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Nützliche Hinweise und Tipps für Gäste der Türkei

 

 

 

Islamische Feiertage in 2017 (islamischer Kalender 1438)

27.05. bis 25.05. Ramazan / Ramadan / Fastenzeit
Die ortsgenauen Sonnenauf- und -untergänge (auf türkisch) findest du HIER.
Erste Seite: im ersten Feld das Land wählen
Zweite Seite: im zweiten Feld die Stadt wählen und danach WEB TAKVIMI drücken
Den Sonnenauf- und -untergang für den Tag am gewählten Ort liest du
in der
mittleren Zeile ab.
(der rote Zeiger in der Windrose zeigt Richtung Mekka)


25.06. bis 28.06. Ramazan bayram
ı (Zuckerfest / Fastenbrechen)
01.09. bis 04.09. Kurban bayram
ı (Opferfest)

Gesetzl. Türkische Feiertage

01.01. Neujahr

23.04. Tag der Nationalen Souveränität und Tag des Kindes
01.05. Arbeits- und Solidaritätstag

19.05.  Atatürk Gedenktag und Tag der Jugend und des Sports

30.08.  Tag der Befreiung (Sieg über die Griechen 1922)

29.10. Nationalfeiertag (1923 wurde die Türkische Republik ausgerufen)
10.11.  Todestag Atatürks - nicht gesetzlich verankert

Türkische Schulferien 2016 (ohne Gewähr)

30.01. - 12.02. Winterferien
29.06. - 15.09. Sommerferien


LINK zu
Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise zur Türkei
durch das Auswärtige Amt der BRD

 

Reiseausrüstung

Reisedokumente

Deviseneinfuhr

Zoll Einreise

Zoll Ausreise

sonst. Formalien

Hotelkategorien

3-Sterne-Hotel

4-Sterne-Hotel

5-Sterne-Hotel

sonst. Hotel-Tips

Döner mit alles

Türkisches Essen

Restaurant

Mustafa Kemal P.

Kahve - Teehaus

Russenplage

Kriminalität

Leitungswasser

Raki

Straßenverkehr

Spritkosten

Mietfahrzeuge

Straßenzustand

Verkehrsunfall

Dolmus

Taxi

Fernverkehr

Türkische Lira

was ist Sifta

Bazar

was einkaufen

was nicht

Wellness

Fluglinien

Katalogsprache

Reiseausrüstung
Pack eine kleine Taschenlampe ein. Wegen des überlasteten Stromnetzes oder sonstiger Pannen, besonders in den Ferienzentren zur Saison, sind Stromausfälle an der Tagesordnung. Keine Panik, meist dauern sie nur kurze Zeit. Und das Abendessen am Meer bei Kerzenschein kann sehr romantisch sein! Aber wenn du einmal in den verwirrenden, engen Gassen eines Bazars bei völliger Dunkelheit stehst, wirst du deine kleine Taschenlampe zu schätzen wissen. Die meisten Geschäfte verfügen allerdings über Notstromaggregate, welche auch sofort angeworfen werden. Hotels sowieso.Reiseausrüstung
Kosmetik (Haarshampoo, Duschgel, Sonnenmilch, etc.), Filme, alle ausländischen "Luxusartikel" sind in der Türkei “sündhaft” teurer. Deck dich daher mit ausreichendem Vorrat ein.
Deinen Film kannst du gut in den türkischen Ferienzentren entwickeln lassen, insofern du keine ausgefallenen Profiansprüche stellst. Die Qualität ist ordentlich und die Preise günstig. Und falls der Speicher deiner Digitalkamera einmal voll sein sollte, ist es keine kostspielige Angelegenheit, diese Bilder auf CD brennen zu lassen.
Für Besitzer von Handys, Notebooks, Camcorder, Akku-Ladegeräten u. ä. Stromfressern ist anzuraten, einen Mehrfachstecker mitzunehmen, da die Hotelzimmern in den meisten Fällen nur über wenig Steckdosen verfügen. Und die sind meistens schon belegt (Fernseher, Kühlschrank).
Euro-Münzen (für Trinkgeld) mußt du nur für den ersten Tag einstecken. Die Hotelbediensteten oder Dolmus-Fahrer suchen ständig Abnehmer für das Kleingeld, da sie nur Scheine in den Banken wechseln können. Du kannst aber auch 1-Dollar-Scheine als Trinkgeld verteilen!
Wen du inzwischen internetsüchtig geworden bist und auch im Urlaub deine Emails abrufen willst und / oder Nachrichten über die herrlichen Urlaubstage an die neidischen Daheimgebliebenen senden möchtest und / oder deine vielen Fotos und Videos aus Kamera und Camcorder herunterladen willst, solltest du dein Notebook ruhig mitschleppen (wenn du nicht unbedingt auf jedes Gramm Übergepäck achten mußt), denn inzwischen bieten fast alle Hotels Wireless-LAN an. Und auch einige Cafes in Avsallar (selbstverständlich auch in anderen Ortschaften) bieten diesen Service. Dort kannst du in der Sonne sitzen, gemütlich deinen Capo trinken und deine elektronische Post reinholen - wenn du denn bei Sonnenschein etwas auf dem Bildschirm erkennen kannst.
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Bei der Einreise in die Türkei benötigen deutsche Reisende
- gültigen Reisepaß (jetzt NEU: auch für Kinder - Eintragung bei den Eltern reicht nicht mehr) der BRD oder
- gültigen vorläufigen Personalausweis der BRD oder
- gültigen Personalausweis der BRD
Für einen touristischen Aufenthalt bis zu 90 Tagen können Staatsbürger der BRD mit einem der oben aufgeführten Ausweise ohne Visum in die Türkei einreisen.
Wenn du nur mit Personal-Ausweis einreist, bekommst du bei der Einreise ein Formular (als Ersatz für den Stempel im Paß) ausgehändigt. Dieses Schreiben sorgfältig aufbewahren und bei der Ausreise wieder abgeben. Falls du es “verschlampert” oder verloren hast, hast du es ein großes Problem.

Devisenbestimmungen - Stand 1.1.2010 -
Ein- und Ausfuhrbestimmungen:
Ausländische und türkische Währung darf in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.
Die Ausfuhrerlaubnis für türkische Währung beschränkt sich auf eine Summe im Wert von 5000 $, eine höhere Summe kann nur dann ausgeführt werden, wenn sie bei der Einreise deklariert wurde.
Die beim Geldumtausch in der Türkei ausgehändigte Quittung sollte unbedingt aufbewahrt werden, da sie bei einem Rücktausch von TL in eine ausländische Währung bei der Ausreise vorgelegt werden muß.
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Zollbestimmungen bei der Einreise: (Stand 1.1.2010)
Persönliche Habe:
Gegenstände des persönlichen Gebrauchs inkl. medizinischer Artikel (Geräte) und Medikamente sowie Geschenkartikel bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro (Kinder unter 15 Jahren bis 145 Euro).
Reisemitbringsel:
1. 400 Stück Zigaretten oder

2. 100 Stück Zigarillos (max. 3 gr./Stück) oder
3. 50 Stück Zigarren odrr
4. 250 Gramm Zigarettentabak (inkl. 200 Stück Zigarettenpapier) oder 250 Gramm Pfeifentabak oder 200 Gramm Kautabak oder 200 Gramm Tabak für Wasserpfeifen oder 50 Gramm Schnupftabak
5. 1 Flasche alkoholische Getränke (1 Liter) oder 2 Flaschen je 0,70 bzw. 0,75 Liter
6. 600 ml Kölnisch Wasser, Lavendelwasser, Parfüm oder Essenz
7.
je 1 kg Kaffee, löslicher Kaffee, Tee, Schokolade, Süßigkeiten

Reisende unter 18 Jahren dürfen die unter Punkt 1-5 aufgeführten Gegenstände nicht einführen.
Wertgegenstände (Schmuck im Wert über 15.000 $) können bei der Einreise in den Reisepaß eingetragen und bei der Ausreise kontrolliert werden.
Es ist verboten, Waffen und jede Art von Schneidewerkzeugen ohne besondere Erlaubnis einzuführen.
Drogeneinfuhr, -handel und -gebrauch sind streng verboten.
Mitgeführte Antiquitäten sollen unbedingt deklariert werden, da sonst bei der Ausreise Schwierigkeiten entstehen können.

Geschenkartikel im Werte bis zu 250 Euro sind zollfrei. Außerdem können zu Weihnachten, Neujahr, Kurban Bayramı (Opferfest) und Şeker Bayramı (Zuckerfest nach Ablauf des Fastenmonats) im Zeitraum von einem Monat vor Beginn und bis zu einem Monat nach Ablauf (Poststempel) des jeweiligen Festes Geschenke im Wert 250 Euro per Post geschickt werden.
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Zollbestimmungen bei der Ausreise: (Stand 1.1.2010)
Teppichea) Für einen neuen Teppich muß eine Quittung und für alte Gegenstände eine, von der Direktion eines Museum ausgestellte offizielle Bescheinigung vorgelegt werden.
b) Es ist streng verboten, Altertümer auszuführen! (Anmerkung: Das können auch alte Steine, Fossilien und Bruchstücke von Mauerresten sein!)
c)
Wertgegenstände dürfen nur ausgeführt werden, wenn sie im Reisepaß eingetragen oder mit offiziell umgetauschtem Geld gekauft wurden.
d) Mineralien und Fossilien dürfen nur mit einer Erlaubnis des Instituts für Bodenschätze und Forschung ausgeführt werden.

Sonstige Einreiseformalitäten
Für Haustiere

Nachweis über die Herkunft und den bisherigen Gesundheitszustand des Tieres (Abstammungsurkunde), Bescheinigung über den jetzigen Gesundheitszustand des Tieres (Gesundheitszeugnis eines Veterinärs). Tollwutimpfbescheinigung, ausgestellt frühestens 15 Tage vor Reisebeginn. Unter der Voraussetzung einer ordnungsgemäßen Registrierung (Tierpaß) können ein Hund, eine Katze oder 10 Zierfische eingeführt werden.
Für Kraftfahrtzeuge:
Besitzer von Kleinbussen, Bussen, PKW, Lastwagen, Wohnmobilen, Mopeds Motorrädern und Kraftfahrzeugen mit Wohnwagenanhänger müssen bei der Einreise einen gültigen Reisepaß, die internationale Grüne Versicherungskarte (auf der die Geltung sowohl für den europäischen als auch den asiatischen Teil der Türkei vermerkt sein muß), ein (für die Türkei nicht unbedingt erforderliches) Camet de Passage (Triptique), Wagenpapiere und im Fall eines anderen Fahrers als des Besitzer eine auf den Namen des ersteren ausgestellte und beglaubigte Vollmacht vorlegen. Für eine Weiterfahrt in den Nahen des ersteren und Mittleren Ostens ist eine Transitbescheinigung erforderlich.
Aufenthaltsdauer:
Das Fahrzeug kann bis 6 Monate im Land bleiben. Das Ausreisedatum sollte im Einreiseformular vermerkt sein.
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Hotelkategorien
Die in den Prospekten angegebene Kategorie entspricht NICHT dem europäischen Standart, sondern einer landestypischen Klassifizierung, die leider in 2008 noch weiter aufgeweicht wurde. Keine gute Idee des zuständigen Ministeriums, sorgt dies doch für noch mehr Reklamationen bei den unaufgeklärten, verwöhnten Touristen.
Ein türkisches 3-Sterne-Hotel ist nicht mit einem Hotel der gleichen Klassifizierung in Deutschland, Spanien oder auch Griechenland zu vergleichen. Schraube deine Erwartungen daher etwas zurück, dann gibt es auch keine Enttäuschung.
Lies mal die Hotelbewertungen. Dann wirst du feststellen, daß viele Urlauber nur aus reiner Unkenntnis über die tatsächlichen Eigenschaften des gebuchten Hotels schlechte Beurteilungen abgeben. Sie waren über die Unterbringung enttäuscht oder nicht auf die andersartige Verpflegung eingestellt (sie erwarteten jeden Tag jede Menge Braten, Hamburger, Schnitzel - aber das ist nicht die türkische Küche, auch wenn der Koch versucht, sich unserem Geschmack anzunähern!).
Auch unter Animation versteht jeder etwas anderes. Besonders bei den noch jungen (Billig-) Urlaubern ist die Enttäuschung über fehlenden Angebote an hoteleigenen Discotheken, in denen sie die ganze Nacht durchmachen können, oft groß - aber das kann (und will - in meinem Fall  “Gott sei Dank”) eine 3-Sterne- Anlage nicht bieten! Ihren Frust haben sie dann leider an den Hotelmitarbeitern ausgelassen und wurden logischerweise auch dementsprechend behandelt. Auch - und das gilt für alle Hotels in der Türkei - wissen (nicht nur) die jungen Menschen selten, wie sie sich als Gast in der Türkei zu benehmen haben (schau dazu in den “Türkei-Knigge”). Das muß nicht sein! Daher lies die Katalogbeschreibungen gründlich und informiere dich vorher über die Türkei. Derart aufgeklärt, wäre es dann vielleicht besser, nicht am falschen Ende zu sparen und für einige Euro mehr Ibiza oder Mallorca (und - mit Abstrichen - Bodrum) zu buchen.
Wer für “´n Appel und ´n Ei” Urlaub machen will, darf sich über gelegentliche Unzulänglichkeiten nicht aufregen!

Dazu ein Rechenbeispiel:
Für eine Woche AI in einem guten 4-Sterne-Hotel verlangt das Reiseunternehmen lt. Katalog etwa 500 EUR (2014, Nebensaison).
Allein für den Hin- und Rückflug werden 290 EUR kalkuliert (fast 60 % des Reisepreises)!!!
Weitere 25 EUR werden für den Transfer zum Hotel und zurück zum Flughafen veranschlagt.
Verbleiben 185 EUR für eine Woche All Inklusiv im 4-Sterne-Hotel.
Davon zweigt der Veranstalter etwa 80 EUR ab, da er seine Kosten auch gedeckt haben und einen Gewinn erwirtschaften muß.
Somit bleiben dem Hotel vom Pauschalpreis höchstens noch 105 EUR (die er meist auch erst nach Monaten erhält).
Fazit: Mit nur 15 EUR pro Tag stellt dir der Hotelier eine saubere Unterkunft, Voll-Verpflegung (2 x tägl. warm), Getränke bis zum Abwinken, Animation und sonstigen Service (Strand, Pool, Liege, Hamam, Sauna, Sportangebote, etc.) unentgeltlich zur Verfügung.

Und du stellst trotzdem noch überzogene Ansprüche an das Hotelpersonal (Sprachkenntnisse, tägl. frische Wäsche, erstklassigen Service am Tisch, Speise- und Getränkeauswahl wie in einem Sterne- Restaurant, usw., usw.)?!
Besonders an den Hotelbewertungen kann man ablesen, wer sich über die tatsächlichen Kosten im Klaren war, bzw. sich mit den Gepflogenheiten des Gastlandes auseinandergesetzt hatte (überwiegend positive Urteile) oder wer völlig “blauäugig” eine Reise in die Türkei gebucht und nur das “Schnäppchen” im Blick hatte (völlig überzogene Erwartungen).
Der Pauschalpreis, wie auch die Vergabe von Sternen hängt von vielen Faktoren ab. Angefangen bei dem Freizeitangebot der Anlage, über die Größe und Ausstattung der Zimmer, bis zur Auswahl an Speisen und Getränken. Daher ein paar Hinweise:
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Weniger als 3 Sterne sollte das Hotel nicht haben! Es sei denn, du bist mit einem Rucksack unterwegs und suchst nur eine billige Unterkunft mit sehr (gesundem) türkischem Frühstück.

Bei 3 Sternen kannst du ein sauberes, nicht sehr großes Zimmer mit kleinem Balkon erwarten. Die Bäder haben häufig nur Dusche. Fernseher sind vorhanden und bieten auch 2 - 4 deutschsprachige Sender. Eine Minibar wirst du demnächst auch vorfinden (Gesetzesänderung). Dieses Hotel hat einen Pool, aber nicht unbedingt einen eigenen Strandabschnitt. Animation darfst du auch nicht erwarten (schon allein deshalb nicht, weil diese Anlagen häufig sehr klein sind, weniger Tagespauschalen von den Reiseveranstaltern erhalten und daher diese Mehrkosten auch nicht tragen können). In einigen dieser oft kleinen Herbergen wird aber ca. 3 x pro Woche ein 1 bis 2stündiges Programm durch reisende “Künstler” geboten. Mietsafe meistens an der Rezeption. Sportangebot meist dürftig (siehe Katalogbeschreibung).
Das landestypische Essen ist einfach, aber durchaus schmackhaft.
D Annabella Beach 13Zum Frühstück (nicht englisch!!) gibt es neben dem Ekmek (Weißbrot) kleine, brötchenähnliche Gebäckstücke. Marmeladen und Honig in großer Auswahl. Sehr viel Salate und Obst. Natürlich auch diverse Müsli, Schafskäse, Joghurt. Bei Schnittkäse und Wurst darfst Du nur mit jeweils einem bis zwei Produkten rechnen. Gekochte Eier und/oder türkisches Rührei (Menemen) sind obligatorisch und häufig gibt es Crêpes / Pfannkuchen.
Zum Mittag- und Abendessen wird meist nur ein Fleischgericht angeboten. Und zwar vom Huhn, Truthahn, selten Rind und Lamm (kein Schweinefleisch!) und ab und zu auch mal Seefisch (in der Türkei eher unverhältnismäßig teuer) oder Forelle. Bis auf die Hähnchenkeulen und Fische werden Fleischspeisen fast immer in landestypischer Art angeboten (sieht aus wie Eintopf). Beilagen: Kartoffeln, Reis, Bulgur und Gemüse (häufig als Auflauf). Oft wird auch frisch zubereitete türkische Pizza (Lahmacun) gereicht. Ein Tisch voller Süßspeisen gehört auch hier eigentlich zum Standard.
An Getränken gibt es Wein, Bier, Spirituosen, süße Limonaden, Wasser, Kaffee und Tee - aber alles aus heimischer Produktion. Alkoholika sind seit einiger Zeit sehr teuer geworden und erst recht die ausländischen Erzeugnisse. Daher werden die Importwaren - wenn überhaupt vorhanden - auch nur gegen Extrazahlung ausgegeben.
Die Animation für Kinder ist sehr begrenzt und wird überwiegend - wenn im Katalog angeben - nur in der Hauptsaison angeboten.
Ein Vorteil dieser oft kleinen Häuser ist, daß man sehr schnell zu anderen Gästen Kontakt bekommt. Man sieht sich häufig! Auch ist der Umgang mit den Hotelangestellten aus dem gleichen Grund familiärer als in den großen Anlagen. Singelfreundlich!
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Ein 4-Sterne-Hotel bietet etwas größere Zimmer mit Minibar und natürlich Fernseher. Das Bad verfügt meist über eine Badewanne. Einen Innenpool (im Winter beheizt) kann man auch erwarten. Die Animation hängt von der Größe der Anlage ab. Nur größere Häuser besitzen eine eigene ” Disco”. Ein Hamam (mit Sauna) ist obligatorisch, genauso der Fitnessraum und der eigene Strandabschnitt. Die Mietsafes befinden sich meistens im Kleiderschrank. Sportangebot oft dürftig, aber überwiegend mit Tennisplatz, der auch für andere P6231161Sportarten ausgelegt sein kann (siehe Katalogbeschreibung). Auch diese Anlagen sind oft nicht sehr groß. Sie bieten daher ebenfalls den Vorteil einer schnellen Kontaktaufnahme zu anderen Gästen. Unaufdringliche Animation am Tage und in den Abendstunden 3 bis 7 x wöchentlich ein Programm. Größere Anlagen haben ein eigenes Animationsteam und ein “Amphietheater”. Kleinere Häuser buchen auswärtige “Künstler”.
Die Speisenauswahl ist üppiger (mindestens zwei Fleischspeisen zur Auswahl und häufig auch noch abends frisch gegrilltes/-r Fleisch oder Fisch). Es werden mehrere Brotsorten angeboten und machmal auch Brötchen. Auch das “süsse Buffet”  ist reichlich. Getränkeauswahl wie im 3-Sterne-Hotel. Beim Abendessen ist Getränkeservice am Tisch normal. An den Bars gibt es oft auch Cola und Sprite, etc.
In einigen Anlagen wirst du in der Nähe der Pool-Bar eine  Mitarbeiterin entdecken, die täglich (meist ab Mittag) gefüllte Teigfladen (Gözleme) oder Lahmacun (türkische Pizza) zubereitet. Ein empfehlenswerter kleiner Imbiß für zwischendurch.
Animation für Kinder ist gewährleistet (oft aber nur in der Hauptsaison). Wasserrutschen und Spielplatz sind meist vorhanden und Kinder-Animateure und ein Mini-Club können (zumindest in den Ferienzeiten) erwartet werden.
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Eine 5-Sterne-Anlage (meistens sehr große Häuser) verfügt über große Zimmer (ein Doppelbett und ein Einzelbett), Wannenbad, Kühlschrank und Fernseher mit etlichen deutschsprachigen Programmen. Die Balkone sind groß. Disco, Amphietheater, mehrere Restaurants und Bars obligatorisch. Hamam, Sauna, beheizbarer Innenpool, Fitnessraum und eigener großer Strandabschnitt sind Pflicht. Mietsafe im Zimmer. Sportangebot: Tennisplätze immer. Andere Angebote siehe Katalog. Animation durch ein mehrköpfiges Team am Strand und Pool sind selbstverständlich. Abendunterhaltung im  Amphietheater sowie tägliche Disco wird immer geboten.
goldcity-komplexDas Speiseangebot ist üppig. Zum Frühstück darfst du mehrere Brotsorten, Brötchen sowie etliche Sorten Wurst und Käse erwarten. Das Mittagessen bietet mehrere Fleischspeisen und ein riesiges Salatbuffet. Auch das Angebot an Nachtisch ist opulent (typische türkische Süßspeisen, Sahnetorten, Puddinge, etc.). Abends gibt es immer einen Grillstand. Im Restaurant ist Getränkebedienung am Tisch (zumindest abends) normal.
In diesen Anlagen ist es auch oft möglich, das (mit eingeschränkter Auswahl) Mittagessen an der Pool- oder Strandbar einzunehmen. Somit ersparst du dir das Um-, aber nicht das Überziehen von Oberbekleidung.
Ein kleiner Stand mit frisch zubereitetem Gözleme ist eigentlich selbstverständlich und häufig wird tagsüber auch an mehreren Standorten der Anlage Lahmacun (türkische Pizza), Döner Kebab, “Fritten”, Crêpes, Salate und Eis angeboten.
Für die kleinen Racker gibt es immer eigene Bereiche (Kinderpool mit diversen Wasserrutschen, Kinderspielplatz, Spielhäuser) mit eigens dafür abgestellten Animateuren. Wenn du Unternehmungen ohne deinen Nachwuchs planst, kannst du diesen bedenkenlos im “Miniclub” zurück lassen.
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Weitere Hotel-Tips
Geize nicht mit Trinkgeld
! Gib schon am Anfang und direkt dem für dich zuständigen Personal. Die aufgestellten “Tipboxen” werden meist von den “Chefs” geleert. Die Angestellten bemerken daher selten etwas von deiner Großzügigkeit. Lediglich die Tipbox für die Küche solltest du nutzen (die Köche, die ihre Arbeit wirklich gut machen, siehst du ja kaum). Die Mitarbeiter der Hotels verdienen wirklich nicht viel und für ein paar Euro werden sie dich nicht vergessen und dir deinen Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten.
Als zusätzliches “Bonbon” kannst du auch “deutscheSchokolade verteilen (Ritter Sport, Milka, etc.). Wir haben uns angewöhnt, die “Minis” - unter Zugabe von Euro-Münzen - zu verteilen. Im Zimmer legen wir diese Dinge aufs Bett. Für Küche und Restaurant wird das “Danke schön”  in eine kleine Schale drapiert und einige Euro-Münzen darunter gemischt. Macht etwas her und bedenkt nicht nur einen Mitarbeiter.
Der Grund für die Beliebtheit unserer Schokoladen: 1. weil die Importschokoladen sehr teuer sind und 2. weil die türkische Milka aufgrund der hohen Tagestemperaturen in der Zusammensetzung verändert wurde und daher nicht so doll schmeckt!Ritter-Sport
Die Höchstgrenze für Trinkgeld (“Tip”) liegt bei 10 TL (3 Euronen). Das gilt auch für Restaurants, Hamam und Bars. Wer mehr gibt, könnte als Großkotz angesehen werden.
Solltest du auch noch größere Mengen deutsches Haarshampoo (oder Duschgel) übrig haben, biete es den Damen des Zimmerservice oder im Hamam an. Eine größere Freude kannst du denen kaum machen.
Versuche einige Brocken türkisch an den Mann / die Frau zu bringen (z.B., merhaba = Guten Tag (besser: Hallo); hoşςa kalın (hoschka kalen) = auf Wiedersehen; eyvallah = tschüß;   bir (iki) bira lütfen = ein (zwei) Bier bitte; teşekkür (teschekür) ederim = vielen Dank; günaydin = guten Morgen), das wird von den Einheimischen äußerst positiv aufgenommen. Zeugt es doch von einem gewissen Interesse deinerseits.
Und wenn du auch noch im Restaurant höflich nach “Ayran” (einem, besonders im heißen Sommer äußerst erfrischenden Joghurtgetränk) verlangst, hast du “einen Stein im Brett”.
Sollte dir ein Hotelbediensteter (oder Dolmuş-Fahrer) Euro-Münzen zum Tausch gegen einen Euro-Schein anbieten, tu ihm den Gefallen. Münzen kann er in der Bank nicht tauschen! Und mit Euro wird er nicht einkaufen wollen, denn mit Lira kommt er in den Geschäften viel günstiger weg! Du übrigens auch!

Zum Schluß noch einige Beispiele für die Verdienstmöglichkeiten in der Türkei (Stand 2015):
Der staatlich festgelegte (hört, hört - sogar in der Türkei!!) Mindestlohn beträgt ab 1.1.2015 für Beschäftigte ab 16 Jahren 1.242,00 TL brutto. Nach Abzug der Abgaben verbleiben etwa 949 TL netto. Das entspricht (bei 2,65 TL = 1 EUR) etwa 358 EUR pro Monat. Und das sind die Löhne der Zimmermädchen, ungelernten Kellner, Hilfsköche, Gärtner, Strandboy, etc. (nur während der Saison!)
Für die 2. Jahreshälfte 2015 dürfen die Lohnempfänger zwar auf 1.000 TL netto hoffen, aber Trinkgelder bleiben trotzdem ein notwendiges Zusatzeinkommen, denn die hohe Inflation (über 10 %) frißt die Lohnerhöhung wieder auf.
Ein Masseur bekommt als Angestellter pro Anwendung umgerechnet 3,00 Euro! Egal, in welchem Hotel oder Hamam er arbeitet. Ein angemessenes Trinkgeld vor der Anwendung wirkt sich sicher positiv auf dein späteres Wohlbefinden aus!!
Ein 3-Sterne-Hotel bekommt in der Nebensaison pro Urlauber pro Tag für “All Inclusiv” etwa 12 Euro! Was willst du dafür erwarten?! Aber was bekommst du dafür alles geboten!

Und noch eine Anmerkung für die Wasserratten unter euch: Auch wenn ihr im Urlaub seid und mal so richtig abhängen wollt, ist es äußerst taktlos, sich mit nasser Badehose an einen Tisch im Restaurant und / oder der diversen Bars zu setzen. Die nach euch kommenden Gäste haben sicher keine Freude an den nassen Stühlen! Auch sollte man(n)/frau sich (auch in den weniger exklusiven Hotels) zum Essen etwas überziehen. Es ist wahrlich kein schöner Anblick, wenn ein nackter Busen oder Bierbauch auf dem Tisch liegt. Es muß ja nicht gleich die Abendrobe sein.
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Türkisches Essen
Es ist nun mal so: Im Islam gilt das Schwein als unrein! Daher ist es auch unwahrscheinlich, dass ein türkischer Koch seine Töpfe und Pfannen mit dem Fleisch eines solchen Tieres verunreinigt. Es sei denn, er kann es sich leisten, immer wieder neues Kochgeschirr zu kaufen. (Mit viel Glück kannst du aber auch Ausnahmen finden. Das steht allerdings nicht im Katalog. Ich konnte dieses Vergnügen einmal jeden Abend genießen. Bei unserem Urlaub in Güllük bei Bodrum gab es täglich Wildschweinbraten).
Und da in der Türkei sonst kaum Schweinefleisch verarbeitet wird, fehlen auch die wichtigsten Bestandteile für eine typisch deutsche Wurst. Deshalb findest du eine, unseren Ansprüchen genügende Wurst in den Hotels kaum. Das, was du so gern auf dem Frühstückstisch haben möchtest (Schinken, Salami, Mettwurst, gar Leberwurst) müßte dann schon importiert werden (aber was geschieht im Anschluß an der Völlerei mit Geschirr, Messer und Gabel? Die Teile sind dann ja unrein! Obwohl sie gespült werden können?).
Also, um es kurz zu machen: “Schweinereien” wirst du in der Türkei selten vorfinden!
Türk-SpeiseAber in der Türkei mußt du nicht hungern. Denn die türkische Küche gehört zu den besten der Welt. Und Fleisch gibt es in vielen Variationen (hauptsächlich Lamm und Geflügel, aber auch Rind und Fisch). Trotzdem wird dir auffallen, daß es so gut wie keinen Braten gibt. Fast alles wird in kleine Stücke zerhackt, angebraten und (ähnlich Eintopf) mit viel Gemüse geschmort. Dazu wird sehr viel Olivenöl verwandt (dieses Öl ist übrigens in erster Linie dafür verantwortlich, daß sich viele Urlauber über ihre dauernden ?? Aufenthalte auf der Toilette beklagen - sie sind das Olivenöl nicht gewohnt und meinen, das Essen sei schlecht gewesen). Daher ist ein Rakı (pur) nach jeder Mahlzeit die richtig Medizin.
Wer also nicht so stark auf Fastfood fixiert ist, wird in der Türkei wahre Gaumenfreuden erleben.
Allerdings sei darauf hingewiesen, daß die Speisen (aus Höflichkeit dem Gast gegenüber) selten sehr heiß serviert werden (Ausnahme: Gegrilltes). Der Gast soll sich nicht den Mund verbrennen. Diese Sitte kommt leider bei vielen deutschen Urlaubern nicht so gut an und sie beklagen sich häufig über das “kalte” Essen. Also: keine Nachlässigkeit, sondern Höflichkeit!
Auch praktiziert der Türke etwas, was in unseren Breiten aus der Mode gekommen scheint: Er ißt sehr viel frisches Gemüse, Salate und Rohkost. Und dies bereits zum Frühstück. Sicher, das ist Gewohnheitssache, aber sehr bekömmlich und schmackhaft. Auch für unsere Mägen!
Ein anderes Manko in unseren Augen ist das Fehlen von “anständigem” Brot. Der Türke hat “nur” sein Ekmek (Weißbrot) oder Fladenbrot (Pide). Aber auch das liegt in der Religion begründet. Ein Moslem ißt nichts, was verdorben ist. Und Sauerteig ist eben saurer Teig und somit verdorben. Trotzdem wirst du in höherklassigen Häusern mit einigen auf Hefeteig basierenden Brotsorten überrascht, die unserem Geschmack sehr nahe kommen. Schließlich gibt es ja auch schon einige deutsche Bäcker in den Städten (Antalya, Alanya). Dieses Brot ist allerdings teurer als das vom Staat preislich gestützte “Weißbrot”. Weiterhin haben auch einige der Hotel-Patissiere gelernt, vernünftige (europäische) Brötchen zu backen.
Und noch etwas ist anders als in unseren Breiten: das süße Buffet. Die Puddinge, Gebäckstücke und Torten sind sehr süß! Aber lecker! Hier wird mit Zucker und Honig nicht gespart (fahr mal über Land, dann wirst du überall Bienenkörbe finden). Aber nicht nur der Nachtisch, sondern auch die Süßigkeiten der Strassenhändler sind kalorienschwer und jeder wird dir eines seiner süßen Verführer als “Türkisch Viagra” offerierten.
Na dann: Afiyet olsun (guten Appetit). Und zum Nachkochen findest du hier viele Rezepte.
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Wo bekomme ich “Döner mit Alles”?
Überrascht wird der Urlauber in der Türkei, der seine bisherigen Erfahrungendöner beim Döner-Stand in den Straßen von Köln, Stuttgart oder Berlin gesammelt hat und nun im Heimatland des Drehspießbudenbetreibers einen "Döner mit Alles" bestellen möchte. Statt eines geteilten und aufgeschnitten Fladenbrotes, gefüllt mit div. Salaten, Joghurtsoße und undefinierbarem Fleischersatz, bekommt er in der Türkei seine Mahlzeit auf einem Teller serviert und dazu sogar Messer und Gabel. Neben einem Berg Dönerfleisch (richtiges, von Schaf, Rind oder Geflügel) liegt ein gemischter “Bauernsalat” (immer) und (manchmal) etwas, das viele Restaurantbesucher noch als den roten Reis aus den jugoslawischen Restaurants zu kennen glauben. Es ist aber tatsächlich in Tomatensoße gekochte Gerstengrütze und nennt sich Bulgur. Das Brot (Pide oder Ekmek) liegt auf einem extra Teller.
Den "Döner mit Alles" jedoch, den gibt es nur in Deutschland, denn dort wurde er erfunden.
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Restaurantbesuche
In manchen Restaurants gibt es leider verschiedene Speisekarten. Es gibt Speisekarten in Englisch, Deutsch, Russisch. Dort sind die Preise in Euro oder Dollar ausgezeichnet und oft deutlich höher als in den Karten für Einheimische. Manche Restaurants lassen auch die Währungsangabe ganz weg und berechnen den Ausländern den Lira-Preis einfach in Euro. Man sollte sich vor der Bestellung erkundigen, in welcher Währung die Preise angegeben wurden. Überhaupt sollte man immer schon vor der Bestellung nach dem Preis fragen, sonst werden für eine Tasse Cappuccino ganz schnell mal 2-3 Euro berechnet.
Aber auch bei den Mehrtagestouren der örtlichen Reiseveranstalter - bei denen es ja “nur” HP gibt - wirst du in den anzufahrenden mittäglichen “Restaurants” über den Tisch gezogen.
Beispiel: Erlebt bei unserer letzten Fahrt nach Kappadokien. Ein mitfahrendes türkisches Ehepaar sollte bei der ersten Rast für das Mittagessen an der Sammelkasse erst 16 TL bezahlen. Als aber festgestellt wurde, daß sie zu unserer Reisegruppe gehörten, wurde die Rechnung auf 14 TL pro Kopf erhöht (28 TL). Das ist auch der Grund, warum ich schon seit Jahren die “Pide Salonu”, “Köfteςi” oder “Lokanta” am Haltepunkt selber aussuche.
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Wer war Mustafa Kemal Paşa?
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Mustafa Kemal Paşa
wurde 1880 oder 81 im makedonischen Saloniki geboren. Er besuchte die Militärakademie, nahm am Aufstand der “Jungtürken” 1908/09 teil, kämpfte 1912 gegen die Italiener im Tripoliskrieg und war militärischer Befehlshaber im 1. Weltkrieg an den Dardanellen. 1918 zog sich Kemal Paşa nach Anatolien zurück, um dort einen Widerstand gegen die Griechen, die die westliche Türkei besetzt hatten zu organisieren. Außerdem brach er die Beziehungen zur Regierung des Sultans ab. 1920 wurde er Vorsitzender der Nationalversammlung und 1921 und 22 schaffte er es, sowohl die Griechen aus Kleinasien zu vertreiben, als auch das Sultanat zu beseitigen.
1923 rief er die Republik aus und ernannte sich selbst am 29.10. 1923 zum Präsidenten und zwei willige Helfer zu Premier und Parlamentspräsident. Sein Ziel war die Schaffung eines türkischen Nationalstaates auf laizistischer Basis. Er ernannte Ankara zur neuen türkischen Hauptstadt und reformierte den politischen und kulturellen Bereich.
1934 änderte er seinen Namen in Mustafa Kemal Paşa “Atatürk” , was “Vater der Türkei” bedeutet - ein Name übrigens, den er per Gesetz als einziger Mensch auf Erden tragen durfte. Atatürk war bis zu seinem Tode am 10.11.1938 der Präsident der Türkei. Jedes Jahr am 10.11. genau um 9:05 Uhr gedenkt die gesamte Nation seiner in einer Schweigeminute.
Das zeigt, was für einen großen Einfluß Atatürk auch nach seinem Tode noch besitzt.
Um seine Person wird ein direkter Kult betrieben. Sein Bild hängt überall, in Teestuben, in Einkaufsläden, in Schulräumen. Straßen tragen seinen Namen, eine Stadt wurde nach ihm benannt, er ist auf den Geldscheinen abgebildet und und und. Es gibt sogar - gemäß der Verfassung - einen Straftatbestand bei Beleidigung oder Beschimpfung seines Namen, der mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden kann. Viele Türken bekennen sich zum Kemalismus, (bezeichnet die Ideen Atatürks) welcher bis heute im türkischen Staat mit gewissen Einschränkungen (seit Erdoğan und seiner AKP) Geltung hat.
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Besonderheiten des Kahve (gespr.: Kachwe)Kahve
Kahve hat zwei Bedeutungen, erstens der wohlschmeckende ?? türkische Mokka, aus dessen Satz sich so schön die Zukunft weissagen läßt und zweitens das "Kaffeehaus", was nicht mit einem Café nach europäischen Vorstellungen zu verwechseln ist. Auch wird entgegen dem Wortsinn dort kaum Kaffee, sondern vielmehr Tee getrunken. Der Grund dafür ist, daß vor langer Zeit eine Steuer auf den echten Bohnenkaffee erhoben wurde, um den Absatz von einheimischem Tee anzukurbeln. Was ja wohl auch gelungen ist!
Das Kaffeehaus ist eine Institution ausschließlich für Männer. "Mann" trifft sich dort, ist unter sich, spielt "tavla" (Backgammon) oder Karten und unterhält sich.
Außerdem dienen die Kaffeehäuser auch als "Arbeitsamt" für Gelegenheitsjobs. Wer Tagelöhner - Arbeit zu vergeben hat, findet seine Arbeiter oft im Kahve. Überall in der Türkei gibt es diese Art der Kneipe - keine Frau würde den Laden jemals freiwillig betreten. Einer Touristin wird derartiges Verhalten nachgesehen - "sie weiß es eben nicht besser".
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“Russenplage” - ein unerschöpfliches Thema
Auch ich habe mich anfänglich über das Benehmen der osteuropäischen Gäste nicht gerade aufgeregt, aber doch - zumindest bei den Mahlzeiten - geärgert.
Überbordende Teller mit allem was das Buffet hergab, von den Frauen herangeschleppt, ließen die Eßtische in den Restaurants überquellen. Vorspeisen, Hauptgang und Nachtisch, alles wurde auf die Tische geschichtet, während die Männer die “harten” Getränke heranschleppten. Dies führte auch dazu, daß einige Köstlichkeiten innerhalb kürzester Zeit, z. B. Weintrauben, für andere Gäste nicht mehr zur Verfügung standen.
Wenn denn alles aufgegessen würde, wäre ich auch zufrieden gewesen, aber mindestens die Hälfte dieser Nahrungsmittel wanderte später in den Abfallkübel. Was auch die Hotelangestellten sehr verärgerte.
Auch wenn man akzeptiert, daß die Osteuropäer während der Mahlzeiten nicht gern vom Tisch aufstehen, gern in geselligem Miteinander speisen und daher alle Gerichte (wie auch bei den Türken zu beobachten) auf dem Tisch erwarten, sollte es nicht sein, daß so viel Nahrungsmittel auf der Müllkippe landen. Ein typisches AI - Gebaren!
RussenAuch werden sehr oft die Trinkgewohnheiten der “Russen” (Ukrainer, Weissrussen, Ex-GUS-Staatenbewohner) angeprangert. Schon morgens (ab 10:00 Uhr) wird der Wodka wasserglasweise geleert, sodaß alkoholisierte, laute Gäste einem schon tagsüber den geruhsamen Urlaub vermiesen. Aber dies erlebten wir auch bei diversen “deutschen” Männercliquen, die unbedingt ihr “AI” absaufen wollten.
Außerdem hat die osteuropäische Presse dieses Thema inzwischen aufgegriffen und ihren Lesern den Spiegel vorgehalten. In den Hotels haben daher die Auswüchse etwas nachgelassen. Lesen bildet!
Zu diesem Thema noch etwas Nachdenkenswertes:
Da die Deutschen (geiz ist geil) immer mehr dazu neigen, das “Schnäppchen” zu finden (ich gehörte auch dazu), sind die Reiseveranstalter dazu übergegangen, frühzeitig große, freie Kontingente in das osteuropäische Ausland zu verschieben (die Türken sind darüber nicht sehr erfreut, weil es für die “Russen” weniger Bares gibt!). Ergo, immer mehr “Russen” bevölkern in den Hauptreisezeiten die “deutschen” Küsten. Also auch ein hausgemachtes Problem!
Und dieses Problem wirkt sich noch auf andere Art aus: Wenn viele “Russen” im Hotel sind, muß mehr Geld in die Getränke investiert werden - und daher bleibt weniger für die Speisen übrig.
Daher ist das Angebot an Speisen in der Vor- und Nachsaison (nicht nur wegen der Temperaturen meine Hauptreisezeit)  auch qualitativ besser und üppiger als in der Hauptsaison.
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Kriminalität
Die Türkei gehört zu den Ländern, in dem das Thema ernste Kriminalität ein Fremdwort ist. Betrugsdelikte sind aber keine Seltenheit, deshalb solltest du immer ein wachsames Auge haben. Häufige Neppversuche von Taxifahrern, auf Basaren oder in "speziellen" Fischrestaurants kannst du sogleich abschmettern, indem du immer vorher nach dem genauen Preis fragst. Natürlich solltest du auch immer da, wo größere Menschenansammlungen sind, die normale Sorgfaltspflicht walten lassen und auf deine Wertsachen aufpassen.

Leitungswasser
Trink lieber kein Leitungswasser. Es ist zwar an der Küste häufig Quellwasser, aber es unterliegt nicht den gleichen Vorschriften über ein “Grundnahrungsmittel” wie in Deutschland. Minimale Keime oder unerwünschte Beimengungen (z.B. sehr viel Chlor) könnten demnach schon enthalten sein. Außerdem schmeckt es auch bisweilen recht merkwürdig. Stilles Wasser in Flaschen wird überall angeboten und ist sehr billig. Ganz besondere Vorsicht wie in manch anderen südlichen Ländern ist allerdings nicht notwendig. Beispielsweise nehme ich zum Zähneputzen immer normales Wasser aus der Leitung - ohne jegliche negative Konsequenzen. Auch die Eiswürfel zum Drink habe ich immer gut vertragen.
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Das alkoholische Nationalgetränk Rakı (gespr.: Rake)
Raki_YeniRakı ist DAS alkoholische Nationalgetränk der Türken - eine “Medizin”. Es ist ein geschützter Begriff für einen türkischen Branntwein aus getrockneten Weinbeeren (Rosinen), dem nach dem 1. Brand Anissamen zum Aromatisieren zugesetzt werden und der anschließend nochmals gebrannt wird. Rakı ist eine klare Spirituose, die entweder pur getrunken wird oder mit Zusatz von etwas Wasser, wobei durch ausfallende, wasserunlösliche Aniskristalle die typische milchige Trübung auftritt. Der Geschmack ist durch den Aniszusatz intensiv lakritzähnlich, ähnlich, wenn nicht sogar gleich dem griechischen Ouzo.
Mit Wasser verdünnter Rakı wird wegen der milchigen Eintrübung “Aslan sütü” (Löwenmilch) genannt. Erfahrene Trinker füllen ihre Gläser zu je einem Drittel mit Rakı, Wasser und als letztes mit Eiswürfeln. Eiswürfel niemals direkt in den Rakı geben, da sonst das Getränk kristallisiert und an Geschmack verliert. Manche (so wie ich) ziehen es vor, Rakı pur (ohne Wasser) zu trinken. In diesem Fall soll der Rakı (wie ein deutscher Klarer) kaltgestellt sein.
Mehr über Rakı findest du auf einer gesonderten Rakı-Seite.
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Autofahren und Verkehr
Wenn du mit einem Mietwagen eine Tour ins Hinterland unternehmen möchtest, ist zu beachten, daß viele Türken bei weitem nicht die fahrerische Routine haben, wie wir das in Deutschland gewohnt sind. Dir werden sehr viele unsichere Fahrer begegnen, denn wegen des relativ teuren Kraftstoffs werden lange Fahrten oft mit dem billigen Überlandbus gemacht. Fahre deshalb vorausschauend und gehe nie davon aus, daß "der da mich doch sehen muß" und verzichte im Zweifelsfall auf deinem "Vorrecht". Denn, Vorfahrtsregeln, so wie deutsche Autofahrer sie kennen, gibt es nicht, besonders kein "Rechts vor Links". Ich habe mal gelesen es gelte eher "Groß vor Klein”, “Neu vor Alt” und “Mann vor Frau". Das ist zwar etwas überspitzt, trifft aber den Kern.
Regeln und besonders Fahrbahnmarkierungen werden gerne ignoriert, aber ansonsten fahren die Türken eher defensiv, und da mehr altersschwache Vehikel als aufgemotzte PS-Boliden unterwegs sind, hält sich die Gefahr in Grenzen.
Was man so von Deutschland gar nicht mehr kennt, ist die Situation, daß man auf einer einsamen Landstrasse plötzlich von einer Herde meckernder Ziegen oder blökender Schafe umzingelt ist, die nicht einsehen wollen, warum sie die Strasse räumen sollen.kangal
Eine besondere Spezies sind (besonders für Motorradfahrer) die Haus- oder Hütehunde von mittlerer Ponygröße (die Kangal), die dich und dein Fahrzeug entweder als entlaufenes Schaf einstufen und zur Herde zurückjagen oder die Herde vor dir beschützen wollen.
Dann wären da noch die altersschwachen und hochbeladenen LKW, winkende Kinder am Strassenrand (ohne Bürgersteig), überladene Esel mit Überbreite und vor allem ältere Leute, an denen den technischen Fortschritt und somit die Erfindung des Automobils und der geteerten Strassen ohne nachhaltigen Eindruck geblieben ist und die daher völlig ungeniert auf “deiner” Fahrbahn herumtapern.
Die offizielle Geschwindigkeitsbegrenzung beträgt innerorts 50 km/h. Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt 90 km/h. Autobahnen (120 km/h) gibt es an der Türkischen Riviera noch nicht. Diese Vorgaben werden aber höchstens mal von der Verkehrspolizei ernst genommen, wenn sie auf der Strecke Antalya - Alanya irgendwo ihren Blitzer aufgebaut haben. Solltest du aber auf der gut ausgebauten, vierspurigen Touristenrollbahn im Bereich von Ortschaften nur 70 km/h fahren, ist dir ein Hupkonzert gewiß. Und du wirst rechts und links überholt.
verkehrDu mußt im türkischen Straßenverkehr stets mit allem rechnen. Die vierspurig ausgebaute Straße kann plötzlich und ohne Vorwarnung in einer Baugrube enden oder man fährt, weil auch ohne jeglichen Hinweis, einige hundert Meter durch flüssigen Teer (neuer Unterbodenschutz garantiert). Daß hinter der nächsten Kurve ein unbeleuchtete Fahrzeug stehen und die Straße versperren könnte ist ebenso möglich, wie die weiter oben bereits geschilderte Herde aus Ziegen, Schafen, Kühen oder Reisegruppen.
Das alles klingt aufregend, ist aber halb so wild. Wer ein guter und vorausschauender Autofahrer ist, wird in der Türkei kaum Probleme bekommen. Aber fahre stets frei nach der Toyota-Devise: "Nichts ist unmöglich".Familienausflug1
Natürlich ist es immer Geschmacksache, aber wir fahren dort sogar lieber als in Deutschland. Die Autofahrer beharren weniger stur "auf ihrem Recht". Kein anderer Verkehrsteilnehmer käme auf den Gedanken, einen wegen Lappalien, z. B. rechts überholen, anzuzeigen. Du mußt nur selbstbewußt auftreten, dann klappt es auch im fließenden Verkehr.
Auf dem Papier gelten zwar in der Türkei nahezu dieselben Verkehrsgesetze wie in Deutschland, aber Theorie und Praxis lassen sich meist nicht vereinbaren. Der Türke fährt sehr kreativ, stets den Erfordernissen und der jeweiligen Situation "angepaßt"! Schließlich kann nicht für jede Lage im Verkehr eine Regel gelten, oder? Vergiß Vorfahrtsbestimmungen! Achte trotz grüner Ampel immer auf den Querverkehr. Sieh deinen Blinker als unnützen Luxus an und probiere die vielfältigen Möglichkeiten deiner Hupe aus. Türken hupen gern und dies hat in der Türkei auch eine völlig andere Bedeutung als in Deutschland. Es ist NICHT gleichbedeutend mit "Heeej, Du Simpel, hast du deinen Führerschein beim Bingo gewonnen?", sondern der Autofahrer will lediglich auf sich aufmerksam machen. Beispielsweise vor dem Überholen.
Und solltest du an einer Kreuzung vor einer Ampel stehen und es sind zwei Fahrspuren in deiner Fahrtrichtung markiert, dann wundere dich nicht, wenn nunmehr 4 Fahrzeuge nebeneinander stehen. Das ist völlig normal. Auch wird es dir sonderbar vorkommen, daß die erste Reihe der Wartenden sich so weit nach vorn tastet, daß sie die Ampel gar nicht mehr einsehen können. Diese Fahrer orientieren sich an anderen Merkmalen (Fußgängerampel, Ampel des Querverkehrs) oder reagieren auf die Hupe des Hintermannes.
Vorsicht allerdings bei Überlandfahrten zu nächtlicher Stunde. Diese erfordern hohe Konzentration. Vor allem wegen der hohen LKW-Dichte (fehlende Bahnverbindungen) auf Landstrassen. Mitunter wird wild überholt und manch ein Lastwagen ist ohne jede Beleuchtung.
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Spritkosten in der Türkei
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Tankstellen haben in der Regel durchgehend geöffnet. Die Dichte des Tankstellennetzes ist sehr unterschiedlich. An der Türkischen Riviera ist die Dichte sehr hoch. Jede Tankstelle hat einen Shop, wo du dich günstig mit Getränken und Snacks eindecken kannst. Tanken mußt du in der Türkei nicht selbst. Die "Tankwarte" wissen auch, welches Benzin in welchen Wagen kommt. Nenne einfach den Betrag, für den du tanken willst oder sage "full", wenn vollgetankt werden soll.
Unter dem folgenden LINK findest du eine Übersicht über die augenblicklichen Benzin- / Diesel- und Gaskosten in den verschiedenen Regionen.
In die ersten beiden Felder das “heutige” Datum einsetzen. Darunter den Bezirk auswählen (z. B. Antalya), darunter den Ort auswählen (z.B. Alanya), und auf Sorgula klicken. KDV´li sollte markiert sein (mit Steuer!).
Jetzt erscheint eine Übersicht der Preise zu den verschiedenen Produkten Motorin (Diesel), Prodizel (Euro-Diesel), K Benz(in) 95(Oktan); K Benz(in) 97(Oktan) sowie die zwei Gassorten.
Teile den angegebenen TL-Preis durch den augenblicklichen Wechselkurs und du kennst die Kosten in Euro.
(Beispiel vom 29.11.2016 (1 € = 3,65 TL): Normalbenzin = 5,01 TL; 1,37 EUR pro Liter / Euro-Diesel: 4,39 TL; 1,20 EUR / L)
Also teurer als in Deutschland! Und das bei viel geringerem Einkommen!
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Mietfahrzeuge
Autos: An jeder Ecke lassen sich in den Touristenzentren Leihwagen mieten, achte auf den Zustand des Gefährts! Durch die Konkurrenz, den Preisdruck der deutschen Tourismusunternehmen bei Pauschalangeboten und den damit verbundenen geringen Verdiensten sind die Vermieter teilweise nicht mehr in der Lage, ihre Autos ausreichend zu warten. Die Angebote der Mietwagenfirmen sind sehr unterschiedlich in der Qualität, es lohnt sich, zu vergleichen.
Vernüftige PKW´s bekommst du ab 25 EUR pro Tag (mit Klima); Jeeps ab 35 EUR. Bei den seriösen Vermietern sind die Fahrzeuge Vollkasko versichert und eine Kilometerbegrenzung ist nicht vorgesehen. Für einen defekten Reifen mußt du allerdings blechen.
Denk bitte daran, daß die Spritpreise in der Türkei sogar höher als in Deutschland sind. Somit sind es die Nebenkosten, die gehörige Löcher in die Ausflugskasse reißen.
Daher ist es auch verständlich, daß dir ein Fahrzeug übergeben wird, mit dem du sofort zur nächsten Tankstelle fahren solltest. Der Tank verfügt bei der Übergabe meist nur noch über 1 bis 3 Liter Sprit. Und es liegt an deinem Geschick (und deiner Berechnung), das Auto mit gleichem Füllstand des Tanks wieder abzugeben.
Dieselfahrzeuge werden so gut wie nie angeboten.

Motorräder: Die Tips bzgl. Autos gelten gleichermaßen für Motorräder, vor allem für die allgegenwärtigen Vespa-Roller, die recht preiswert zu mieten sind und sich deshalb großer Beliebtheit erfreuen. Manche Vermieter haben einwandfreie neue Roller im Programm. Andere alte Mühlen mit ausgeleierten Federn und Bremsen. Besondere Vorsicht beim Fahren mit gleich welchem "Zweirad"! Bei großer Wärme schmilzt bisweilen der Asphalt auf den Strassen und wird zur gefährlichen Schlitterstrecke. Gerade mit Motorrädern liegt man schnell auf der Nase und im schlimmsten Falle unter dem nächsten Auto, das nicht mehr bremsen konnte. Also immer auf merkwürdig glänzenden Asphalt achten und im Zweifelsfall lieber einmal mehr als einmal zu wenig vom Gas gehen.

Versicherungen:
Frage (vor allem bei günstigen Angeboten) unbedingt nach dem Versicherungsschutz. Das vermeintlich sensationell günstige Schnäppchen kann schnell teuer werden, wenn der Wagen nicht ausreichend versichert ist. Bei Rollern z.B. ist es sogar durchaus üblich, GAR KEINE Versicherung abzuschließen bzw. die Raten nicht mehr zu bezahlen. Es besteht dann auch kein Haftpflichtschutz! Reifenschäden sind nicht versichert. Die Reparatur oder den neuen Reifen zahlt der Mieter!!!
Wer in der Türkei viel mit einem Mietfahrzeug unterwegs ist, sollte daher eine Mallorca-Police abschließen.
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Strassenverhältnisse
Wir fliegen nunmehr seit vielen Jahren in die Türkei und konnten miterleben, wie sich die Strassenverhältnisse ins Positive verändert haben.
Endlose-StrassenDie alten, mit vielen Schlaglöchern versehenen Touristen-Rollbahnen von Antalya in die Feriengebiete sind nunmehr durch vierspurige “Schnellstraße” (keine Autobahnen - somit 90km/h) ersetzt worden. Die Strassen in den Urlaubsorten sind alle gepflastert oder geteert. Und es existieren Bürgersteige, deren Bordsteine so extrem hoch sind, daß ein Zuparken dieser Fußgängerwege nicht mehr möglich ist.
Während sich die Straßen gut befahren lassen (bis auf die vielen eingebauten Schwellen, die das Rasen verhindern sollen), gibt es auf den Fußwegen Probleme für Rollstuhlfahrer und Kinderwagenbenutzer. Man muß zwar nicht - wie in deutschen Städten - befürchten, bei jedem Schritt in Hundekot zu treten, aber dafür sind die Bürgersteige entweder uneben, haben Löcher oder sind vor den Geschäften aus poliertem Marmor und somit extrem glatt. Auch hat man überall kleine Palmen oder Zitrusbäumchen ziemlich mittig auf die schmalen Fußwege gepflanzt. Aber irgendwann - so Allah will - werden sie hoffentlich hoch genug sein, um darunter hindurch gehen zu können.
Es wurde aber auch viel in die Sicherheit investiert. Nicht nur an den kurvenreichen Abschnitten der D400 versperren immer mehr Leitplanken den freien Blick aufs Mittelmeer. Sogar Mittelleitplanken erschweren Fußgängern das Überqueren der Schnellstraße. Nur in den Bergen gibt es so etwas fast nicht. Da fehlen selbst an Steilhängen die nötigsten Sicherheitsvorkehrungen. bergstrasseMeist ist auch kein Platz, um Leitplanken anzubringen. Abbruchkanten - Überbleibsel des letzten Winters - werden mit einem Steinhaufen, seltener mit einer rot-weißen Bake markiert. Kurven werden selten angekündigt. Soviel Schilder kann man auch gar nicht aufstellen, denn die Straßen durch das Taurusgebirge passen sich beharrlich der Geländeform an und nehmen daher jeden Hubbel und jedes Seitental mit. Sieht man allerdings mal den Hinweis auf eine scharfe Kurve, so ist das sehr ernst zu nehmen. Aber auf diesen ganz wilden Strecken fährt sowieso fast jeder vorsichtig. Aber ganz sicher der, der die senkrecht abfallende Schlucht auf der rechten Seite hat.
Und während in den Küstenstädten und auf den Dxxx-Fernstrassen die Fahrbahnmarkierungen einigermaßen verkehrsgerecht aufgemalt wurden, sind sie im Hinterland oft fehlerhaft. Bestenfalls fehlen sie völlig und jeder sucht sich seine Bahn. Oder es gibt zwar welche, aber die Straße wurde inzwischen ausgebaut (oder verengt) und die Markierung führt ins Nichts. Jede Markierung ist sowieso nach spätestens sechs Monaten abgefahren oder so verblaßt, daß man sie höchstens noch erahnen kann. Bei Nacht eine unbekannte Strecke zu fahren ist gefährlich und sollte besser unterbleiben.
Wenn du am Straßenrand drei übereinander liegende Steine siehst, nimm lieber den Fuß vom Gas, denn das gilt üblicherweise als Warndreieck. Und schon sind wir beim nächsten Thema:
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Verkehrsunfall
Bei Verkehrsunfällen solltest du immer die Polizei (innerorts Polis - Notruf: 155; außerorts Jandarma - Notruf: 156) hinzuziehen! Und unbedingt sofort deinen “Vermieter” benachrichtigen!
NEU: Einheitliche Notrufnummer im Bezirk Antalya ist 112 - sogar mehrsprachig..
Dies gilt ganz besonders für gemietete Fahrzeuge, auch wenn der Schaden "nur" am eigenen Fahrzeug entstanden ist! Bei jedem Unfallschaden, der über eine Versicherung reguliert werden wird, muß ein Polizeiprotokoll aufgenommen werden - ein Alkoholtest ist dabei ein Pflichtprogramm - andernfalls zahlt die Versicherung nicht. Ganz wichtig ist die Feststellung des Namens und der Anschrift des Unfallgegners, der Anschrift seiner Versicherungsgesellschaft und die Policen-Nummer sowie das polizeiliche Kennzeichen und eine Beschreibung des gegnerischen Fahrzeugs. Wenn möglich, mach ein paar Fotos, ggf. auch von Bremsspuren etc. Also fast wie zu haus. Unfall
Unterschreibe aus versicherungs- und strafrechtlichen Gründen auf keinen Fall ein Schuldeingeständnis, versuche  nicht, die Angelegenheit mit Geld unter der Hand zu regeln. Bestehe  auf einer Kopie des Polizeiberichts (ggf. um ihn später übersetzen lassen zu können).
Solltest du durch die türkische Polizei festgenommen werden - das ist leider bei Unfällen mit Personenschäden oft der Fall - bleibe ruhig und gelassen. In der Regel sind die türkischen Polizisten Ausländern gegenüber höflich und korrekt. Bitte unbedingt darum, daß deine Auslandsvertretung informiert wird. Unterschreibe nichts, was du nicht verstanden hast! Du hast ein Anrecht auf einen Dolmetscher, der dir von deiner zuständigen Botschaft vermittelt werden kann. Die Jandarma, die außerhalb der Städte für die Polizeiaufgaben zuständig ist, sieht zwar mit Kampfmontur und Maschinenpistolen sehr martialisch aus, zeichnet sich aber durch Korrektheit, Freundlichkeit und Unbestechlichkeit aus.

Wenn du im ADAC bist, hast du sicher auch den ADAC-Auslands-Schutzbrief. Dieser und der ADAC-Auslands- Super-Schutzbrief gelten auch in der Türkei und haben sich als nützlich erwiesen. Der ADAC ist in der Türkei über die Firma IKS in Istanbul vertreten und unter folgender Telefon- bzw. Faxnummer zu erreichen:
Tel.: (212) 288 71 90
Fax: (212) 267 22 37
Seit Dez. ´09 ist der ADAC auch selbst vor Ort (Istanbul) und baut einen landesweiten Notruf - und Abschleppdienst auf. Die neue ADAC-Notruf-Nummer lautet für die Türkei: 444 2322
Die ADAC - Notrufzentrale in München ist 24 Stunden besetzt und unter Tel.: 0049-89-22 22 22 zu erreichen.
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Kurzstrecken mit dem Dolmuş:
Eine türkische Besonderheit ist der Dolmuş (sprich Dolmusch), eine Art Sammeltaxi, das eine feste Route fährt und auf dieser Strecke nach Wunsch des einzelnen Passagiers anhält, um ihn rauszulassen bzw. auch auf Handzeichen Passagiere an der Strasse einsammelt. Er fährt die verschiedenen Strecken, je nach Tages- oder Nachtzeit, in regelmäßigen zeitlichen Abständen. Auf Hauptstrecken etwa alle 20 Minuten. Der Dolmuş ist konkurrenzlos billig.
Dolmus1Du erkennst den Dolmuş, ein mittelgroßer Autobus mit etwa 20 - 25 Sitzplätzen, daran, daß er vorn an der Windschutzscheibe Schilder mit Hotelnamen und/oder Ortschaften befestigt hat, die er auch tatsächlich anfährt.
In der Regel wird vorn beim Fahrer eingestiegen. Dabei solltest du auch gleich dem Fahrer mitteilen, wo du auszusteigen gedenkst. Der Fahrer wird dich (meist) rechtzeitig vor deinem Zielpunkt erinnern.
Bezahlt wird beim Aussteigen. Aber du wirst auch beobachten können, daß manch ein Gast in einem übervollen Dolmuş seinen Geldschein von hinten nach vorn zum Fahrer während der Fahrt durchreichen läßt. Das Wechselgeld geht dann selbstverständlich den gleichen Weg zurück.
Innerhalb eines Ortes zahlst du 1,50 TL. Für eine Fahrt zum übernächsten Ort meist 3 TL. Inzwischen haben sich die Beförderungsgebühren allerdings - aufgrund der gestiegenen Kraftstoffpreise - leicht nach oben entwickelt. Und der Sprit ist teurer als in Deutschland.
Du kannst auch mit Euro bezahlen. Aber es lohnt sich, vorher Euro in Lira zu tauschen. Es wird für dich preiswerter. (30.11.2016: 1 EUR = 3,65 TL)
Das gilt grundsätzlich auch für andere kleine Summen auf den Märkten, an Verkaufsständen und an Kassenhäuschen.
Wenn du also Land und Leute kennen lernen möchtest, nutze den Dolmuş. Er bringt dich überall hin. Auch wenn du manchmal umsteigen mußt. Risikobereitschaft, um mit einem Dolmuş Ausflugsfahrten zu unternehmen, brauchst du nicht, aber Neugier und Wissensdurst ganz sicher. Wer also die Türkei erleben will, der sollte unbedingt mit diesen landestypischen Vehikeln fahren.
Eine weitere, etwas luxuriösere Variante ist der Express-Dolmuş, der weitere Überlandstrecken fährt ( z. B., Alanya - Manavgat; Manavgat - Antalya; Antalya - Kemer; usw.) und nur an den Bushaltestellen anhält.
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oder mit dem Taksi
Frage: Warum heißt in der Türkei das Taxi Taksi und nicht Taxi? -
Richtig: Im türkischen Alphabet gibt es kein “x”. Also kann man dir in der Türkei (bis auf die Taksi-Fahrer) auch kein X für ein U (V) vormachen. .taksi
Die kanariengelben Gefährte wirst du leicht erkennen. Alle Fahrzeuge haben ein Taxameter bei denen der Fahrpreis in TL, also Türkischer Lira, angezeigt wird. Bitte achte darauf, daß dieser beim Start auch eingeschaltet wird. Ausnahmen von einer Taxameterfahrt gelten nur für feste Routen wie z.B. vom Flughafen Antalya zum Busbahnhof. Daher solltest du dich vor Fahrtbeginn unbedingt an den Aushängen oder Faltblättern über den aktuellen Fahrpreis informieren. Und, auch wichtig: laß dir diesen Preis noch mal vom Fahrer bestätigen. Der Fahrpreis gilt pro Fahrt und nicht etwa pro Fahrgast.
Nachts, zwischen 24 und 6 Uhr früh, gelten deutlich höhere Tarife. Ein Trinkgeld bis 5 Lira, je nach Strecke, wird gern genommen. Du kannst ein Taxi aber auch für einen Tagesausflug chartern. Die Preise sind Verhandlungssache und variieren nach Fahrstrecke und Größe des Fahrzeuges, bis zu 7 Personen sind möglich. Empfehlenswert ist das zum Beispiel, wenn du in eine Gegend fahren möchtest in der dir die Ortskenntnisse eines Fahrers sehr willkommen sind. Dabei ergibt sich ab 4 Mitfahrer ein durchaus annehmbarer Preis pro Person.
TIP: Du solltest einem Taxifahrer niemals erklären, daß du es sehr eilig hättest. So einen Höllenritt vergißt du nie wieder!
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und was ist mit den Langstrecken?
Am bequemsten ist natürlich das Flugzeug. Der Flugverkehr innerhalb des Landes ist auch wesentlich billiger als in Deutschland.
Aber ein besonderer Tip für schmale Reisekassen sind die überall im Lande verkehrende Reisebusse, sie sind das gebräuchlichste Verkehrsmittel für lange Strecken und konkurrenzlos billig. So kostet die Strecke Alanya - Izmir etwa (noch) umgerechnet 15 Euro für eine Person. Gute Reisebusfirmen haben sehr moderne, komfortable und klimatisierte Busse und - ganz wichtig - mehrere Fahrer, die sich abwechseln können. Empfehlenswert sind beispielsweise die Firmen Varan und Uludağ.
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Türkische Lira

 

Obwohl viele Touristen es immer noch nicht wahrhaben wollen gibt es in der Türkei eine eigene Währung. Und ich rate jedem, Geld zu tauschen, um insbesondere kleinere Beträge passend in der Landeswährung bezahlen zu können. Man kann zwar in Touristen - Orten fast überall auch mit Euro oder Dollar bezahlen, muß dann aber mit einem deutlich schlechteren Kurs als bei Banken oder Wechselstuben rechnen. Da die Banken keine Münzen eintauschen, ist der Kurs besonders bei Kleinbeträgen, die in Hartgeld bezahlt werden eher bei 1:1.TL
Der Kurs stand im Oktober 2008 bei 1 EUR = 1,70 YTL, im Oktober 2009 bei 2,20 TL,  im Januar 2014 sogar über 3,00 TL und im Dezember 2016 bei 3,65 TL. Der Kurs ändert sich täglich, wenn nicht sogar stündlich. Daher ist es zumindest bei Kleinbeträgen (Dolmus, Zigaretten und Zeitungen, Eintrittsgelder an Sehenswürdigkeiten, für den einen Cappuccino und auf Bauernmärkten) ratsam, mit Lira zu bezahlen. Also ein paar Euro tauschen! Dies erst recht, wenn du ins Hinterland fahren möchtest.
Die ehemals sagenhafte Inflation - die stark eingedämmt wurde, aber inzwischen wieder steigt (z. Zt. etwa 8 %) - sorgte auch dafür, daß die Türken früher so gut wie keine Kredite bei der Bank bekamen (welchen wahnsinnigen Zinssatz hätte man denn dabei auch heranziehen können?) und ihr Bares lieber in Gold anlegten (siehe weiter unten unter Goldkauf) oder sich Euroscheine unter das Kopfkissen legten.
Apropos Euroscheine: Falls du von einem Dolmus-Fahrer oder einem Hotelangestellten gebeten wirst, seine Euro-Münzen in einen Euro-Schein zu tauschen, tue ihm den Gefallen. Er kann die Fremdmünzen nicht in der Bank umtauschen - sondern nur Scheine! Aber das kennst du ja auch von deiner Bank.
Beim Tausch, wie auch bei der Annahme von Wechselgeld genau hinschauen! Die neuen türkischen Lira (Münzen) (Türk Lirasi = TL) haben eine verblüffende Ähnlichkeit zu unserem Euro. Unsere 2-Euro- Münze sieht fast so aus wie 1 TL (ca. 38 Cent) und eine 50 Kuruş (sprich “Kurusch”) - Münze (1/2 TL) gleicht unserer 1-Euro-Münze von der Zahl abgesehen aufs Haar.
Geld bekommst du in jeder Bank und Wechselstube zum augenblicklichen Kurs. Andere Orte solltest du nicht in Anspruch nehmen (Hotel, Flughafen), dort verlierst du 10 - 20 % des Wertes durch falschen Kurs und / oder Gebühren. Meldungen in deutschen Tageszeitungen von “frustrierten” Türkeiurlaubern, sie hätten 25 % Gebühren bezahlt, muß ich heftig widersprechen. Vollkommener Schwachsinn und Polemik!
Eine weitere Möglichkeit, an Bargeld zu kommen ist die Benutzung eines Geldautomaten. Viele dieser (mehrsprachigen) Automaten in den Touristenzentren spucken auch Euro aus!
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Einkaufensschnäppchen
Ein besonders günstiges Schnäppchen machen? Dann geh schon sehr früh am Morgen los. Das erste Geschäft des Tages (Şiftah, sprich Schifta) machen die Händler immer zu einem echten Superpreis! Manchmal auch zum EK-Preis. Dieses erste Geschäft am Tag ist für die Händler sehr wichtig! Wundere dich dabei auch nicht, wenn der Verkäufer dich bittet, das Geld dafür auf den Boden zu werfen! Schmeiß es ihm vor die Füße, oder laß es einfach fallen! Er wird sich darüber freuen! Das hat etwas mit dem Aberglauben zu tun. Wo kann man schon durch Aberglauben Geld sparen?? Allerdings funktioniert das nur bei dem ersten Geschäft des Tages! Danach ist für den Tag ein solches Angebot nicht mehr möglich! Dann ist hartnäckiges Handeln angesagt.
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Bazar - eine vielfältige Möglichkeiten Geld auszugeben
Man kann im Urlaub trotz “AI” eine Menge Geld loswerden. Das fängt mit den Kosten für Tagesausflüge an, geht über Getränke in diversen Cafes, dem Obulus für Taxi oder Dolmuş weiter bis hin zu den kleinen oder großen, mehr oder weniger notwendigen Mitbringseln. Man hat endlich mal Zeit in Ruhe durch die Geschäftsstrassen zu bummeln, sich alles anzuschauen und ganz relaxt zu shoppen. Außerdem hat man gehört, daß in der Türkei viele Waren günstiger sind als daheim. Auch das Fehlen fester Ladenschlußzeiten animiert geradezu, bis Mitternacht durch die Gassen zu schlendern.
Im BasarDie Türkei bietet in der Tat eine Vielzahl von günstigen Einkaufsmöglichkeiten. Besonders Textilien, Kunsthandwerk, Lederwaren, Teppichen sowie Gold- und Silberschmuck sind zu nennen. Allerdings ist nicht alles, was dir in den Ferienorten oder während der Ausflugsfahrten nach Antalya, Manavgat und Kappadokien (immer inkl. Teppich-, Leder-, Onyx-, Keramik- oder Goldfabriken) angeboten wird, auch wirklich das ultimative Schnäppchen.
In der Türkei gilt auch die freie Marktwirtschaft. Jeder bietet seine Waren zu dem Preis an, den er für vertretbar hält. Es liegt dann an dir, ob du bereit bist den geforderten Preis zu bezahlen oder dich mit dem Verkäufer auf eine fröhliche Preisverhandlung einläßt.  Feilsche nach Herzenslust. Wer den Preis von Anfang an - weil verglichen mit deutschem Ladenpreis sehr günstig -  akzeptiert, kauft weit überteuert (ist mir anfangs auch passiert).
Bei größeren Anschaffungen wie Teppichen sollte man sich vorher genauestens informieren. Über Qualitätsunterschiede und übliche Preise. Diese Information hilft dir, um nicht über den Tisch gezogen zu werden. Aber auch bei der Jeans oder dem Sweatshirt ist immer von Vorteil, wenn man in etwa die Schmerzgrenze der Verkäufer kennt. Aber das bringt auch die Erfahrung mit sich.
Und natürlich ein Bummel über die Einkaufsmeile zum Zwecke der Information. Dabei lernst du dann auch die Anmachsprüche der Verkäufer kennen (“Hallo Cheffe, darf ich mal ´was fragen?.” - “Bist Du Deutscher, oder kommst Du aus Bayern?” - “Heute ist alles ganz umsonst. Du kannst morgen zahlen.”).
Das Ziel dieser Sprüche ist natürlich immer, dich locker in ein Gespräch zu verwickeln. Bei diesem Gespräch stellt sich dann heraus, daß “Mehmet” oder “Bülent” auch schon in Deutschland war und zufällig ganz in der Nähe deiner Heimatstadt. Sein Onkel wohnt dort übrigens noch. Und er kann dir mit Sicherheit einige Straßen, Plätze und Ortsteile deiner Stadt aufzählen. Wenn du Spaß an so einer Unterhaltung hast, laß dich ruhig auf einen Tee (cay oder Apfeltee) in den Laden locken und nimm  auf einem der angebotenen Stühle Platz. Das alles verpflichtet noch zu gar nichts. Schau dich ruhig um. Die Türkei ist dafür berühmt, auf der Fläche einer Einzelgarage das Angebot eines Kaufhauses zu haben.
Feilschen kannst/mußt du übrigens fast überall, außer in den Lebensmittelläden, in Super- und auf Bauernmärkten. Erstens ginge es dabei meist um Cent - Beträge und zweitens sind die Preise vieler Produkte vorgeschrieben. Und zahle Kleinbeträge in Lira.
Beim Einkaufen auf den Textilmärkten und in den Geschäften der Ladenzeilen (auch in den örtlichen „Reisebüros“) gilt:...
 .... nicht unter 50 % des Angebotspreises einsteigen. Das ist unhöflich. Aber ansonsten:
Feilschen! Feilschen! Feilschen! 20 bis 40 % sind immer drin! Und bleib hart in der Sache, aber immer freundlich.
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Bauernmarkt
Die Wochenmärkte (Bazar) in der Türkei sind ein besonderes Erlebnis für uns Westeuropäer. Daher habe ich diesem Umstand Rechnung getragen und eine gesonderte Seite unter der Rubrik Ausflüge eingebaut. Dort findest du mehr Informationen und Bilder.
Dort findest du auch eine Aufstellung der Märkte bezogen auf die Wochentage.

Was lohnt sich einzukaufen
Fliesen und Fayencen
Die Keramikfertigung gehört zu den traditionellen Handwerken. Bei Kauf auf sorgfältige Bemalung achten. Die Farbe darf bei der Glasur nicht auslaufen (verwaschen sein).
Kleidung
Lederjacken, -mäntel, -kostüme und –röcke gehören zu Recht zu den beliebten Mitbringseln. Inzwischen sind die gefertigten Stücke auch nicht mehr so bieder, wie noch vor einigen Jahren. Mehrere Geschäfte aufsuchen! Das gilt auch für Anzüge, die man(n) sich in wenigen Tagen sogar nach Maß schneidern lassen kann. Weiterhin Jeanswaren, Polo-Shirts, Pullover, Hemden, Blusen. Auf den Märkten gibt es fast nur Imitate. Aber oft von guter Qualität. Genau hinsehen.
Meerschaumpfeifen
Immer noch ein Tip für Pfeifenraucher.
Onyx
Vasen, Schalen, Eier aus den vielen Manufakturen. (An das Gewichtslimit für Fluggepäck denken!)
Schmuck (Gold)

Karat

Feinheit

Goldanteil

8

333

33,4%

9

375

37,5%

10

416

41,6%

14

585

58,5%

18

750

75,0%

22

916

91,6%

24

999

99,9%

Gold und Goldschmuck sind in der Türkei eine traditionelle Geldanlage. Die zahlreichen Armreifen der Frauen entsprechen praktisch einem Zahlungsmittel. Die Schmuckpreise richten sich hauptsächlich nach dem Weltmarktpreis für Gold. Und der Goldpreis steht täglich in der Zeitung. Wegen der niedrigen Löhne in der Türkei ist der Aufschlag für die Verarbeitung geringer als in Europa. Außerdem wird auf Gold und Goldschmuck keine Mehrwertsteuer erhoben.
schmuickDie Farbe des Goldes hängt von der Legierung ab (Anteil von Silber und Kupfer bei Rotgold oder Nickel und Palladium bei Weißgold), sagt aber an sich noch nichts über den Goldanteil aus.
Bewerte die Preise und Qualität bevor du dich zum Kauf entschließt, einen Kauf später rückgängig zu machen ist schwierig. Laß dich bei Ausflugstouren nicht von den "ab Fabrik"- Verkäufen mit angeblich extremen Rabatten blenden. Häufig kostet das “Schnäppchen” ab Fabrik ein Vielfaches mehr als das gleiche Stück beim ortsansässigen Juwelier.
Gold und Schmuckkauf ist unbedingt Vertrauenssache. Kaufe daher Goldschmuck bei einem lang ansässigen Juwelier in deinem Urlaubsort, da wirst du gut und korrekt bedient. Mach vorher Preisvergleiche. Es lohnt sich. Goldschmuck ist in der Türkei besonders günstig. Du sparst ca. 30-40% gegenüber den Preisen in deiner Heimat. So kannst du z.B. ein Paar Eheringe in allerbester, massiver Ausführung und 18 Karat  schon für ca. 250 Euro erstehen.
Goldschmuck wird nach Gewicht berechnet. Preiswerter als in Deutschland. Aber: Silberschmuck, besonders als Modeschmuck ist häufig mit Blei versetzt.
In der Türkei hat Gold eine besondere Tradition und wird zu allen Gelegenheiten verschenkt. Zur Hochzeit, zur Geburt oder anderen Anlässen. Dieses Gold hat allerdings eine Reinheit von 99,9% und wird jederzeit von den Goldhändlern zum Tagespreis wieder angekauft. Es hat mit der relativ hohen Inflation zu tun. Gold behält immer seinen Wert, bzw. steigt im Wert mit der Inflation.
Bitte beachte aber die Einfuhrbestimmungen deines Heimatlandes und das Gewicht deines Koffers.

Spielbretter
für Tavla (Backgammon). Gut gearbeitet und viel preiswerter als in Deutschland.
Armbanduhren
„Billisch! Billisch!“ Alles Imitate. Nicht wasserdicht, kein Mineralglas. Aber, was kann man für den Preis auch schon verlangen?! Zumindest laufen die Quarzwerke ganggenau, solange die Batterien (die man noch wechseln kann) halten. Und sie sehen häufig sehr gut aus. Als Modeschmuck völlig ausreichend. Preise um 10 Euro.
Blaues Glas
Wird in Form eines Auges oder einer Hand (Hand der Fatima = Tochter Mohammeds) angeboten. Sie besitzen doppelte Amulettfunktion und schützen den Träger vor bösen Mächten (z. B. gegen den bösen Blick) und sorgen für positive Einflüsse (immer Geld in der Tasche, keine Unfälle, usw.).
Medikamente
In den Apotheken (Eczane) bekommst du die meisten Medikamente viel preiswerter als bei uns. Selbst Medikamente, für die du bei uns ein Rezept benötigst, kannst du in den Eczane - in denen häufig auch deutsch und / oder englisch gesprochen wird - einkaufen. Lohnenswert sind Antibaby- Pillen sowie Aspirin. Aber auch andere Mittel, wie Schilddrüsenhormontabletten kannst du kaufen (z. B., eine 100er Packung Euthyrox 100 =  Levotiron 0,1 für 3,35 TL). Somit preiswerter als die in Deutschland praktizierte Zuzahlung. Nimm einen Beipackzettel mit in die Apotheke und du bekommst das entsprechende türkische Medikament ohne Probleme.
Wer es braucht, kann auch Viagra (und Konkurrenzprodukte) ohne Rezept einkaufen ;-).
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Was du nicht kaufen solltest
wenn du dich nicht auskennst: Teppiche
Die Preise sind seit Jahren überteuert, weil die Qualität stark nachgelassen hat. Es handelt sich inzwischen vielfach um importierten “Ramsch”, der unter einheimische (im Akkord hergestellte) Produkte gemischt wurde. Lohnkosten sind gefallen, aber die Preise für Teppiche enorm gestiegen.
Ein Kenner der Zunft: "Bei Teppichen ist der Gewinn durch die Preisunterschiede zwischen An- und Verkauf höher als im Drogenhandel!"
Parfüm
Verpackung täuschend echt. Inhalt „Hausmacherqualität“. Absoluter “Schrott”.
Antiquitäten
Sind die Stücke nicht echt (was wahrscheinlich ist), ärgert man sich. Sind sie echt, bekommt man Ärger mit der türkischen Justiz (Ausfuhr strengstens verboten!!).

Was sonst noch empfehlenswert ist - Entspannung pur
hamam
1.
Der Besuch eines originären Türkischen Badehauses oder eines modernen Hamams in den Hotels und Ferienorten. Es bleibt ein einzigartiges, entspannendes Erlebnis. Laß dich dort einmal verwöhnen.
Wer noch nie ein Türkisches Bad besucht hat und nicht sicher ist, wie man sich dort verhält, kann sich ja einem erfahrenen Badegast anschließen.
Achtung: In den Hotels und den öffentlichen, auf Touristen eingestellte Hamams werden so gut wie nie Erklärungen abgegeben. Nur schnell, schnell soll es gehen! (aber es gibt auch Ausnahmen, die muß man allerdings suchen oder Insider fragen)
Ausführliche Erklärungen zu diesem erquickenden Erlebnis findest du unter Tips / Hamam.

2. Der Besuch eines türkischen Friseurs (Barber = für Männer, Kuaför = für Frauen) ist ebenfalls ein besonderes Erlebnis. Abgesehen davon, dass diese Dienstleistung erheblich preiswerter ist als in unseren Ländern, ist die Qualität in den meisten Fällen auch noch besser.
Einen wahrlich perfekten Besuch bei einem “Barber”  in Avsallar habe ich auf der Seite “Erlebnisse” geschildert.
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Womit du fliegst
Fluggesellschaften (Charter)
Qualitativ auf höchstem Standard der Gesellschaften und marktführend ist SunExpress, eine Tochter von Türkisch Airlines und Condor (Thomas Cook). Mit Heimatflughafen Antalya fliegt diese Gesellschaft mit 10 Boing 737-800  neuester Bauart (gewartet von der Lufthansa).
Wer mit Condor gen Süden reist, kann sich ebenfalls glücklich schätzen.
turkish-airlinesSunExpress, Onur Air,  Atlas Jet, Türkish Airlines, Thomas Cook (GB), Cimber Air (DK), Arkefly (NL), Norwegian (NOR), Monarch Airlines (GB) und XL Airways (F)  landen und starten zur Zeit vom Terminal 1 des Antalya Hava Limanı.
 
An Terminal 2 docken Pegasus, Air Berlin, Corendon (NL/D), German Sky, Austria Airlines, Jet Time (DK) Transavia (NL), Easyjet (GB), Tui Fly, Freebird und Condor an.
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Die Sprache der Reiseveranstalter ...
… zur Lage
Kein Reiseveranstalter geht damit hausieren, daß sein Hotel an einer Hauptverkehrsstraße liegt. Statt dessen umschreibt er die unglückliche Lage meist etwas positiver mit "im Zentrum" oder "verkehrsgünstig". Befindet sich das Hotel "in der Nähe des Flughafens", könnte das sogar bedeuten, daß es sich in der Einflugschneise befindet - wirklich erholen würden Sie sich hier also wohl nicht.
Ein Zimmer mit Blick auf Baustellen kann sich hinter der Formulierung "in einem aufstrebendem Urlaubsort" verstecken. Umgekehrt könne mit der Beschreibung "idyllische, ruhige Lage mit Panorama-Blick" gemeint sein, daß die Unterkunft fernab jeglicher Zivilisation und Infrastruktur liegt.

… zur Lautstärke
Auch wer sich unter der Hotel-Beschreibung "lebhaft und fröhlich" eine ausgelassene Atmosphäre mit vielen Einheimischen vorstellt, liegt oft nicht ganz richtig. In der Regel sei damit gemeint, daß dort viele feierwütige Touristen wohnen. Ähnlich sei der Ausdruck "internationale Atmosphäre" zu interpretieren: Handele es sich nicht um ein Fünf-Sterne-Hotel, müsse hier stets mit feucht-fröhlicher Stimmung und nächtlichem Lärm gerechnet werden.
Ebenso habe es oft der blumige Ausdruck "Hüttenzauber" in sich: Statt auf einen romantischen Liebesurlaub solle man sich hier vielmehr auf einen Party-Marathon einstellen. Genauso wie die vermeintliche Information "beliebtes Konferenzhotel" oft bedeute, daß hier keine stillen Meetings, sondern laute Feiern an der Tagesordnung sind.
Ein "Haus mit vielen Stammgästen" hingegen lasse oft weniger auf die Qualität der Unterkunft schließen als auf eine ungezwungene Atmosphäre, in der das gute Benehmen der Gäste zu wünschen übrig lassen kann - denn wo Gäste oft sind, dort fühlen sie sich bald zu Hause.
Ist ein Hotel "besonders für junge Gäste" geeignet oder wird als "kinderfreundlich" beschrieben, so bedeutet dies nicht nur, daß Kinder und Jugendliche hier besonders willkommen sind, sondern vor allem, daß man mit einem höheren Geräuschpegel rechnen muß.

… zum Komfort
Auch in Sachen Ausstattung ist Vorsicht geboten: Wer das Interieur seiner zu vermietenden Ski-Hütte beispielsweise mit dem Ausdruck "nostalgisch" beschreibt, könnte unter Umständen nicht etwa auf das liebevoll gestaltete Ambiente hinweisen, sondern darüber hinwegtäuschen wollen, daß es in der Unterkunft an fließendem Wasser oder gar an Strom mangelt.
Wird die Möblierung mit den Worten "landestypisch" oder "sauber und zweckmäßig" beschrieben, müsse man eventuell davon ausgehen, daß es an Komfort mangelt. Auch der Ausdruck "im griechischen Stil" lasse darauf schließen, daß die Zimmerausstattung „spartanisch“ sei.
Bei einem "neu eröffneten" oder "teilweise renovierten" Hotel hingegen sollte man sich nicht auf eine neue Einrichtung verlassen, sondern eher damit rechnen, daß es in unfertigem Zustand ist und die Handwerker noch zugange sind.
Ein "familienfreundliches" Hotel oder eine "familienfreundliche Atmosphäre" ist die häufige Umschreibung für ein Haus, das an Komfort und Service nicht viel zu bieten hat. Wird Letzterer zudem als "unaufdringlich" beschrieben, seien die Kellner oft so "unaufdringlich", daß man mit langen Wartezeiten rechnen müsse.

…. zur Verpflegung
Wird die Verpflegung als "landestypisch" beschrieben, sollte man sich auf einfache Kost einstellen, denn ein "landestypisches Frühstück" beispielsweise bestehe meist nur aus Kaffee, Brot, Butter und Marmelade.
Ist dieses "verstärkt", darf sich der Gast in der Regel zusätzlich über Wurst und Käse auf seinem Frühstücksteller freuen. Das "Kontinentale Frühstück" hört sich da schon viel besser an. Leider aber bestehe auch dieses oft nur aus einer Mini-Version eines normalen Frühstücks. Und sei die Küche als "international" deklariert, bedeute dies meist, daß statt frischen Gerichten aus verschiedenen Ländern nur Standardkost aus der Tiefkühltruhe auf den Tisch komme.
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© Heinz-Ulrich Hartung                                                 letzte Überarbeitung: 29.11.2016