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Erstbesucher

Auf der Suche nach dem Alara-Wasserfall

Jetzt sind wir schon drei Mal über Güzelbag und Gündogmus im Kreis durch die Berge gefahren, aber noch nie haben wir den Abstecher nach Köprülü und zu den “Alara”-Wasserfällen gemacht. Das sollte sich nun ändern.

Da wir wieder einmal im Hotel Mitfahrer animieren konnten, fuhren wir erst einmal zur Karawanserei Alara han. Vor Ort sahen wir, daß der Eingang wieder einmal verlegt worden war. Es ging nicht mehr durch den Tunnel, sondern über die Strasse. Sicherlich ist der Tunnel während der starken Regenfälle mehrfach abgesoffen.
Nachdem wir Alara han von innen und außen sowie Alara kale aus der Ferne in Augenschein genommen hatten, starteten wir unsere Tour in die Berge. Über holprige Teerstrassen, durch menschenleere Natur, suchten wir die kürzeste Strecke nach Güzelbag und fanden sie auch.
Köprülü TourKurz vor diesem Ort stießen wir auf die gut ausgebaute Strasse, welche uns weiter in die Berge führen sollte. In Güzelbag deckten wir uns bei einem Dorfkrämer noch mit Proviant ein (Su, Elmalar, Ekmek). Dann fuhren wir die uns bekannte Strasse über Ortekonus - wo wir den Alara Cayi überquerten - und Ümütlü nach Gündogmus. Am Ortsausgang von Gündogmus bogen wir rechts ab. Noch 35 km bis Köprülü.
Anfangs war der Straßenverlauf noch ganz normal, dann aber ging es wieder in Serpentinen runter und wieder hoch. Wir passierten Cayiözü, Naragaci und Ortaköy, bis wir bei Km 30 den Hinweis auf den Wasserfall vor uns sahen. Also links auf die schmale Strasse abgebogen und nach ein paar hundert Metern standen wir auch schon vor der Einfahrt zum Freizeitpark “Ucansu Selalesi”. Also nicht Alara, sondern Ucansu.
Wir wanderten hinunter zum Wasserfall. Und in der Tat, aus allen Knopflöchern, Spalten und Schlitzen schoß völlig klares Wasser heraus und ergoß sich in die hellbraunen Fluten des “Ucansu dere”. Braun deshalb, weil es in den letzten Tagen heftige Regenfällen gegeben hatte und das Oberflächenwasser den losen Humus in die Bäche gespült hat.
Wir durchstreiften die Freizeitanlage, welche jetzt schon der Winterruhe entgegendämmerte. denn wir waren die einzigen Besucher. Und auch von den Betreibern der Gastronomie und der Bungalow-Vermietung war niemand zu entdecken. Getränkepreise, Bewirtungskosten für den kleinen und großen Hunger sowie die Übernachtungspreise in den Bungalows hatten wir aber bereits am Eingang entdeckt. Foto der handgeschriebenen Tafel: siehe Galerie.
Somit setzten wir uns wieder in unser mobiles Transportmittel und fuhren Köprülü entgegen. Ich durchquerte den Ort und hatte nicht vor, wieder umzudrehen, sondern im weiteren Verlauf der geteerten Straße irgendwann auf den Dim-Stausee zu treffen. So zumindest offenbarte es mir eine Straßenkarte. Aber wie die Straßenkarten für die Türkei nun mal so sind - stark fehlerbehaftet -, fuhren wir zwar durch einige Ortschaften (Calti, Eskibag, Balkaya), aber eine Strasse oder einen Weg zum Dim gab es nicht (obwohl mir ein Einheimischer, den ich diesbezüglich ansprach, dies sogar bestätigte. Tamam!). Somit landeten wir, nachdem wir das gesamte Tal - nur auf der anderen Seite - zurückgefahren waren, wieder in Ortekonus.
Also wieder den Alara cayi überquert, wieder über Serpentinen nach Ümütlü hinauf. Von dort nach Gündogmus, jetzt aber am Ortsausgang links abgebogen. Und über die D695 (Manavgat - Konya) und D400 zurück nach Avsallar. Denn zurück finden wir immer.
Und die Querverbindung zum Tal des Dim cayi finde ich auch noch mal. Die Wege, Strassen und Karten werden ja immer besser.

© Heinz-Ulrich Hartung                         letzte Überarbeitung: 07.12.2015