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Rothenburg ob der Tauber

Wenn für eine Stadt eine eigene Seite eingerichtet wird, dann hat das auch einen simplen Grund: Rothenburg o.d.T. ist immer einen Ausflug wert.
In Deutschland gibt es noch viele Städte mit historischem Stadtkern (Dinkelsbühl, Schwäbisch Hall, Goslar, Hannoversch Münden, Herborn, Tecklenburg, Hornburg und Landsberg/Lech, um nur einige zu nennen) aber in keiner Stadt ist das mittelalterliche Stadtbild innerhalb der Stadtmauern noch so gut erhalten wie in Rothenburg o.d.T. Daher ist es auch nur verständlich, daß die Stadt bestrebt ist, als Weltkulturerbe von der UNESCO anerkannt zu werden.
Die Wurzeln von Rothenburg liegen in Detwang, einem heutigen Stadtteil von Rothenburg. Diese Pfarrei wurde um 970 von einem ostfränkischen Adligen namens Reiniger errichtet. Die Erhebung von Rothenburg zur Reichsstadt erfolgte am 15. Mai 1274 durch König Rudolf von Habsburg.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1631 von 60.000 Mann unter General Graf von Tilly belagert und eingenommen. Aus diesem Anlaß findet noch heute jährlich vor dem Rathaus das Festspiel “Der Meistertrunk” statt.

Es gibt keine historischen Belege dafür, daß der Feldherr Tilly die eroberte Stadt betreten hat. Glaubt man aber dem Theaterstück von Adam Hörber, dann soll sich die Geschichte folgendermaßen zugetragen haben: Tilly hatte die Ratsherren zum Tode verurteilt und wollte die Stadt brandschatzen lassen. In ihrer Not boten ihm die Ratsherren als Willkommenstrunk Wein in einem prachtvollen bunten Glasbecher dar, der 3 1/4 Liter faßte. Tilly wurde dadurch milde gestimmt und sagte, wenn jemand diesen Becher voll Wein in einem Zuge austrinken könne, würde er die Stadt verschonen. Altbürgermeister Georg Nusch meldete sich freiwillig, und zu jedermanns Erstaunen gelang es ihm, den Becher in einem Zuge zu leeren. Tilly war dadurch so beeindruckt, daß er die Stadt verschonte. (aus Wikipedia)

Nachdem die letzten Soldaten 1650 die Stadt verlassen hatten, versank Rothenburg o.d.T. in eine Art Dornröschenschlaf. Die Entwicklung stand praktisch still und die Stadt verlor an Bedeutung. Dies ist wohl auch der Grund, warum sich die Stadt bzw. ihre alte Bausubstanz in einem dermaßen gut erhaltenen Zustand befindet. Denn Rothenburg ist weltbekannt für seine gut erhaltene Altstadt aus dem Mittelalter mit vielen verschachtelten Gäßchen, Türmen und von Fachwerkhäusern umstandenen kleinen Plätzen. Daher wurde Rothenburg schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt und gilt im Ausland als Prototyp einer mittelalterlichen deutschen Stadt. Insbesondere Besucher aus Japan machen bei organisierten Reisen durch Europa hier Halt.
Die Stadt bietet neben Hotels und Gasthöfen auch einen nahe gelegenen Campingplatz und zwei Reisemobil- Stellplätze sowie eine Jugendherberge, die in der ehemaligen Roßmühle der Stadt untergebracht ist.

© Heinz-Ulrich Hartung                         letzte Überarbeitung: 07.12.2015