Bisher

Erstbesucher

Olympos - ein geschichtsträchtiger Ort

Nur einen Kilometer nach der Abfahrt zum Cirali-Strand (aus Richtung Kemer kommend) biegt die Straße nach Olympos links ab. Wieder eine kurvenreiche Strecke bergab Richtung Küste. Dieser geteerte Weg bis Olympos beträgt etwa 12 Kilometer. Dann sieht man auch schon die ersten „Baumhäuser“, Blockhütten und kleine Pensionen. Die Landwirtschaft war geprägt von Weidewirtschaft und Zitrusplantagen. Aber auch hier wieder etliche Gewächshäuser in denen Tomaten, Paprika und Zucchini angebaut wurden.
Cirali-KarteNeben dem Eingang zur antiken Stadt Olympos konnten wir auf einen neu angelegten und umzäunten Parkplatz fahren (4 TL) und am Kassenhäuschen zweimal 3 TL für den Eintritt bezahlen.
Sehr viel war von dem alten Olympos nicht zu sehen. Alles nur Reste und Ruinen. Zwar hatte man begonnen, einige Gebäudeteile wieder zu rekonstruieren, aber Ausgrabungen und fertige Bauwerke oder Bauwerksteile sucht der Besucher hier vergebens. Die Masse an „alten Steinen“ war noch unter Gestrüpp verborgen und nur wenige Gebäudereste, auf beiden Seiten des Flusses, zeigten sich dem Auge des Betrachters.
Der Besucherweg führte entlang des Flusses direkt zum Meer und war gespickt mit Hinweistafeln. Diese verwiesen auf etliche Ruinen, die abseits lagen, aber selten die ursprüngliche Bedeutung erkennen ließen.
Am Meer angekommen befand man sich an einem schönen Sandstrand. Es war der Endpunkt des Caretta-Strandes von Çirali. Nur getrennt durch den Ulupinar Dere. Hier war auch einer der Ankerplätze der Gulets, die von Kemer aus zu den Tagestouren starteten. Die anderen Plätze sind Phaselis und die „drei Inseln“ vor Tekirova.

Bauten und Münzprägung legen eine Gründung der Stadt Olympos in hellenistischer Zeit nahe. Als bedeutendes Mitglied des Lykischen Bundes wird sie zu Anfang des 1. Jahrhunderts v. Chr. erwähnt, fiel aber ebenso, wie das nahe gelegene Phaselis, den Piraten zum Opfer, die sich unter Führung eines gewissen Zeniketes hier einnisteten. 77 v. Chr. wurden die Piraten von Publius Servilius Vatia (Isauricus) vernichtend geschlagen und als Zeniketes in seiner Festung auf dem Olympos keinen Ausweg mehr sah, setzte er sein Haus in Brand und verbrannte sich und seine Familie.
Ihren einstigen Wohlstand erreichte die Stadt auch zur römischen Kaiserzeit unter Hadrian nicht mehr, obwohl sie noch einmal einen Aufschwung nehmen konnte. Berühmt war Olympos allerdings wegen seines Kultes für Hephaistos, der im unmittelbaren Zusammenhang mit den nahe gelegenen "ewigen Feuern" der Chimaira zu sehen ist. Im 3. Jahrhundert n. Chr. wird Olympos noch einmal als Bischofssitz erwähnt - im 15. Jahrhundert verließen jedoch die letzten Einwohner endgültig die Stadt.
(aus Wikipedia)

 

1  Wohnhaus mit Mosaik
2  Akropolis
3  Sumpf
4  Tempel
5  Hafenmausoleum
6  Hafenstraße
7  Basilika
8  römisches Bad
9  Gymnasium
10 Hafenbad
11 Basilika
12 mitteralterliche Festung
13 Theater
14 Westnekropole

Copyright by
http://www.histolia.de

© Heinz-Ulrich Hartung                         letzte Überarbeitung: 07.12.2015