazu sollte das Paar bereits um 01:25 Uhr aus dem Hotel abgeholt werden.
Das wollte sich der Kläger nicht bieten lassen, sondern buchte einen Rückflug um 14:00 Uhr am geplanten Rückflugtag, und stellte die Kosten dem Reiseveranstalter in Rechnung.
Der BGH bestätigte dem Kläger das Recht auf Selbsthilfe, weil er die Vorverlegung des Rückflugs um mehr als 10 Stunden als unzumutbar einstufte. Der Veranstalter muß dem Kläger die Kosten für Flug und Transfer ersetzen. Einen Anspruch auf Entschädigung sah das Gericht jedoch nicht als gegeben an.
BGH, Az.: X ZR 76/11

Berlin, Mai 2012
Stiftung Warentest: Hotelbewertungsportal Zoover auf Platz 2
Stiftung Warentest hat für die aktuelle Ausgabe Heft 05/2012 fünf Hotelvermittlungsportale getestet und dabei das Hotelbewertungsportal Zoover.de zum zweitbesten Portal Deutschlands gekärt. Zoover [sprich: Suwa] konnte das Qualititätsurteil der Stiftung Warentest als einziges Hotelbewertungsportal gegenüber dem vorangegangen Test verbessern, den Abstand zum Testsieger auf 0,4 Punkte verringern und sich damit auf den zweiten Platz in Deutschland vorarbeiten.
ZooverDElogoGeprüft wurden die Punkte Bewertungen (Registrierung, Erkennen von gefälschten Hotelbewertungen, Ablauf der Bewertungsabgabe), Hotelinformation (Suche und Ergebnisdarstellung), sowie die Webseite selbst (Navigation, Kommunikation, Datenverschlüsselung). Am stärksten gewichtet wurde beim Test der Hotelbewertungsportale der Punkt Bewertungen, wobei Zoover in diesem Bereich besser abschnitt als alle anderen Konkurrenten im Test. Die Prüfer der Stiftung Warentest stellten die Portale durch fünf eigene Bewertungen mit falschen Angaben auf die Probe. Das Ergebnis: Von fünf Falschbewertungen fand Zoover als einziges Hotelbewertungsportal alle und forderte die Verfasser zur Unterlassung auf.
www.zoover.de ist mit über 1.500.000 Bewertungen und über 150 Millionen Besuchern pro Jahr das größte unabhängige Hotelbewertungsportal Europas. (Quelle: Stiftung Warentest)

Ankara, April 2012
Schon wieder Änderungen für Ausländer bei Immobilienkauf in Sicht
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Erst vor zwei Jahren wurde die Bestimmung abgeschafft. Nun soll die den Ausländern zugebilligte “Landnahme” von maximale 10 % pro Landkreis wieder eingeführt werden.
Diese, zum x-ten Mal vorgenommene Gesetzesänderung, betrieben von der Opposition und der Öffentlichkeit - “der freie Verkauf ist Landesverrat”, sorgt natürlich wieder für Unruhe unter den Immobilienmaklern und läßt das Vertrauen in die türkische Gesetzgebung unter den potentiellen Käufern schwinden.
Allerdings ist positiv zu bewerten, daß die absolute Fläche eines Landkreises - also inklusive Wasserfläche und unbewohnte Berge - in die Berechnung einfließen wird. Somit erhöht sich der 10 %-Anteil erheblich.
Ebenfalls positiv für ausländische Investoren ist auch eine weitere Änderung. Demzufolge können Privatpersonen in der gesamten Türkei bis zu 30 Hektar Grundbesitz erwerben. Bisher konnte eine Privatperson Grundstücke bis maximal 2,5 ha in der Türkei kaufen. (Quelle: Hürriyet)

Ankara, März 2012
Medizinische Notfall-Rufnummer 184 für Touristen
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Das Ministerium für Gesundheit hat die Notfall-Rufnummer 184 eingerichtet, über die rund um die Uhr Hilfe angefordert werden kann. Im Callcenter arbeiten Mitarbeiter und Ärzte, die den Urlaubern in deutsch, englisch, russisch sowie in einigen anderen Sprachen weiterhelfen und ggf. die richtigen Maßnahmen einleitet können.
Diese Notrufnummer, die sich Touristen unbedingt im Handy abspeichern sollten, sollte nicht mit der 112 des Türkischen Innenministerium verwechselt werden. Die Rufnummer 112 gilt z. Z. nur im Bezirk Antalya, wo sie im Jahre 2009 als Pilotprojekt eingeführt wurde. Siehe HIER. (Quelle: Yenialanya)

Ankara, März 2012
Die neuen Aufenthaltsbestimmungen werden aufgeweichtSmall_lira
Touristiker hatten die Neuregelung (siehe Dez. 2011) heftig kritisiert, weil sie Langzeiturlauber und Jachtbesitzer aus der Türkei zu verscheuchen drohe.
Nun berichtet “Turizm Güncel”, daß das türkische Innenministerium eine Möglichkeit geschaffen habe, nach der Urlauber, die länger als die gestatteten 90 Tage in der Türkei bleiben, ihren Aufenthalt durch Zahlung einer geringen Geldstrafe, deren Höhe noch nicht festgelegt wurde, um bis zu 6 Monate visumfrei ausdehnen können.
Wenn die erwähnte „Geldstrafe“ nicht zu hoch ausfällt, wäre diese Maßnahme zu akzeptieren. Sie sollte auf jeden Fall die Gebühren für ein Ikamet deutlich unterschreiten. (Quelle: Turizm Güncel)

Kayseri, Februar 2012
Österreicher bauen größtes Skigebiet der Türkei in Kappadokien
Das Vorhaben des Ingenieurbüros “Klenkhart & Partner”, dessen erste Bauphase bereits abgeschlossen ist, klingt gigantisch: Mit einem Investitionsvolumen von 350 Millionen Euro, so viel will der türkische Honorarkonsul Mehmet Eğlenceoğlu in den Skispaß mitten in Anatolien stecken, gilt demnach als das größte Skigebiet des Landes.
Erciyes_mapUnd einiges ist bereits geschafft: 35 Kilometer technisch beschneite Ski-Pisten, hierfür waren übrigens ständig vier Tiroler Baggerfahrer zur Unterstützung der türkischen Kollegen vor Ort, und sechs neue Liftanlagen wurden laut österreichischen Medien schon fertiggestellt. 10.400 Personen können damit pro Stunde befördert werden. Auch die Infrastruktur nimmt Gestalt an: Pistensicherungsmaßnahmen, Leitsysteme, Lawinenschutzmaßnahmen, Telekommunikation, und das Ticketing, eben alles, was das Ski- Fahrerglück auch in der Türkei perfekt macht, sind vorhanden.
Übrigens, das riesige Ski-Gebiet ist dank der Tiroler Planer auch im Sommer eine touristische Attraktion. Denn der 230.000 Kubikmeter fassende Speicherteich für die Beschneiungsanlage wurde vorausschauend als Landschaftsteich geplant, der auch in den warmen Monaten Gäste locken soll. An eine Verschnaufpause ist bei “Klenkhart & Partner” jetzt allerdings nicht zu denken: In einer zweiten Ausbauphase sollen 22 weitere, teils anspruchsvolle Pistenkilometer entstehen. (Quelle: DTN)

Türkei Allgemein, Februar 2012
Gefahr für die Türkei: Wann platzt Immobilienblase?

In der Türkei brodelt ein gefährlicher Mix an Krisensymptomen: Türkische Banken haben 2011 die meisten Kredite aller Schwellenländer vergeben und damit die Verschuldung der Türken verdoppelt. Seit Januar 2012 sind die Kreditvergaben aber um 27 % eingebrochen. Gleichzeitig wurden im dritten Quartal 2011 um 5,18 % weniger Häuser verkauft als noch im zweiten Quartal.
Schon im Dezember 2011 hatte die Investmentbank Bank of America Merrill Lynch vor Investitionen in türkische Immobilien gewarnt. “Die Nachfrage nach Immobilien wird zurückgehen und damit die Immobilienpreise nach unten treiben, während die Baukosten aufgrund der hohen Inflationsrate weiter steigen”, sagte der Analyst Ecem Nalbantgil im Dezember. “Am Wohnungsmarkt erwarten wir für 2012 um 40 % weniger Verkäufe als noch 2011”.
Das Wirtschaftswachstum der Türkei hat in den vergangenen Jahren unter anderem davon gelebt, daß die türkischen Privathaushalte auf Pump Immobilien gekauft haben. Und diese Politik könnte - genau wie in den USA ab 2005 - auch die Türkei noch einholen, wenn überteuerte Immobilien an Wert verlieren und so genannte “faule Kredite” nicht mehr zurückgezahlt werden können. (Quelle: DTN)

Ankara, Januar 2012
Ausländer brauchen ab sofort Pflichtversicherung

Die Türkei hat rückwirkend zum 1. Januar 2012 ein Gesetz zur Pflicht-Krankenversicherung namens "Sozialversicherungs- und universales Krankenversicherungsgesetz" [UHI] eingeführt. Es betrifft alle Ausländer, die seit Jahresanfang bereits mehr als ein Jahr in der Türkei leben.KV
Alle in der Türkei lebenden Ausländer haben nun bis zum 31. Januar 2012 Zeit sich in der nächst gelegenen Sozialversicherungsbehörde (Sosyal Güvenlik Il Müdürlüğü) registrieren zu lassen. Wer die Frist versäumt, muß mit einem Bußgeld rechnen. Eine genaue Höhe ist allerdings noch nicht bekannt.
Mit dieser Regelung sollen alle ausländischen Mitbürger, die langfristig in der Türkei zu Hause sind, dazu gebracht werden, sich binnen Monatsfrist vor Ort einer Krankenversicherung beizutreten und auch Beiträge zu bezahlen. Betroffen sind alle, die nicht türkischer Herkunft sind, eine türkische Aufenthaltsgenehmigung besitzen und nicht Kunde bei einer ausländischen Krankenversicherung sind.
Allerdings gibt es verschiedene Interpretationen, was die Versicherung “gemäß der Gesetzgebung eines fremden Landes” betrifft - vor allem hinsichtlich dessen, ob es sich um eine Reisekrankenversicherung oder eine Absicherung als Privatpatient handelt. In diesem Fall sind die ausländischen Mitbürger von der türkischen Versicherungspflicht befreit.
Die neue Pflichtversicherung bietet jedoch auch Vorteile für die in der Türkei lebenden Ausländer. Mußten sie sich bisher teuer privat versichern, gewährt ihnen die Regierung nun Zutritt in das gesetzliche System.
Wissenswert für deutsche Staatsbürger, die eine Auswanderung in die Türkei planen: “Der Versicherungsschutz durch die Krankenversicherung endet automatisch mit der Abmeldung Ihres Wohnsitzes in Deutschland. In der Regel gibt es eine Kulanzfrist von einem Monat. Innerhalb dieses Monats können Sie von der Krankenkasse noch die gewohnten Leistungen erhalten, selbst wenn Sie sich nicht mehr in Deutschland aufhalten. Eine Ausnahmeregelung gibt es für Rentner (...). Auch Arbeitnehmer, die bei einem Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland beschäftigt sind, können Ihre deutsche Krankenversicherung in der Türkei behalten”, so die Bundesagentur für Arbeit. Darüber hinaus bestehe aber auch die Möglichkeit, sich in der Türkei über eine deutsche Krankenversicherung privat zu versichern. (Quelle: DTN)

Ankara, Dezember 2011
Antalya hat ausgespielt - Mersin ist die neue Adresse für den Massentourismus
Zafer-Caglayan
Bei einem Treffen mit Vertretern des Hotelkonzerns HiltonSA in Mersin erklärte der Minister für Wirtschaft und Handel, Zafer Çağlayan, daß die Tourismus- Investitionen für das Gebiet Antalya stark eingeschränkt werde.
Die neue Adresse für den Massentourismus werde zukünftig die Provinz Mersin sein. (Avsallar Post berichtete bereits im Mai von diesen Plänen)
Dort soll kurzfristig eine Kapazität von 15.000 Betten aufgebaut werden. Geplant sei dabei, die gesamte Küste von Anamur über Silifke bis Tarsus touristisch zu erschließen.
15.000 Betten bedeuten Tausende von Arbeitsplätzen. Und 15.000 Betten bedeuten ebenfalls, das die Gäste mit Essen und Trinken versorgt werden müssen, was ebenfalls von der Region bewältigt werden müsse. (eB)

Ankara, Dezember 2011
Nur noch 90 Tage Aufenthalt innerhalb von sechs Monaten möglich

Die Neuregelung betrifft Langzeiturlauber und Residenten gleichermaßen. Viele Residenten sind bisher kurz vor Ablauf der 90-Tage kurz nach Deutschland, Zypern oder Kastellorizo (Meis) gereist, um einen Tag später erneut einzureisen. Das wird in Zukunft nicht mehr möglich sein. Sonnenbad
Ab Februar 2012 tritt ein neues Gesetz in Kraft. Danach können sich Ausländer innerhalb von sechs Monaten nur noch 90 Tage in der Türkei aufhalten. Entscheidend ist das Datum der jeweils ersten Einreise. Ab diesem Datum beginnt eine 180-Tage-Frist. Innerhalb dieser 180 Tage sind maximal 90 Tage Aufenthalt erlaubt. Mehrere Aufenthalte werden zusammengezählt. Ein halbes Jahr nach der ersten Einreise beginnt ein neuer 180-Tage-Zeitraum.
Residenten sollten sich am besten eine Aufenthaltserlaubnis (Ikamet) besorgen. Für das Ikamet muß man allerdings entweder einen Rentenbescheid vorlegen oder Bankguthaben in der Türkei nachweisen. Verlangt werden 350 Euro pro Monat Ikamet-Laufzeit. Bei einem Jahr Laufzeit sind das 4.200 Euro und bei fünf Jahren 21.000 Euro. (Quelle: Prima Türkei)

Ankara, Dezember 2011
Für Flugverspätungen gibt es ab 2012 finanzielle Entschädigungen
Die Türkische Regierung hat sich mit einem neuen Gesetz dem EU-Recht angepaßt. So soll es zukünftig bei verspäteten Flügen von der Türkei in die EU eine finanzielle Entschädigungen geben. Dies gilt für alle in der FlugverspätungTürkei und in der EU zugelassene Fluggesellschaften. Der Strafkatalog sieht wie folgt aus:
Bei Flügen bis zu 1.500 km und 2stündiger Verspätung sind 100 Euro (Inlandflug), bzw. 250 Euro (Auslandsflug) als Entschädigung fällig.
Bei Flügen von 1.501 bis 3.500 Kilometer gibt es ab einer Verspätung von drei Stunden eine Entschädigung von 400 Euro.
Und bei Flügen ab 3.501 Kilometer gibt es ab einer Verspätung von vier Stunden eine Entschädigung von 600 Euro.
Zusätzlich wurden die Fluggesellschaften verpflichtet, für kostenloses Essen, Getränke und ggf. eine Hotelübernachtung zu sorgen. (Quelle: DTN)

Berlin, November 2011
Erdoğan: Deutsche und Türken gehören zusammen
Anläßlich seines Deutschlandbesuchs gab Erdoğan der “Bild” ein Interwiev und sagte, das türkische Volk sehe das deutsche Volk immer noch mit sehr positiven Gefühlen an: “Deswegen sollte Deutschland mit der Türkei viel mehr Solidarität zeigen. Die erste Generation waren Gäste. Viele sind geblieben und denken jetzt nicht mehr daran Erdogan-Merkelzurückzukehren. Es gibt bereits 72.000 türkische Arbeitgeber mit 350.000 Arbeitsplätzen. Der Gastarbeiter von gestern wird langsam auch Arbeitgeber, Akademiker, Künstler, ...”
Auch auf den von der Türkei angestrebten EU-Beitritt geht Erdoğan ein. Hier fühlt er sich von Deutschland nicht genügend unterstützt. Konkret müßte, so Erdoğan, die deutsche Politik viel mehr für den EU-Beitritt der Türkei tun, weil er die Integration massiv vorantreiben würde. Weil wir Türken so viel Positives für Deutschland empfinden, fühlen wir uns gerade hier im Stich gelassen.”
Zum Satz des Bundespräsidenten Christian Wulff, der Islam gehöre zu Deutschland, sagt Erdoğan: “Ich habe dem Bundespräsidenten schon damals für diesen Satz gedankt. Er beschreibt nichts anderes als die Tatsachen: Es leben fünf bis sechs Millionen Muslime in Deutschland; sie gehören zur Realität Ihres Landes. Genauso sage ich, daß die in der Türkei lebenden Christen und Juden zur Türkei gehören. Ich sehe diesen Satz als sehr wichtig in einer Welt, wo wir die Allianz der Zivilisationen angehen.”
Interessant: In den türkischsprachigen Medien ist darüber nichts zu lesen. (Quelle: DTN)

Diyarbakir, Oktober 2011
Drei von vier Kirchen in Betrieb
Nach 1980 konnte die zuletzt verbliebene armenische Kirchengemeinde mit nicht mehr als 10 Familien, die St. Guiragos Kirche (türkisch: Surp Giragos) in Diyarbakir nur noch mit Mühe und Not vor dem endgültigem Zerfall erhalten. Trotzdem zerfielen große Teile der auf über 3.000m² Fläche bebauten Kirche, die erstmals vom polnischem Mönch und Schriftsteller Simeon Polozki zwischen 1610 und 1615 schriftlich erwähnt wurde. Am 22. Oktober wurde die armenische St. Guiragos Kathedrale nach einer langen Restaurationsphase neben der chaldäischen Kirche, syrisch-orthodoxen Kirche und der Kirche des Heiligen George wieder für Gottesdienste genutzt werden können.
SurpGiragosMit annähernd 2,5 Millionen US-$ wurde die St. Guiragos Kirche die neben der Akdamar-Kirche in Van als größte und wichtigste Kirchenanlage der armenischen Kirche bezeichnet wird, aus einem Fond und Mithilfe der Stadt Diyarbakir und dem Südostanatolien-Projekt (GAP) restauriert. Nach 1980 hatte die armenische Gemeinde in Istanbul die Idee über den Erhalt der Kirche und sammelte beständig Spendengelder in einem dafür bereitgestellten Fond. Mit dem Besuch des Patriarchaten von Istanbul mit dem Provinzgouverneur am 30. Oktober 2009 begannen offiziell die Restaurationsarbeiten, nach dem auch im Zuge des GAP-Projektes in der auch die Stadt Diyarbakir profitieren konnte, Fördergelder für den Erhalt von Kulturgütern bewilligt wurden.
Am 24. Oktober wurde diese größte armenische Kirche im Nahen Osten nach einer 30jährigen Unterbrechung für Gottesdienste geöffnet.
An der Eröffnung der Kirche nahmen zahlreiche Menschen aus dem In- und Ausland teil. Darunter sind auch Personen, die bereits vor 30 Jahren an Gottesdiensten in dieser Kirche teilgenommen haben. (Quelle: GAP)

Türkei, Oktober 2011
Achtung Blitzer und Kontrolle
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Wer häufiger in der Türkei - auch als Selbstfahrer - mit dem Auto, Dolmus oder Bus unterwegs ist, hat sie schon gesehen: Die Fahrzeuge der Jandarma am Straßenrand. Deren Besatzung entweder den Verkehr beobachten oder die Raser sogar mittels Fotolaser überführen wollen.
Und wenn so ein Fahrzeug schon von Weitem auszumachen ist, haben es selbst die sonst so rasant fahrenden Türken nicht mehr eilig. Denn man kann sich nicht immer darauf verlassen, daß das vermeintliche Fahrzeug der Jandarma in Wirklichkeit nur eine Attrappe ist. (eB)

Ankara/Berlin, Oktober 2011
Erdoğan beschuldigt Deutsche als Terrorhelfer
Erdogan-Eklat
Wenige Wochen vor seinem geplanten Deutschlandbesuch Anfang November hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan Deutschland als indirekten Terrorhelfer beschuldigt.
Erdoğan wurde zunächst am Sonntag mit den Worten zitiert, daß deutsche “Stiftungen” (in Frage kommen dabei auf den ersten Blick vor allem die parteinahen Stiftungen, die vom Bundestag finanziert werden) Terrorgruppen in der Türkei finanziell unterstützen - indem sie Kredite vergeben und Projekte finanzieren, in Zusammenarbeit mit kurdischen Ortsverwaltungen und Organisationen, die der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK nahe ständen, behauptete Erdoğan.
“Sie wollen die Türkei spalten”, zitierten ihn die Medien. Besonders eine ganz bestimmte deutsche Stiftung sei gemeint.
Dann begann ein Verwirrspiel. Am Montag wollte Erdoğan falsch zitiert worden sein, und auch diplomatische Beobachter in Ankara gingen davon aus, daß es nicht um die Stiftungen ging, sondern um Projekte der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit.
Das wäre freilich eine noch unfreundlichere Äußerung gegenüber der deutschen Regierung, oder ein besonders peinlich uninformierter Patzer.
Mitglieder der Stiftungen äußerten die Auffassung, Erdoğan betreibe vor allem innenpolitische Rhetorik. Denn seine Vorwürfe richteten sich auch gegen die kemalistische Oppositionspartei CHP und die Kurdenpartei BDP, die er als Handlanger deutscher Stiftungen bezeichnete. Die CHP will ihn deswegen verklagen, denn das sei Verleumdung.
In der Türkei ist der Vorwurf der Unterstützung einer Terrororganisation äußerst gravierend und kann schwere Konsequenzen nach sich ziehen. (Quelle: Welt Online)

Antalya, September 2011
Für 2012 erhoffen die türkischen Hoteliers weitere Zuwächse aus Deutschland
In einem Interview mit der englischen Ausgabe der FVW erklärten Ahmet Barut, Vorsitzender der türkischen Hotelföderation TÜROFED, und sein Kollege Sururi Corabatir vom Verband der Hotels der Türkischen Riviera (AKTOB), daß türkische Hoteliers auch zukünftig ein großes Potential in den GUS-Staaten und in Westeuropa sähen.
GrenzstationFür Deutschland erwarten beide Verbände selbst nach den diesjährigen 4,7 Millionen Besuchern ein weiteres Wachstum: “Deutschland ist für uns einer der stabilsten Märkte überhaupt,” sagt dazu Sururi Corabatir. “Vor allem außerhalb der Haupt- und in der Wintersaison kämen wir ohne deutsche Gäste nicht zurecht.”
Hoffentlich hat Corabatir dabei die Urlaubshochburg Kemer als Negativbeispiel vor Augen und beeinflußt die andere Urlaubsorte dahingehend, im Sommer nicht zu sehr auf die GUS-Karte zu setzen. Nur kyrillische Werbung in den Orten und nur auf russisch eingestellte Mitarbeiter in den Hotels lassen die Westeuropäischen (und deutschen) Urlauber auch in die Vor-, Nach- und Wintersaison auf andere Destinationen ausweichen. Wie die Kemeraner schmerzlich feststellen mußten. (Quelle: Turizm Güncel)

Türkische Riviera / Düsseldorf, August 2011
SunExpress paßt sich den anderen Billigfliegern andaumen-runter
Bei meinem letzten Flug nach Antalya mußte ich feststellen, daß SunExpress neuerdings noch extremer als Sky Airlines die Bordverpflegung eingeschränkt hat. Während Sky zumindest noch Kaffee oder Tee und später Cola, Tomatensaft, etc. unentgeltlich zu dem Pappbrötchen mit einer Scheibe Käse bzw. Putenbrust anbietet, beschränkt sich der kostenlose Getränkeservice bei SunExpress nur noch auf einen Becher Wasser. Alle anderen Getränkewünsche kosteten extra. Kaffee 3 Euro. Tee, Cola, Fanta, etc. 2,50 Euro. Also Verpflegung und Getränke (soweit es die Transportvorschriften zulassen) mit an Bord bringen. (eB)

Türkische Riviera / Ägäis, August 2011
HolidayCheck kürte die zehn schlimmsten Hotelbetten
Neben Hotels in Griechenland (3), den Niederlanden (2), Spanien, Ägypten und Tunesien ist auch die Türkei mit zwei Häusern vertreten:
versiffte_matratzeHotel Mersin Beach Club***+ / Kusadasi - Ägäis
Igitt! Da vergeht einem jegliche Lust am Schlafen. Blutflecken zieren die durchgelegene Matratze. Kein Wunder, dass die Gäste unzufrieden sind: "Die Zimmer waren voller Schimmel und Dreck. Alte Federkernmatratzen und einfachste, teilweise defekte Möblierung sorgen nicht für ein wohliges Gefühl."
Side Point Hotel*** / Side - Türkische Riviera
Undefinierbare Flecken auf der Matratze sind hier das kleinste Problem! Die Gäste sind entsetzt vom Zustand der Zimmer: "Das Bett bestand aus drei aufeinander gestapelten Matratzen, die total versifft und abgenutzt waren. Schimmel an den Wänden und kaputte Möbel rundeten das Horrorszenario ab." Quelle: HolidayCheck)

Istanbul, August 2011
Istanbul bewirbt sich erneut um die Olympischen Spiele
Istanbul bewirbt sich um die Olympischen Spiele im Jahr 2020. Das kündigte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan in Ankara an. Es ist bereits der fünfte Bewerbungsversuch Istanbuls um die Sommerspiele, nachdem die Stadt vom Bosporus 2000, 2004, 2008 und 2012 jeweils gescheitert war. Für die Sommerspiele 2020 hatten zuvor bereits Tokio, Madrid und Rom ihre Kandidaturen offiziell gemacht. Als Kandidat gilt auch Katars Hauptstadt Doha. Die Bewerbungen müssen bis zum 1. September beim IOC eingereicht werden.
OlympRingeWie das türkische Tourismusportal Turizm Gazetesi meldet, betonte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, daß keine Olympia-Bewerbung ohne Unterstützung der Regierung vorstellbar sei: “Sachen wie diese laufen nicht ohne die Unterstützung der Regierung. Deshalb erlassen wir dazu spezielle Gesetze, wie das auch für Izmir und Trabzon der Fall gewesen ist und beauftragen Akteure,” sagte er bei der Pressekonferenz in Istanbul. Erdoğan betonte, daß es bei der Vergabe der Olympischen Sommerspiele an bestimmte Orte nicht immer gerecht zugehe, und sagte: “Es ist auch schon vorgekommen, daß ein Land, das die Olympischen Spiele bereits ausgerichtet hat, diese auch ein zweites Mal ausrichten durfte. Das ist nicht gerecht. Es gibt ja noch genug andere Länder, die sich dafür bewerben.” (Quelle: Hürriyet)

Istanbul, August 2011
Museums-Karte für Istanbul-Besucher angekündigt
Das türkische Ministerium für Kultur und Tourismus kündigte die Einführung einer Museums-Karte für internationale Besucher der Bosporus-Stadt an. Sie wird Istanbul Card heißenMuseumscard.
Wie “Focus on Travel News” berichtet, werden die Besucher Istanbuls mit Hilfe der Karte sämtliche Museen der Stadt besuchen können, die unter der Verwaltung des Ministeriums stehen - das sind vor allem die meisten großen Museen wie die Hagia Sophia und die Sultanspaläste.
Die Karte wird 72 Lira (ca. 30 Euro) kosten und gestattet den jeweils einmaligen Besuch der Museen über eine Dauer von drei Tage hinweg. Erhältlich soll die Karte in gehobenen Hotels und den Tourismus-Informations-Büros in der Stadt sein.
Mit der Karte wird nicht nur der Besuch weltberühmter Sehenswürdigkeiten wie der Hagia Sophia, dem Topkapi-Museum (mit Ausnahme des Harems), des Mosaiken-Museums oder des Archäologischen Museums Istanbuls günstiger, die Karten-Inhaber ersparen sich auch das lästige lange Anstehen in den Warteschlangen der Ticket-Schalter.
Eine ähnliche Karte hatte das Ministerium in Zusammenarbeit mit dem Verband Türkischer Reiseagenturen (TÜRSAB) bereits 2008 lanciert, damals jedoch nur für türkische Bürger. Dagegen kann die neue Istanbul Card auch von Besuchern aus dem Ausland genutzt werden. (Quelle: Focus)

Türkei, Juli 2011
“AI” für Drei- und Viersternehotels sollten verboten werden
Ginge es nach der Meinung von Kaan Kavaloğlu, dem Generalkoordinator der türkischen Limak-Hotels, dann sollten die Betreiber von Drei- und Viersternehotels das AI-Konzept überdenken.
AIKavaloğlu, der viele seiner Kollegen dafür kritisierte, daß sie sich dieses Jahr zu sehr auf eine hohe Zahl von Besuchern aus der GUS verlassen haben und nun die Preise senken müssen, sprach die Notwendigkeit, die Drei- und Viersternehotels der Türkei zu einem Verzicht auf das Verpflegungskonzept “Alles Inklusive” zu bewegen, aufgrund der Probleme mit schwarzgebranntem und giftigen Alkohol an. Seiner Meinung nach ist die Produktion des gefährlichen Fusels nur dann zu verhindern, wenn Hotel dieser beiden Klassen kein “Alles Inklusive” mehr anbieten.
Dazu erklärte Kavaloğlu: “Die Türkei hat weltweit ein gutes Image, das jedoch durch die Alkoholvergiftungen immer wieder Schaden erleidet. Doch wird es leider immer wieder zu solchen Vorfällen kommen, wenn man den Drei- und Viersternehotels nicht verbietet, AI anzubieten. Es ist einfach nicht möglich, das Zimmer für 20 bis 25 Dollar anzubieten und dann AI ohne Abstriche durchzuführen.” (Quelle: Turizm Güncel)

München, Juli 2011
Mietwagen in der Türkei am günstigsten
In der Türkei bezahlen Urlauber im europäischen Vergleich am wenigsten für einen Mietwagen der Golfklasse. Zu diesem Ergebnis kommt der ADAC nach einer Erhebung der Tagespreise von 120 Anbietern in 24sunholiday2 europäischen Städten.
Im Durchschnitt bezahlten Reisende in der Türkei rund 47 Euro pro Tag. Das sind 67 Euro weniger als in Frankreich, dem teuersten Land im Vergleich. Insgesamt bewertete der ADAC sechs Urlaubsorte als «sehr günstig» und vier als «günstig». Sieben Städte stufte der Autoclub dagegen als «teuer» oder «sehr teuer» ein.
Als teuerste Stadt ermittelte der ADAC La Rochelle. In der Stadt an der französischen Atlantikküste kostet ein Mietauto pro Tag durchschnittlich 130 Euro.
Am günstigsten mieten Reisende in Marmaris an der türkischen Mittelmeerküste ein Auto: 42,77 Euro kostet ein Wagen im Mittel. (Quelle: ADAC)

Ankara, Juni 2011
Erdoğan verpaßt Zweidrittel-Mehrheit
Erdogan
Zum dritten Mal hintereinander gewinnt Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan mit seiner “Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung” - AKP, die Parlamentswahlen in der Türkei. Mit rund 49,9 % (326 Sitze von 550) konnte die AKP zwar 4% zulegen, erhielt aber aufgrund des türkischen Wahlsystems weniger Sitze als noch vor vier Jahren. Daher verpaßte die AKP die angestrebte 2/3 - Mehrheit, da auch die rechtskonservative “MHP” wider Erwarten (kurz vor den Wahlen tauchten kompromittierende Videos auf) mit 13% (54 Sitze) den Einzug ins Parlament schaffte.
Auch die kurdennahe Partei “BDP” errang mit ihren unabhängigen Direktkandidaten 35 Sitze (6,6%) und unterlief so die 10%-Hürde.
Die Partei von Mustafa Kemal Pasa “Atatürk”, die sozialdemokratische “Republikanische Volkspartei” - CHP, unter Kemal Kilicdaroğlu konnte fast 6% zulegen und kam auf 25,9% der Stimmen (135 Sitze). Besonders in den westlichen und europäischen Provinzen trat sie als stärkste Kraft hervor.
Trotz des Wahlerfolges der AKP ging die Opposition erstarkt aus der Wahl hervor. Daher wird es für Erdoğan nun schwierig, das geplante politische Hauptanliegen der Partei, die Verfassungsreform, im Parlament durchzubringen. (Quelle: Hürriyet)

Bodrum, Juni 2011
Tierschützer retten Delphine aus türkischem Hotel-Pool
Die beiden Tierschutz-Organisationen ProWal und das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) erfuhren letzte Woche von Urlaubern, daß in dem türkischen 5-Sterne-Hotel Kefaluka-Resort in Bodrum zwei Delphine im Strand-Pool für Unterhaltungszwecke gehalten werden. Andreas Morlok, Geschäftsführer von ProWal und WDSF-Vorstandsmitglied, machte sich noch am Wochenende auf den Weg in die Türkei, um die Tierquälerei zu stoppen.
Bereits im April demonstrierten die beiden Delphinschutz-Organisationen in allen Städten mit Delphinarien in der Türkei (Alanya, Belek, Antalya, Kemer, Marmaris, Bodrum, Kusadasi und Istanbul).
In Bodrum hatte ihnen Bürgermeister Mehmet Kocadon noch bei ihrem EmpfDelphinang die Schließung des Delphinariums versprochen, nachdem sie ihm Bilder der grausamen Käfig-Haltung vorgelegt hatten (Avsallar Post berichtete darüber). Der Bodrumer Delphinarium-Inhaber verlud daraufhin bei Nacht und Nebel zwei seiner Delphine und schaffte sie zum Kefaluka-Hotel. Dort mußten die Delphine für das Schwimmen mit Hotelgästen für 70 Euro im 5-Minuten-Takt herhalten.
Die Hotel-Sprecherin Emine Mandira zeigte sich im persönlichen Gespräch mit ProWal-Chef Andreas Morlok über die Proteste völlig überrascht und versprach, die Delphine sofort wieder entfernen zu lassen.
Morlok konnte vor Ort feststellen, daß beide Delphine schwer verletzt waren. Einer der Delphine hatte keine Zähne mehr und offenbar einen Kieferbruch. Der andere hatte blutige Hautabschürfungen im Kopfbereich und einen schweren Sonnenbrand.
Noch am frühen Montagmorgen wurden die beiden geschundenen Delphine per LKW wieder in das Delphinarium Güvercinlik in Bodrum transportiert. Die Tierschützer forderten die sofortige ärztliche Versorgung und ein schonendes Auswilderungsprogramm durch den Besitzer.
Mit dem kooperativen Bodrumer Bürgermeister Kocadon wollen die beiden Organisationen weiterhin Kontakt halten, damit eine gute Lösung für die eingesperrten Delphine gefunden wird. Mit den anderen Urlaubsstädten sind die Delphinschützer nicht so geduldig.
Da bisher keine Reaktion auf die Forderung nach Schließung der Delphinarien erfolgte, riefen ProWal und WDSF jetzt über Facebook zum Boykott der türkischen Urlaubsstädte mit Delphinarien auf. (Quelle: tourexpi)

Edremit, Mai 2011
Ehepaar durch eigene Selbstschußanlage getötet
Ein deutsch-türkisches Rentnerehepaar ist von seiner selbst gebauten Selbstschussanlage getötet worden. Wie türkische Zeitungen heute (31. Mai) berichteten, starben die 75-jährige Emmy Else G. und ihr fünf Jahr Selbstschuss-Schildälterer Mann Musa G. in einer Ferienhaussiedlung im westtürkischen Edremit. Das Paar habe die meiste Zeit des Jahres in Deutschland verbracht und sei nur in den Sommermonaten in die Türkei gekommen. Offenbar hätten die Eheleute bei der Ankunft in Edremit vergessen, die Selbstschußvorrichtung an ihrem Ferienhaus auszuschalten.
Der frühere Maschinenbau-Ingenieur G. habe die Anlage zur Abwehr von Einbrechern an dem Ferienhaus installiert, hieß es in den Berichten. Demnach aktivierte das Betreten einer Fußmatte vor der Haustür einen elektrischen Impuls, der Schüsse aus einem oberhalb der Tür installierten Gewehr auslöste. Mit einem Schalter konnte das System deaktiviert werden, doch habe das Ehepaar dies offenbar vergessen. Musa G. wurde von fünf Kugeln getroffen, seine Frau von drei. Beide waren sofort tot.
Vielleicht hätte das Rentnerpaar (auch für sich) ein Schild in den Garten stellen sollen. Man kennt das doch: Alzheimer & Co. (Quelle: Hürriyet)

Antalya, Mai 2011
Schnellbahntrasse zwischen Antalya und Kappadokien wünschenswert
Der neue Provinzgouverneur von Antalya, Ahmet Altıparmak, forderte ausländische Investoren dazu auf, in Projekte zu investieren, die einen Mehrwert erzeugen können. So schlägt er unter anderem den Bau einer Schnellbahn-Verbindung zwischen der türkischen Riviera und der zentralanatolischen Region Kappadokien, vor.
bahnlinien-kl1Dazu Altıparmak: “Das ist eine Investition, die sich sehr schnell rentieren wird und auch ein großes Potential besitzt. Immerhin wäre das eine Verkehrsverbindung, durch die auch die Bewohner des Schwarzmeergebiets, Ostanatoliens und Inneranatoliens an die Türkische Riviera angeschlossen würden. Außerdem wäre das auch ein touristisches Projekt, da es Kurzbesuche von Strandurlaubern aus Antalya ermöglichen würde. Dafür würden sich Millionen von Urlaubern interessieren.”
Gouverneur Altıparmak unterstrich, daß die Urlauber mit Hilfe des Hochgeschwindigkeitszugs Kappadokien innerhalb von drei bis fünf Stunden erreichen könnten. Auf der Strecke nach Kappadokien könne man zudem auch wichtige Städte wie Konya anschließen. (eB)

Ankara, Mai 2011
Tarsus soll zweites Antalya werden
Wie der türkische Minister für Kultur und Tourismus, Ertuğrul Günay, der Presse mitteilte, soll die südliche Provinz Mersin als neues Badeurlaubsziel ausgebaut werden (“Avsallar Post” berichtete bereits vor einem Jahr darüber), das zusätzlich auch historische und religionsgeschichtlich bedeutsame Stätten bietet. Dazu sollen die Regionen Tarsus und Kazanlı in der Provinz Ιçel westlich von Adana im östlichen Mittelmeergebiet der Türkei für den Badeurlaub entwickelt werden - mit Investitionen in Höhe von 800 Mio. US-Dollar. Dem türkischen Tourismusminister zufolge hat die Region “das Potential, ein Zweites Antalya zu werden”.
map-mersinDazu Staatsminister Zafer Çağlayan: “Wenn wir davon ausgehen, daß die dort zu bauenden Hotels 10 Monate pro Jahr geöffnet sein werden und zu 65 Prozent ausgelastet sind, wird die Region jährlich 1,8 Mio. Gäste haben. Das würde Einnahmen in Höhe von ca. 200 Mio. USD jährlich bedeuten.”
Informationen von der englischsprachigen türkischen Tageszeitung Today´s Zaman zufolge wurden für das Projekt 2,7 Mio. Quadratmeter Fläche ausgewiesen. Die 800 Mio. US-Dollar sollen bis zum Ende des Jahres in Tarsus investiert werden. Dabei sollen Hotels, Resorts, Gesundheitseinrichtungen und Kongressanlagen entstehen, heißt es. (Quelle: Today´s Zaman)

Güllük, Mai 2011
Labranda & Güllük Resort heißt jetzt “Scanway Bayview Hotel”
bayview-güllük
Es war im Oktober 2010 bereits bekannt, daß die Corinthia-Gruppe einen Käufer für seine Liegenschaft in Güllük gesucht hatte, nachdem der bisherige Pächter “Litera” ausgestiegen war.
Dies ist wohl nun geglückt. Denn, diese Anlage wird in der Saison 2011 als “Scanway Bayview Hotel” von mehreren Reisegesellschaften (u. a. Demed und LMX) angeboten. Und es bleibt zu hoffen, daß dieses Resort (und das kleine Fischerörtchen Güllük) auch die Aufmerksamkeit erfährt, die es verdient. (eB)

Bodrum, Mai 2011
Proteste waren erfolgreich - Bodrum schließt sein Delphinarium
Der Bürgermeister der türkischen Stadt Bodrum, Mehmet Kocadon, teilte den Geschäftsführern derdolphin Delfinschutz-Organisationen ProWal, Andreas Morlok, und Jürgen Ortmüller vom Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), in einem offiziellem Brief vom 02. Mai 2011 mit, daß er garantiere, daß der Delfinpark in Bodrum geschlossen wird.
Mehmet Kocadon: “Ihre Sorgen und Bedenken bezüglich der Delphine und ihrer Umweltbedingungen kann ich von ganzem Herzen nachempfinden und ich fühle mit Ihnen. Ich möchte Ihnen versichern, daß dieser Delfinpark in Bodrum in Zukunft nicht mehr existieren wird. Ich garantiere Ihnen, daß die in Bodrum gefangen gehaltenen Delphine auf jeden Fall ihre Freiheit wieder bekommen werden.” (Quelle: tourexpi)

Istanbul, Mai 2011
"Erdoğans verrücktes Projekt" - ein Plagiat
Jetzt, mitten im türkischen Parlamentswahlkampf, wurde "Erdoğans verrücktes Projekt" publik: ein neuer Kanal vom Schwarzen Meer zum Marmarameer, parallel zum Bosporus. "Wir krempeln unsere Ärmel auf für den Istanbul-Kanal, eines der größten Projekte seit Jahrhunderten, das den Panama- und den Suezkanal überstrahlen wird", verkündete der türkische Regierungschef mit viel Pathos bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Millionen-Metropole.
kanal istanbul-440 bis 45 Kilometer lang, 25 Meter tief, 150 Meter breit soll der neue Kanal werden. Das Ziel: Entlastung des Bosporus, durch den jährlich rund 50.000 Schiffe auf dem Weg zwischen der Ägäis und dem Schwarzen Meer ziehen, sowie Wegfall teurer Wartezeiten. Öltanker und Frachtschiffe mit chemischer Ladung sind über die Jahre zu einem erheblichen Risiko für Istanbul geworden. Der Bosporus ist an seiner engsten Stelle 750 Meter breit. 140 Millionen Tonnen Öl im Jahr werden durch die Wasserstraße befördert, die wegen ihrer Windungen für große Containerschiffe noch zusätzlich gefährlich ist.
Der neue Kanal soll am Westrand der Provinz Istanbul bei der Stadt Silivri am Marmarameer beginnen und durch den gleichnamigen Landkreis Silivri und den anschließenden Kreis Catalca pfeilgerade zur Schwarzmeerküste führen. Der europäische Teil Istanbuls würde damit zu einer Insel. Zu den Baukosten für den Kanal nannte Erdoğan keine Zahlen. Mit der Planung, die zwei Jahre dauere, würde aber sogleich begonnen. Der Aushub soll für einen dritten Flughafen für Istanbul (bis zu 60 Mio. Passagiere) sowie eine künstliche Insel im Marmarameer verwand werden.
Allerdings muß an der "Strahlkraft" jedoch noch gearbeitet werden: der Panama-Kanal ist 81,6 km, der Suezkanal 162,25 km lang. Außerdem ist „Erdoğans verrücktes Projekt“ ein Plagiat, denn er hat einen Planungsentwurf von Bülent Ecevit vom Januar 1994 abgekupfert. (eB)

Bottighofen, Schweiz, Mai 2011
Die seit Jahren höchste Preissteigerung für Reisen in die Türkei
AntalyaHavaLimani
Pauschalreisen in die Türkei haben sich im April ungewöhnlich stark verteuert. Es handelt sich um die höchste Preissteigerungsrate seit Jahren, wie das aktuelle Urlaubspreis - Barometer des Reiseportals HolidayCheck.de zeigt, das am 2. Mai veröffentlicht wurde.
Die Türkei profitiert davon, daß Urlauber, die ursprünglich Richtung Nordafrika reisen wollten, aufgrund der politischen Konflikte umbuchten, wie ein Sprecher des Portals sagte.
Für ihre Türkei-Ferien mussten Urlauber 13,9% mehr bezahlen. Für andere Mittelmeerziele zogen die Preise weniger stark an: Eine Griechenland- Pauschalreise kostete 5,5% mehr, eine Pauschalreise nach Mallorca 7,2% mehr. Tunesien-Reisende mußten hingegen 15,5% weniger ausgeben, Ägypten-Touristen zahlten 3,8% weniger als im Vorjahr. (Quelle: HolidayCheck)

Bodrum, April 2011
Vural Öger: “AI-Hotels müssen 10 km vom Zentrum entfernt sein.”
Vural Öger, der als Redner bei einem Tourismus-Workshop im türkischen Ferienort Bodrum auftrat, forderte, daß Hotels, die AI anbieten, mindestens 10 Kilometer vom Zentrum der Stadt entfernt liegen müssen.
Vural-ÖgerWie Eda Özsoy vom türkischen Tourismusportal “Turizm Güncel” berichtet, betonte Vural Öger, daß Bodrum immer noch eine besondere Rolle im Türkeitourismus spiele, die es zu erhalten gelte, indem man die Fehler vermeide, die Ferienorte wie Marmaris und Kusadasi in der Vergangenheit begangen hatten. Dazu führte Öger aus: “Bodrum hat etwas von St. Tropez, von Mykonos und von Ibiza, und darf auf keinen Fall zu einer Destination für den Massentourismus werden. Es ist ein Boutique-Reiseziel, und damit meine ich eine Stadt, in der alles ästhetisch gestaltet ist, von den Bürgersteigen über die Kleidung der Hotelangestellten bis hin zu den Werbeschildern. Dafür muß ein Konzept entwickelt werden.”
Zur weiteren Entwicklung Bodrums schlug Öger die Einrichtung eines Krankenhauskomplexes und von Golfplätzen vor, doch vor allem gelte es zu vermeiden, daß im Stadtzentrum oder in seiner Nähe AI-Hotels entstehen. Diese müßten mindestens 10 km vom Stadtzentrum entfernt liegen, sonst würden sie die hervorragenden Restaurants der Stadt bedrohen.
Diese Maßnahmen könnten auch andere Destinationen (z.B. Incekum) dazu verhelfen, sich vom Massentourismus abzusetzen. Denn Sonne, Strand und Meer reichen nicht, um auf Dauer die Urlauber zu binden. Besonders dann nicht, wenn die Preise so stark steigen, wie zur Zeit. (Quelle: Turizm Güncel)

Afyon, April 2011
Mittelanatolien will größtes Thermalgebiet Europas werden
Ali Acar, der Besitzer des Thermalhotels “Korel Termal”, will nun in Afyon eine zweite Anlage unter dem Namen “Alila Termal“ bauen. Die Anlage soll aus zwei Fünf-Sterne-Hotels nebst Apart-Anlage bestehen und in einer ersten Etappe 2.000 Betten erhalten.
afyon-badWie das türkische Portal “Turizmgazetesi.com” meldet, geht der Verkaufsdirektor des Alila Termal, Mehmet Basaran, davon aus, daß das Hotel die größte Thermalanlage Europas wird. Die Anlage soll auf einer Fläche von 130.000 Quadratmetern entstehen und 2 Fünfsternehotels erhalten, deren eines auch 150 Apartments mit versorgen wird.
Das zweite Hotel wird als VIP-Hotel verwöhnte Gäste ansprechen. Beide Hotels sowie die Apart-Anlagen sollen noch bis Januar 2012 fertiggestellt werden, heißt es in dem Bericht.
Die Kosten für das Projekt beziffert Basaran mit 80 Mio. Dollar, wobei er davon ausgeht, daß diese Kosten auch auf 110 Mio. Dollar steigen könnten. Die insgesamt 42 Thermalpools der Anlagen sollen für Männer und Frauen getrennt angelegt werden, es wird jedoch auch gemischtgeschlechtliche Anlagen geben.
Gleichzeitig entsteht der viertgrößter Passagierflughafen der Türkei
In der Mitte zwischen den Provinzstädten Afyon, Usak und Kütahya entsteht zur Zeit der viertgrößte Passagierflughafen der Türkei, der von der Firma IC betrieben werden soll, die zusammen mit Partner Fraport auch den Flughafen von Antalya betreibt. Die Bäderstadt Afyon verspricht sich von dem neuen Flughafen eine erhebliche Zunahme der Besucherzahl aus dem Ausland. (Quelle: tourexpi)

Köln, April 2011
Der Mobilfunkanbieter Turkcell jetzt auch in Deutschland vertreten
Der türkische Marktführer will mit der in Köln gegründeten Tochtergesellschaft Turkcell Europe seine Mobilfunkdienste in Deutschland und acht weiteren europäischen Ländern anbieten. Ab dem 4. April wird Turkcell über 1200 Läden in Deutschland vertrieben, teilte das Unternehmen mit.
turkcell_europeKunden telefonieren für 9 Cent pro Minute in deutsche Netze und die Türkei. Bei Nutzung der SIM-Karte im Turkcell - Netz in der Türkei entfallen Roaming-Gebühren. Turkcell hat neben Laufzeitverträgen auch Flatrates, Prepaid-Pakete sowie Tarife für mobiles Internet im Angebot. Dabei setzt der Mobilfunkanbieter hierzulande auf das Netz der Telekom, wie ein Telekom - Sprecher bestätigte.
Turkcell ist mit nach eigenen Angaben 33,5 Millionen Anschlußkunden einer der größten türkischen Telekommunikationsanbieter mit einem Jahresumsatz von zuletzt 9 Milliarden türkische Lira, ca. 4 Milliarden Euro. Mit der Kölner Tochtergesellschaft will das Unternehmen türkischstämmige Bürger in der EU ansprechen. (Quelle:Knoffi)

Hagen, März 2011
Deutsche Reiseveranstalter boykottieren türkische Delphinarien
delphinarium
Nach heftigen Interventionen bestätigten die deutschen Reiseveranstalter TUI, Thomas Cook mit Öger Tours, Neckermann- und Bucher-Reisen, Rewe Touristik mit Jahn und ITS, Schauinsland-Reisen, FTI Touristik und alltours dem Wal- und Delfinschutz- Forum (WDSF) aus Hagen, daß sie zum Beginn der Reisesaison 2011 bis auf weiteres keine Delphinarientouren in der Türkei mehr anbieten werden.
Das WDSF hatte mehrfach in der Türkei dokumentiert, daß Meeressäuger in Delphinarien unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden und hygienische Standards keine Berücksichtigung finden.
WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller (57): "Die Delphine verbrennen regelrecht bei über 40 Grad in der prallen Sonne der kleinen Betonbecken. Hinter den Kulissen spielen sich dramatische Todesszenen ab. Verstorbene Delphine werden sofort durch Importe aus Rußland, dem Mittelmeer und Japan ausgetauscht, sodaß Besucher die Verluste gar nicht bemerken. Überwiegend liegen gar keine Handelsbescheinigungen nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen vor. Es war bisher ein Millionengeschäft." (Quelle: tourexpi)

Ankara, März 2011
Neue Richtwerte für Wohnungsvermieter
Die Finanzbehörden in der Türkei haben die Grundstückswerte neu berechnet. Während früher beim Hauskauf nur ein Bruchteil der wahren Werte im Tapu eingetragen wurde, ist das in Zukunft kaum noch möglich. Manche im Tapu genannten Preise werden um bis zu 10.000 Prozent erhöht.
Die neuen Grundstückswerte haben noch weitere Folgen. Vom Finanzamt werden nur noch Mieteinnahmen akzeptiert, die mindestens 5 Prozent des Grundstückswertes erreichen. Auch bei der Grundsteuer werden die neu ermittelten Werte zugrunde gelegt. Beim nächsten Steuertermin am 31. März 2011 dürfte es daher viele überraschte Gesichter geben. (Quelle: Prima Türkei vom 17.03.2011)

Berlin, März 2011
Türkei wird strenger bei Langzeiturlauben
Die Türkei ist ein beliebtes Ziel zum Überwintern. Viele Deutsche lassen sich in den kalten Monaten an der türkischen Riviera nieder. Doch solche Langzeiturlaube gehen künftig nicht mehr ohne Visum.
Als Tourist kann man sich bis zu 90 Tagen
pro Halbjahr visumfrei im Land aufhalten. Die bisherige Praxis, nach einer eintägigen Ausreise einen erneuten Aufenthalt von 90 Tagen zu begründen, soll künftig durch die türkischen Behörden unterbunden werden. Für längere Aufenthalte wird daher dringend empfohlen, vor der Einreise ein türkisches Generalkonsulat zu kontaktieren und ggfs. ein Visum einzuholen. (Quelle: www.auswaertiges-amt.de)

Istanbul, März 2011
Mit dem Auto den Bosporus “unterqueren”
Während das Marmaray-Projekt - mit dem Europas Eisenbahn unterirdisch mit Asien verbunden werden soll - dem Ende entgegen geht (Avsallar Post berichtete darüber), ist schon für ein neues Projekt das Startsignal gegeben worden.
bosporus_karteNun soll eine unterirdische Autobahn in der Meerenge den europäischen und asiatischen Teil verbinden. Die Autostrecke, die zwei Kilometer südlich des Marmaray-Projekts entstehen soll, sei eine Alternative für die schnelle Überquerung des Bosporus in Istanbul.
Dreieinhalb, der insgesamt 14,5 Kilometer langen Autobahnstrecke, soll durch einen unterirdischen Tunnel im Bosporus verlaufen. In der ersten Phase des Projekts sollen die Strassen von Kazlicesme nach Kumkapiya ausgebaut werden. Die Tunnelröhre soll 27 Meter unter der Oberfläche und 61 Meter an der tiefsten Stelle verlegt werden. Auch sollen die Strassen an der Ankara - Göztepe - Kreuzung sowie andere Autobahnkreuze verbessert und ausgebaut werden.
Die Kosten des türkisch-südkoreanischen Firmenkonsortiums, die den Bau ohne öffentliche Mittel fertig stellen werden, würden sich auf 1,75 Milliarden US-Dollar belaufen. In dreieinhalb Jahren soll das Projekt abgeschlossen werden und die Fahrtzeit, der Strecke zwischen Kazlicesme-Göztepe von derzeit 100 Minuten auf eine Viertelstunde verkürzen. (Quelle: www.trtdeutsch.com - 03.03.2011)

Istanbul, Februar 2011
Vorsicht bei betrügerische Gewinnmitteilungen aus der Türkei
Die Verbraucherzentrale und mehrere Kriminalpolizeiinspektionen warnen vor Anrufen einer "Gewinnermittlungszentrale - Istanbul". Die Gauner zielen auf Senioren im gesamten Bundesgebiet ab. Ihr Köder: "Sie haben einen nagelneuen Mercedes der Klasse SLK 200 Kompressor im Wert von 45.800,00 Euro gewonnen.”
mercedes-slkDie Betrüger melden sich entweder als "Herr Schönberger" und "Frau Siefer" von einer angeblichen "Notarkanzlei Siefert & Co." in Istanbul. Oder die Anrufe kommen von einer in Berlin tatsächlich existierenden Kanzlei.
Einer vermeintlichen "Gewinnerin" wurde am Telefon alternativ zum Luxuswagen ein Barbetrag von 42.500 Euro angeboten. Dennoch hieß es auch dazu: In jedem Fall müsse sie über den Dienstleister Western Union vorab 620 Euro für eine Vollkaskoversicherung des Mercedes in die Türkei überweisen.
Auch andere vorgebliche "Gewinner" sollten erst mal zahlen: 500 Euro "Fluggebühr", um das Auto abzuholen, eine "Grenzzollabgabe" oder eine "Umtausch- oder Bearbeitungspauschale". Die Vorkasse-Beträge liegen zwischen 500 und sogar 1.300 Euro.
Um die Senioren von ihrer Seriosität zu überzeugen, schicken die Betrüger auch schon mal ein Fax aus Istanbul, das den vermeintlichen "Gewinn" bestätigt.
Fakt ist: Es gibt keinen Gewinn, und das überwiesene Geld ist verloren. (Quelle: STERN)

Ankara, Februar 2011
Türkei stellt Zwangsehen unter Strafe
Auch in der Türkei sollen Zwangsehen einem Gesetzentwurf zufolge künftig als eigener Straftatbestand
Türk-hochzeitgeahndet werden. Der Entwurf von mehreren Abgeordneten der religiös-konservativen Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdğan sieht eine Haftstrafe von bis zu sechs Jahren bei Zwangsverheiratungen vor, wie die türkische Presse am 10.2.2011 meldete. Bei einem Selbstmord des Opfers der Zwangsehe steigt die Strafe demnach auf bis zu zehn Jahre.
Der Gesetzentwurf wurde jetzt ins Parlament von Ankara eingebracht. Wann mit einer Verabschiedung zu rechnen ist, war zunächst nicht bekannt.
Auch die deutsche Bundesregierung will einen eigenen Straftatbestand der Zwangsheirat schaffen; ein Gesetzentwurf dazu ist derzeit im Parlament.
In der Türkei sollen darüber hinaus die Strafen für Sexualstraftäter und Kinderschänder erhöht werden. Geplant ist die chemische Kastration von Sexualstraftätern, die für Wiederholungstäter zwingend, bei Ersttätern als Therapiemöglichkeit eingeführt werden soll. (Quelle: Hürriyet)

 

Ankara, Januar 2011
Regierung Erdoğan erschwert Alkoholausschank drastisch
Mit Hilfe einer neuen Verordnung will die türkische Regierung den Konsum alkoholischer Getränke, aber auch die Möglichkeit, für sie zu werben und sie zu verkaufen, deutlich einschränken. Wie das türkische Portal “Turizmgazetesi” berichtet, werten Experten diese neue Verordnung als ein Versuch, den Konsum von Alkohol in den Städten zu erschweren.
alkohol_245xZu den Auswirkungen der neuen Verordnung gehört, daß der Alkoholkonsum bei Hochzeiten in Ausflugsgebieten außerhalb der Städte verboten wird. Außerdem ist es der neuen Verordnung zufolge nicht mehr möglich, alkoholische Getränke bei Cocktailempfängen zu musikalischen und künstlerischen Veranstaltungen auszuschenken. Des Weiteren wird die Vergabe von Ausschanklizenzen an Gaststätten an Überlandstraßen deutlich erschwert.
Das führt auch dazu, daß es kaum mehr möglich sein wird, in Fischrestaurants an den Küsten des Landes außerhalb der Stadtgebiete Alkohol zu sich zu nehmen. Im Klartext heißt das: Kein Raki mehr mit Aussicht auf das Meer in idyllischen Buchten.
Die neue Verordnung verbietet aber auch das Verschenken von alkoholischen Getränken zu Werbezwecken beispielsweise zu Silvester, und auch den Verkauf von Alkoholika mit Werbemitteln wie Gläsern mit dem Logo der betreffenden Marke darauf.
Zur gleichen Zeit werden auch die Möglichkeiten, für Alkoholika zu werben, drastisch eingeschränkt. So soll es zukünftig untersagt sein, mit Begriffspaaren wie “Raki und Fisch”, “Raki und Vorspeisen”, “Wein und Essen” auch in optischer Weise zu werben. Im Klartext bedeutet das: Anzeigen, in denen ein Glas Wein zu einem opulenten Mahl dargestellt wird, sind ab sofort verboten.
Etliche der Fotos, die tagtäglich in Reisemagazinen veröffentlicht werden, auf denen der gedeckte Tisch eines Restaurants mit Blick auf den Bosporus inklusive Weingläsern und Flaschen zu sehen sind, sind also ab sofort verboten. Das bedeutet, daß auch Hotels und Restaurants ihre Webseiten verändern müssen, wenn sie nicht straffällig werden wollen.
Kein Wunder, daß auch die türkische Reisebranche besorgt auf diese neue Verordnung reagiert. So zitiert “Turizmgazetesi” den Präsidenten des Hotelverbandes Südliche Ägäis (GETOB), Ilhan Acikgöz, mit den Worten: “Ich kann gar nicht glauben, daß es diese Verordnung gibt. Auch Fünfsternehotels und Feriendörfer können außerhalb von Städten an Straßen liegen, wenn ihnen nun der Verkauf von Alkoholika untersagt wird, können die gleich schließen. Wie sollen wir das den Urlaubern aus dem Ausland erklären?”
Auch Yakup Avci vom Verband GETOB fand deutliche Worte gegen die Verordnung: “Daß diese Regierung, die den wirtschaftlichen Liberalismus vertritt, so intensiv in das soziale Leben eingreift, weckt ernste Sorgen in Bezug auf die zukünftigen Handlungen dieser Regierung.” (Quelle: tourexpi)

Ankara, Januar 2011
Unbegründete Anrufe beim Notruf 112 bald strafbar!
Alleine in der Provinz Antalya, wo die Türkei ein Pilotprojekt zur Untersuchung eingehender Notrufe gestartet hat, wurden im letzten Jahr 2,5 Mio. Anrufe bei der Notrufzentrale 112 registriert. Davon wurden jedoch sage und schreibe 92 % als “unbegründete Anrufe” gewertet. Viele der Anrufer wollten einfach nur nach Adressen fragen, Strom- und Wasserausfälle melden, nach ihrer vermißten Katze suchen lassen, oder einfach nur über Liebeskummer sprechen.
112Bei den lediglich 8 % der Anrufe ging es zum großen Teil um Gesundheitsprobleme (165.325 Anrufe), Brandmeldungen (22.245), Kriminalfälle (27.123) und Angelegenheiten, die die Gendarmerie betrafen (9.532).
Nun denkt das türkische Innenministerium über die Einführung einer Geldstrafe für “unbegründete” Anrufe in den überlasteten Notrufzentralen nach. Diese soll bei einem Erstanruf 500 TL (ca. 250 Euro), bei einem weiteren Anruf trotz Belehrung sogar 1.000 TL (ca. 500 Euro) betragen. Urlauber sollten sich also davor in Acht nehmen, einfach mal eine Bagatelle an die Notrufzentrale 112 zu melden - das könnte den Urlaub teuer werden lassen. (Quelle: tourexpi)

Ankara, Dezember 2010
Was in Deutschland nicht möglich scheint ...
Small_lira
... ist in der Türkei ganz normal: der Mindestlohn. Und es ist nicht nur, das es ihn gibt, sondern er wird ständig und nicht unerheblich angepaßt.
So beträgt der Mindestlohn für Lohnempfänger unter 16 Jahren ab 1.1.2011 pro Monat brutto 679,50 TL (546,20 TL netto) und für die 2. Jahreshälfte steigt er auf 715,50 TL (571,97 TL netto).
Lohnempfänger über 16 Jahre können ab 1.1.2011 einen monatlichen Mindestlohn von 796,50 TL brutto (629,96 TL netto) erwarten und für die 2. Jahreshälfte gibt es dann mindestens 837 TL brutto (655.57 TL netto). (eB)

Ankara, Dezember 2010
Für 2011 wurden Verkehrsstrafen erneut erhöht
Für Fahren unter Alkohol werden dann 590 TL fällig. Beim zweiten Alkoholvergehen beträgt die Strafe 740 TL. Beim dritten Mal beträgt die Strafe bis zu 3.000 TL und es droht sogar ein Gefängnisaufenthalt.
Bei “Rot” über die Ampel kosten ab 2011 140 TL, überschreiten der Höchstgeschwindigkeit von 10 bis 30 Prozent 140 TL und bei mehr als 30 Prozent sogar 291 TL Strafe.
“Nur” 67 TL kosten: - Nichtanschnallen, - Überschreiten des TÜV-Termins, - defekte Bremsen, - abgefahrene Reifen, - defekte Scheinwerfer, - verbotenes Parken, - falsches Abbiegen.
Parken auf Behindertenparkplätzen wird mit 133 TL bestraft.
Wer mit einem Auto ohne Zulassung fährt, muß 590 TL zahlen. Fahren ohne Führerschein kostet 740 TL.
Rauchen in öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln kostet 75 TL Strafe. (Quelle: tourexpi)

Ankara, Dezember 2010
Türkische Hoteliers wollen griechische Inseln kaufen

Wie die türkische Nachrichtenagentur Cihan meldet, befindet sich der Verband GETOB nach Angaben seines Vorsitzenden Ilhan Açıkgöz zur Zeit in Gesprächen mit griechischen Unternehmern und Hoteliers, da die Hotels des Verbandes auf den von der Krise in Mitleidenschaft gezogenen griechischen Ägäis-Inseln investieren wollen.
Hintergrund sind Berichte griechischer Zeitungen, denen zufolge das griechische Finanzministerium den Verkauf einzelner Inseln und Flughäfen auch an internationale Investoren plante. Obwohl die griechische Regierung diesen Beschluß nach öffentlichen Protesten zurückgezogen hatte, gibt Açıkgöz an, daß die betreffenden Gespräche fortgeführt werden. „Wenn wir nun auch von der türkischen Regierung Unterstützung erhielten,“ kommentiert der GETOB-Vorsitzende dazu, „dann können wir als Hoteliers ein gemeinsames Unternehmen gründen und die Inseln übernehmen.“
meisKonkret sind den Angaben zufolge Hoteliers aus Marmaris, Bodrum, Fethiye und Göcek daran interessiert, zwei griechische Inseln und einen Flughafen zu übernehmen.
Hoffentlich ist Kastelorizo/Megisti (Meis) nicht von dem Kaufrausch betroffen. Sonst müssen die Langzeiturlauber entferntere griechische Inseln ansteuern, um erneut einen Einreisestempel (der den Aufenthalt in der Türkei für weitere 90 Tage erlaubt) zu ergattern. Mit einem 1-Tages-Trip ist es dann nicht mehr getan. (eB)

Istanbul, November 2010
Mit dem Zug von Europa nach Asien
Vor 40 Jahren konnte der Bosporus nur mit dem Boot überquert werden. Inzwischen hat sich die Bevölkerung aber auf ca. 12 Mio. Bürger vervierfacht. Die Schaffung neuer städtische Infrastrukturen waren für die Stadtverwaltung unumgänglich, um seine Bürger weiter zu mobilisieren: Im Jahr 1967 wurde der Bau der ersten Hängebrücke für Kraftfahrzeuge gesetzlich beschlossen; 1988 die zweite Brücke eröffnet; 1989 die erste Stadtbahn gebaut; im Jahr 1990 die Straßenbahnlinie und im Jahr 2000 die erste U-Bahnlinie. Und eine 3. Brücke für Kraftfahrzeuge ist bereits in Planung. Und wer Istanbul schon mal mit einem Kfz bereist hat, weiß, daß der Verkehr immer noch von langen Staus geprägt ist.
Marmaray_1Zu einem Ausweg aus dieser Misere sollte das Marmaray-Projekt führen. Und das ist nahezu abgeschlossen und soll nun im Jahr 2012 endlich mit zweijähriger Verspätung - aufgrund sensationeller archäologische Funde an der Baustelle Yenikapi - in Betrieb gehen.
Der Marmaray Tunnel ist Teil eines größeren Projekts, daß die Aktualisierung der bestehenden Bahnlinien und 37 bestehende Stationen beinhaltet, eine neue durchgehende Linie von Gebze nach Halkali.
60 m unterhalb des Meeresspiegels ist der Tunnel 1,4 Kilometer lang. Über sich 4,6 m angespülte Erde und 55 m Wasser und ist somit der "tiefste unterseeische Tauchrohr-Tunnel" der Welt. Auf europäischer und auf der asiatischen Seite des Bosporus verlaufen ca. 10 km Bahngleise unterirdisch, bevor sie bei Yedikule, bzw. Sügütlücesme (Üsküdar) wieder ans Tageslicht kommen.
Der neue Eisenbahntunnel wird 70.000 Passagiere pro Stunde in 4 Minuten über den Bosporus führen, während die Reise von Gebze nach Halkali um 40 auf insgesamt 105 Minuten reduziert werden kann. Es wird prognostiziert, daß die Nutzung des Schienenverkehrs in Istanbul von 4,6% auf 27,7% steigen wird, nachdem die neue Bahnlinie vollständig aufgebaut ist.
Dieses gigantische Projekt kann (auf englisch) hier verfolgt werden: http://www.marmaray.com/turindex.asp

Ankara, Oktober 2010
Immer mehr historische Kirchen werden für Gottesdienste frei gegeben
Mit einer Lockerung der Genehmigungspflichten will die türkische Regierung offenbar die Freigabe der Paulus-Kirche und anderen christlich-religiösen Einrichtungen in der Türkei für Gottesdienste erleichtern.
Akdamar Kirche-VanLaut der Zeitung “Milliyet”, hätten sich das Außen-, Innen- und das Kultusministerium auf die Erleichterungen geeinigt, die für die Paulus-Kirche in Tarsus und 15 weitere Kirchen gelten sollen. Das Kulturministerium erklärte, daß eine endgültige Entscheidung zwar noch ausstehe, aber zukünftig keine ministerielle Genehmigung aus Ankara mehr notwendig sein sollen, wenn Christen in den 16 Kirchen Gottesdienste wünschen. Es müsse lediglich ein Antrag beim zuständigen Gouverneursamt gestellt werden.
Die Regierung hatte erst vor kurzem einen griechisch-orthodoxen und einen armenischen Gottesdienst in alten Gotteshäusern Anatoliens genehmigt und dies als positive Geste an die Christen bezeichnet. Der Leiter des staatlichen Religionsamtes, Ali Bardakoğlu, sprach sich für eine dauerhafte Umwandlung der Paulus-Kirche von einem Museum in ein Gotteshaus aus, wie es von der katholischen Kirche seit langem gefordert wird.
Neben der Paulus-Kirche stehen Kirchen in Izmir und in Zentralanatolien auf der Liste der 16 Gotteshäuser, darunter die Peter-Kirche in Antakya und die Kirche des Heiligen St. Nikolaus in Myra. In dem ehemaligen griechisch-orthodoxen Kloster Sämela in Nordostanatolien sowie der alten armenischen Heilig-Kreuz-Kirche auf der Insel Akdamar im Van-See, wo vor kurzem Gottesdienste für Griechen und Armenier gefeiert wurden, soll künftig ein Gottesdienst im Jahr erlaubt sein. (Quelle: tourexpi)

Izmit, September 2010
3,8 km lange Brücke über den Golf von Izmit wird gebaut
Der türkische Verkehrsminister Binali Yildirim unterschrieb einen Vertrag über den Bau einer neuen Brücke über den Golf von Izmit östlich von Istanbul nebst dem Bau neuer Überlandstraßen, die den Weg von Istanbul nach Bursa, Eskisehir und Izmir erheblich verkürzen werden.
golf-izmitIzmitbrückeDas größte Straßenprojekt der Türkei soll innerhalb von 20 Monaten fertiggestellt werden und wird den türkischen Staat 11 Mrd. TL (ca. 5,5 Mrd. Euro) kosten.
Die Fahrzeit zwischen Istanbul und Izmir wird dann nur noch zwischen 3 und 3,5 Stunden betragen. Bisher muß der gesamte Golf von Izmit umfahren, bzw. eine Autofähre zur Überquerung des Meeres genutzt werden.
Die Brücke wird auch Städte wie Yalova, Iznik und Bursa wesentlich besser an den Großraum Istanbul anbinden. Auch wird die Möglichkeit zu neuen Tagesausflügen für Besucher Istanbuls in die geschichtsträchtigen Städte Bursa (erste Hauptstadt des Osmanischen Reiches) und Iznik (das antike Nikäa, bekannt durch christlicher Konzile) geboten werden. (Quelle: tourexpi)

Istanbul, September 2010
Barzahlungen bei Maut nicht mehr möglich
Europabrücke
Ab sofort gibt es keine Möglichkeiten der Barzahlung an mautpflichtigen Strecken mehr. Betroffen sind die Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke sowie die Boğaziçi- (Europa-) Brücke in Istanbul. Auch die Mautschalter für Barzahlungen an den Autobahnstrecken Ankara-Istanbul, Istanbul-Edirne, Izmir-Aydin und Izmir-Cesme wurden geschlossen.
Somit sind nur noch zwei Zahlungsmethoden möglich: Entweder Bezahlung mit dem OGS-Gerät, einem automatischen Durchfahrtssystem oder mit der KGS-Karte, einem Kartensystem ähnlich einer Kreditkarte.
Wer also mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen unbedingt mautpflichtige Streckenabschnitte befahren will, muß sich die KGS-Karte besorgen. (Quelle: Prima Türkei)

Ankara, September 2010
500.000 neue Wohneinheiten in TOKI-Hochhäusern
Die türkische Regierung ließ und läßt überall im Land Trabantenstädte entstehen. Und löst damit eine Völkerwanderung aus: Von Anatolien nach Westen - von der Tradition in die Moderne.TOKI2
TOKI1TOKI (Toplu Konut Idaresi Baskanligi), staatliche Behörde zur Entwicklung des Wohnungsbaus: Seit 2002, dem Wahlsieg der “Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung” (AKP), verwandelt sie das Bild der Städte in der Türkei. Und hat dabei eine “Generalmobilmachung” ausgerufen. Das Ziel: eine halbe Million neue Wohnungen bis 2010.
       (Bilder aus Anamur)
Und alle in Hochhäusern. Entworfen im TOKI - Hauptquartier in Ankara. Ein Dutzend Bautypen für ein ganzes Land. Ein Lebensmodell geht in Serie: die Existenz im “apartman dairesi”, der Etagenwohnung, in der bis auf Farbanstrich, Schranktyp und Bodenbelag die Bauvorschriften aus der Hauptstadt regieren. Und oben, unter dem angedeuteten Dachfirst, prangen wie Königswappen die Insignien der mächtigen Modernisierungsmaschine TOKI. Man muß diese Trabantenstädte aber nicht schön finden! (eB)

Ankara, September 2010
Türkei auf dem Weg zur ökonomischen Großmacht
Die Börse feiert das Referendum in der Türkei mit Kursgewinnen. Geht es nach der Meinung der Kapitalmarktakteure, macht die türkische AKP-Regierung fast alles richtig. Investoren werten die von Erdogan_fahnenMinisterpräsident Recep Tayyip Erdoğan gewonnene Volksabstimmung (77 % Beteiligung, 58 % Zustimmung) über weit reichende Verfassungsänderungen als wichtigen Schritt zur Modernisierung des Landes.
Das Land am Bosporus gilt als großer Aufsteiger der vergangenen Jahre. Während die Mittelmeerländer der Europäischen Union (EU) in eine tiefe wirtschaftliche Krise gestürzt sind, nähert sich die 77-Millionen-Einwohner-Nation im östlichen Mittelmeer mit beachtlicher Geschwindigkeit westlichen Wohlstandsstandards an. Experten sind davon überzeugt, daß die Türkei eine Wirtschaftsmacht ist, mit der in Zukunft gerechnet werden muss. (Quelle: Welt online)

Ankara, August 2010
110 km/h auf Landstrassen
110-kmh
Das türkischen Verkehrsministerium hat eine Verordnung erlassen, die auf gut ausgebauten Strassen eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h (statt bisher 90 km/h) erlauben soll. Diese neue Geschwindigkeitsregel soll aber nur dort gelten, wo entsprechende Schilder dies zulassen. Voraussetzung dafür wäre eine Strassenführung mit Leitplanken und wenig Kreuzungen, wie z.B. der überwiegende Teil der D400 zwischen Antalya und Alanya.
Es bleibt nur zu hoffen, daß sich die Autofahrer vor Hotelanlagen und entlang der Ortschaften an die hoffentlich installierten Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder halten, sonst wird es noch mehr Tote auf dieser Touristenrollbahn geben. Und dann wird nicht nur der Gemeinderat des Ortes Avsallar über eine Entschärfung dieses Gefahrenpotentials nachdenken. (eB)

Fethiye, Juni 2010
Protestaktion: Türkisches Hotel hält Delphine im Swimmingpool!
Eine geplante “Attraktion” wurde zum Schuß, der nach hinten losging: In Hisarönü bei Fethiye hält ein Hotel Delphine im Minipool zum ”Delphinschwimmen”.
sealanyaUnglaublich, mit welch unbekümmerter Einstellung sich manche Menschen über die Bedürfnisse von Tieren hinwegsetzen: Wie oe24.at berichtet, hält ein Hotel in Hisarönü bei Fethiye zwei Delphine im nur 11 x 22 Meter großen Minipool.
Der Grund: Das Hotel will seinen Gästen die Möglichkeit bieten, mit den Delphinen zu schwimmen.
Nun sorgt eine Protestaktion auf den Webseiten von “Facebook” für eine Welle der Empörung gegen die vollkommen unartgerechte Haltung der sympathischen Meeressäuger.
Hotelbesitzer Alexander Kusnetsow ficht das indessen gar nicht an. Laut oe24.at sagte er zu den Vorwürfen: “Hisarönü braucht so etwas. Ansonsten haben Touristen hier nur Bars und Restaurants.” Außerdem ist er weiterhin der Meinung: ”Touristen werden begeistert sein.”
Der öffentliche Druck wird ihm jedoch sicherlich zeigen, daß das kaum der Fall sein wird. (Quelle: tourexpi)

Ankara, Mai 2010
Provinz Mersin wird neues Urlaubsgebiet
Hüseyin Aksoy, Gouverneur der Provinz Mersin, betonte die guten Chancen, die Mersin als ein aufstrebende, neue Urlaubsdestination besitzt und gab in der Fernsehsendung “Tourismus-Parlament” Auskunft über konkrete Vorhaben und aktuelle Zahlen. Zu den auszubauenden Gebieten gehören ihm zufolge die Region Tarsus-Kazanli, wo Investoren bereits Grundstücke zur Verfügung gestellt wurden. Dort sollen 2 Golfanlagen, Hotelanlagen mit 7.600 Betten sowie ein Kongresszentrum entstehen. Erste Urlauber werden dort für das Jahr 2013 erwartet.
mersinGouverneur Aksoy erläuterte jedoch auch, daß die Provinz Mersin - von Anamur im Westen bis Tarsus im Osten - insgesamt 8 Urlaubsgebiete erhalten soll, wobei für 7 davon bereits konkrete Planungen im Gange sind. Besondere Bedeutung soll dabei auch ein Wintersportzentrum im Gebiet Karbogazi in den Bergen des Hinterlandes erhalten.
Insgesamt verfügt die Provinz Mersin über 321 km Küsten, die für den Badeurlaub geeignet sind. Doch sollen zusätzlich auch alternative Tourismusformen wie Gebirgstourismus, Religionstourismus sowie Kulturreisen zu den an historischen Sehenswürdigkeiten reichen Region entwickelt und angeboten werden. Dazu arbeitet man sowohl mit der EU als auch mit zivilgesellschaftlichen Initiativen vor Ort eng zusammen. Zu den Projekten, die bald abgeschlossen werden können, zählt auch die Anlage von zwei Yachthäfen. (Quelle: tourexpi)

Istanbul, Mai 2010
Istanbul erhält dritte Brücke über den Bosporus
Bosporusbrücke
Die türkische Metropole Istanbul erhält eine dritte Autobahnbrücke von Europa nach Asien. Die rund 1,3 Kilometer lange und 4,5 Milliarden Euro teure Brücke über den Bosporus wird rund 30 Kilometer nordöstlich der Innenstadt in der Nähe des Schwarzen Meeres gebaut, wie Verkehrsminister Binali Yildirim in Ankara mitteilte. Das Projekt dient der Entlastung der beiden bereits bestehenden Bosporusbrücken, auf denen jedes Jahr mehr als 100 Millionen Fahrzeuge von einem Kontinent zum anderen fahren. (Quelle: AFP)

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© Heinz-Ulrich Hartung                         letzte Überarbeitung: 07.12.2015